Tether-CEO sieht 2026 KI als Gefahr für Bitcoin

Bitcoin erlebt gerade turbulente Zeiten. Diese könnten sich im nächsten Jahr sogar noch verschärfen, wenn die KI-Blase an den Börsen platzt. Das glaubt zumindest Paolo Ardoino, der CEO von Tether. Der weltgrößte Stablecoin ist schließlich ebenfalls an Bitcoin gebunden, immerhin hält Tether einen Teil seiner Reserven in BTC.
Anfällig für Stimmungsschwankungen an den Aktienmärkten
Die Kursentwicklung von Bitcoin kann Tether daher nicht egal sein. Im Podcast Bitcoin Capital gab er zu bedenken, dass die Korrelation von Bitcoin mit den Kapitalmärkten anfällig für dessen „Stimmungsumschwünge“ sei.
Sollten die Unternehmen übermäßig viel Geld für die Infrastruktur von künstlicher Intelligenz ausgeben, dann drohe die Gefahr eines Platzes der aufgeblähten Märkte. Dies würde auch Bitcoin massiv betreffen.
Die Gefahr wurde vor wenigen Wochen erstmals sichtbar
Diese Bedenken kommen nicht von ungefähr. Schon vor einigen Wochen blickte die Kryptobranche gebannt auf die bevorstehende Bekanntgabe der Quartalszahlen von Nvidia. Schlechte Zahlen hätten auch jene Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht, die voll auf KI setzen.

Schließlich findet sich der Boom auch im Kryptoverse wieder. AI Crypto Projekte werden immer häufiger genutzt, um Prognosen zu verfassen und um den Handel zu erleichtern. Sollte es 2026 zu einem Stimmungsumschwung im Bereich künstlicher Intelligenz kommen, wäre auch Bitcoin davon bedroht.
Schließlich hat Bitcoin über die BTC-ETFs Einzug in zahlreiche große Portfolios und Pensionsfonds genommen. Zwar habe sich dadurch die Unterstützungsstruktur deutlich verbessert, doch Korrekturen seien immer noch möglich. Diese werden seiner Meinung nach zwar nicht mehr in der Höhe von 80%, wie zuletzt im Jahr 2022, ausfallen, doch die Gefahr deutlicher Rücksetzer bleibt bestehen.
Scharfe Kritik an der EU und ihrer Regulierungswut
Optimistisch zeigte sich der Tether-CEO hingegen, was den Fortschritt bei der Tokenisierung von Vermögenswerten betrifft. Er glaubt, dass tokenisierte Wertpapiere und Rohstoffe deutlich wachsen werden.

Wenig Verständnis zeigte Ardoino hingegen für Europa. Der Kontinent sei immer das letzte Rad am Wagen, wenn es um Innovationen gehe. Stattdessen versuche man etwas zu regulieren, das man noch immer nicht vollständig verstanden habe. Tether habe sich geweigert, die sogenannte MiCA-Verordnung der Europäischen Union einzuhalten, und sei daher von vielen europäischen Kryptobörsen entfernt worden.