Sind alle Krypto-Wallets Müll?
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Coldcard galt lange als besonders sichere Lösung für die eigenständige Verwahrung von Bitcoin. Nun erschüttert jedoch eine schwerwiegende Schwachstelle das Vertrauen in die Hardware-Wallet des kanadischen Herstellers Coinkite. Ein Angreifer transferierte innerhalb von nur rund 25 Minuten etwa 594 Bitcoin im damaligen Wert von ungefähr 38 Millionen US-Dollar aus rund 500 einzelnen Single-Signature-Wallets.
Die Coins wurden in mehr als 1.300 Teilbeträgen bewegt und anschließend größtenteils auf einer zentralen Adresse gebündelt. Viele der betroffenen Wallets waren bereits seit Jahren inaktiv.
Nach aktuellen Untersuchungen liegt das Problem nicht bei Bitcoin selbst, sondern bei der Erzeugung der privaten Schlüssel innerhalb bestimmter Coldcard-Geräte. Ein Firmwarefehler sorgte offenbar dafür, dass die vorgesehene Hardware-Zufallsquelle nicht korrekt genutzt wurde. Statt wirklich zufälliger Werte kam teilweise ein vorhersehbarer Softwaregenerator zum Einsatz, dessen Ausgangsdaten unter anderem aus nicht geheimen Geräteinformationen bestanden. Dadurch konnten Seeds beziehungsweise private Schlüssel wesentlich leichter rekonstruiert werden. Die Schwachstelle existierte möglicherweise bereits seit einer Firmwareänderung im März 2021.
Coldcard warnt insbesondere Nutzer, deren Seed auf einem Mk3 mit Firmware 4.0.1 oder neuer generiert wurde. Ein bloßes Firmwareupdate repariert einen bereits unsicher erzeugten Seed nicht. Betroffene müssen ihre Bitcoin deshalb auf eine vollständig neu generierte Wallet übertragen. Die technische Untersuchung dauert allerdings weiterhin an, sodass sich der Kreis gefährdeter Geräte noch verändern kann.
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ZachXBT warnte bereits vor grundlegenden Hardware-Wallet-Risiken
Besonders brisant wirkt der Vorfall, weil der bekannte Blockchain-Ermittler ZachXBT Hardware-Wallets erst rund zwei Wochen zuvor ungewöhnlich scharf kritisiert hatte. In seinem Telegram-Kanal bezeichnete er die verfügbaren Geräte pauschal als „complete garbage“. Für wichtige Aufgaben wie die Verwahrung größerer Beträge oder das Signieren kritischer Transaktionen würde er sie nicht empfehlen. Stattdessen brachte ZachXBT ein separates iPhone ins Spiel, das ausschließlich als Krypto-Wallet verwendet und von allen anderen Anwendungen getrennt wird.
Seine Kritik richtete sich jedoch nicht ausschließlich gegen Coldcard. Besonders negativ äußerte er sich über Ledger und dessen Software Ledger Live. Regelmäßige Aktualisierungen, komplexe Benutzeroberflächen und unnötige Veränderungen könnten seiner Meinung nach gerade in zeitkritischen Situationen zusätzliche Risiken oder Bedienungsfehler verursachen. Seine Aussage löste erheblichen Widerspruch aus. Trezor-Manager Danny Sanders argumentierte beispielsweise, dass spezialisierte Hardware-Wallets die Angriffsfläche bewusst reduzieren, während Smartphones durch Mobilfunk, WLAN, Bluetooth und zahlreiche Apps deutlich stärker vernetzt seien.
Der Coldcard-Fall beweist somit nicht automatisch, dass ZachXBT mit seiner pauschalen Ablehnung sämtlicher Hardware-Wallets recht hatte. Er zeigt aber deutlich, dass „offline“ nicht automatisch „unangreifbar“ bedeutet. Fehlerhafte Firmware, schwache Zufallszahlen oder eine kompromittierte Lieferkette können selbst dann private Schlüssel gefährden, wenn das Gerät niemals direkt mit dem Internet verbunden war. Besonders bei großen Vermögen bleiben deshalb zusätzliche Sicherheitsstufen wie Multisignature-Wallets, unabhängige Geräte unterschiedlicher Hersteller und getrennte Backups entscheidend.
Bitcoin-L2 trotzt dem Bärenmarkt: Bitcoin Hyper zeigt relative Stärke
Der Sicherheitsvorfall rund um Coldcard verdeutlicht, dass Bitcoins Basisschicht zwar robust sein kann, die Infrastruktur rund um Verwahrung, Bedienung und Nutzung jedoch weiterhin Schwachstellen besitzt. Parallel dazu arbeiten Entwickler an einer anderen Herausforderung: Bitcoin soll nicht nur sicher gespeichert, sondern auch schneller, günstiger und vielseitiger eingesetzt werden können. Genau hier setzen sogenannte Bitcoin-Layer-2-Netzwerke an. Ein besonders viel diskutiertes Projekt aus diesem Bereich ist derzeit Bitcoin Hyper.
Das Konzept soll die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit der hohen Ausführungsgeschwindigkeit moderner Smart-Contract-Netzwerke verbinden. Dafür setzt Bitcoin Hyper nach eigenen Angaben auf eine an die Solana Virtual Machine angelehnte Ausführungsumgebung. Nutzer sollen BTC über eine sogenannte Canonical Bridge von der Bitcoin-L1 auf die zweite Ebene übertragen können. Dort könnten die hinterlegten Werte für schnellere Transaktionen, dezentrale Anwendungen und perspektivisch auch DeFi-Angebote genutzt werden. Zero-Knowledge-Proofs sollen dabei die Gültigkeit der zwischen den Ebenen übertragenen Informationen absichern.
Jetzt am Bitcoin Hyper Presale teilnehmen

Relative Stärke zeigt Bitcoin Hyper vor allem im laufenden Presale. Nach Angaben des Projekts wurden trotz des schwierigen Marktumfelds bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Auch das Staking-Angebot sorgt für Nachfrage: Frühzeitige Käufer können ihre HYPER-Token einsetzen und erhalten derzeit eine variable, laut Projektangaben bei ungefähr 36 Prozent liegende jährliche Rendite. Die tatsächliche Quote kann jedoch mit zunehmender Zahl gestakter Token sinken.
Damit entwickelt Bitcoin Hyper ausgerechnet während des Bärenmarktes ein auffälliges Momentum. Anleger sollten dennoch beachten, dass es sich um einen hochspekulativen Presale handelt. Technik, Bridge, Netzwerkbetrieb und spätere Börsenliquidität müssen sich erst unter realen Bedingungen bewähren. Die bisherige Nachfrage ist daher ein Signal für Interesse, aber noch kein Beweis für langfristigen Erfolg.