XRP News: Die einmalige 1000 Dollar Chance? 

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

XRP findet weiterhin keinen nachhaltigen Boden. Der Kurs rutscht erneut unter 1,10 US-Dollar und notiert damit rund 70 Prozent unter dem Rekordhoch aus dem Jahr 2025. Selbst ein weiterer Rückgang unter die psychologisch wichtige Marke von einem US-Dollar scheint angesichts des intakten Bärenmarkts möglich. Käufer bleiben zurückhaltend, klare Trendstärke fehlt und das Sentiment bewegt sich weiterhin auf einem äußerst schwachen Niveau. Aktuell wird XRP bei rund 1,08 US-Dollar gehandelt.

Umso spektakulärer wirkt eine neue Prognose des Analysten „xrpl_Adam“: Unter bestimmten Voraussetzungen könnte XRP langfristig tatsächlich 1.000 US-Dollar erreichen – und vom aktuellen Niveau aus damit beinahe zum 1.000x-Coin werden. Seine These basiert jedoch nicht auf gewöhnlichen Zahlungsströmen, sondern auf einer grundlegenden Veränderung der institutionellen Nutzung.

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XRP auf 1.000 US-Dollar? Das steckt hinter der 100-Billionen-Dollar-These

Der Analyst beginnt seine Argumentation mit einer deutlichen Abgrenzung von den üblichen XRP-Prognosen. Das häufig genannte Zahlungsvolumen internationaler Banken oder des SWIFT-Netzwerks könne einen XRP-Preis von 1.000 US-Dollar nicht rechtfertigen. XRP-Transaktionen werden innerhalb weniger Sekunden abgewickelt. Dieselben Token können deshalb im Tagesverlauf immer wieder verwendet werden. Würde ein XRP beispielsweise 100-mal täglich den Besitzer wechseln, wären für ein Zahlungsvolumen von fünf Billionen US-Dollar rechnerisch nur rund 50 Milliarden US-Dollar an verfügbarer Liquidität notwendig.

Entscheidend sei daher nicht, wie viel Geld über XRP bewegt wird, sondern wie viele Token dauerhaft dem frei verfügbaren Markt entzogen werden. Bei einer Gesamtmenge von knapp 100 Milliarden XRP entspräche ein Kurs von 100 US-Dollar einer vollständig verwässerten Bewertung von rund zehn Billionen US-Dollar. Bei 1.000 US-Dollar wären es etwa 100 Billionen US-Dollar. Bezogen auf die derzeit zirkulierenden rund 62,5 Milliarden Token läge die Marktkapitalisierung noch immer bei über 62 Billionen US-Dollar.

Treiben Institutionen XRP weiter an?

Nach Ansicht des Analysten könnte allein eine massive institutionelle Verwendung als Sicherheit beziehungsweise Collateral eine solche Bewertung theoretisch ermöglichen. Hinterlegte Sicherheiten bleiben während der Laufzeit eines Kredits, Derivats oder gehebelten Geschäfts gebunden. Anders als bei Zahlungen zirkulieren diese XRP nicht ständig, sondern würden dauerhaft oder zumindest für längere Zeit eingefroren. Dadurch könnte das handelbare Angebot sinken, während institutionelle Nachfrage entsteht.

Als möglichen strategischen Baustein nennt er Ripples Übernahme des Prime Brokers Hidden Road für 1,25 Milliarden US-Dollar. Das Geschäft wurde im Oktober 2025 abgeschlossen; Hidden Road firmiert inzwischen als Ripple Prime. Im April 2026 erhielt Ripple Prime von KBRA ein BBB-Emittentenrating, im Juli folgte ebenfalls ein BBB-Rating für vorrangige unbesicherte Schulden mit stabilem Ausblick. Damit befindet sich das Unternehmen im Investment-Grade-Bereich.

Der entscheidende Haken: Bislang wird XRP dort offenbar noch nicht ausdrücklich als zulässige Sicherheit geführt. Ripple nannte nach der Übernahme zunächst den eigenen Stablecoin RLUSD als Collateral.

Die 1.000-Dollar-These bleibt deshalb hochspekulativ. Für den Analysten wäre erst eine offizielle Collateral-Liste, auf der XRP tatsächlich erscheint, ein belastbares Signal. Bis dahin handelt es sich nicht um eine konkrete Kursprognose, sondern um ein theoretisches Szenario mit extrem hohen Voraussetzungen. Darüber hinaus wirkt die XRP Prognose mitsamt Billionen-Bewertung eher unwahrscheinlich.

Neues XRPL-Upgrade stärkt die institutionelle XRP-Vision

Passend zur Collateral-These könnte das XRP Ledger schon bald technisch einen wichtigen Schritt in Richtung institutioneller Finanzinfrastruktur machen. Die geplante Version xrpld 3.3.0 soll fünf Änderungen enthalten, die insbesondere tokenisierte Vermögenswerte, Handel, Abwicklung und institutionelle Zugriffsmodelle verbessern. Die Veröffentlichung wird derzeit für die kommende Woche erwartet. Aktiviert werden die Funktionen allerdings erst, wenn die Validatoren den jeweiligen Amendments zustimmen.

Besonders relevant ist Confidential MPT. Die Funktion soll bei Multi-Purpose Tokens private Kontostände und Übertragungsbeträge ermöglichen. Dafür werden Zero-Knowledge-Proofs mit kryptografischer Verschlüsselung kombiniert. Ausgewählte Prüfer oder Regulierungsbehörden könnten Transaktionen weiterhin kontrollieren, während sensible Informationen für die Öffentlichkeit verborgen bleiben. Gerade für Banken und Vermögensverwalter ist eine solche kontrollierbare Vertraulichkeit häufig Voraussetzung für die Nutzung öffentlicher Blockchains.

Die Batch-Funktion bündelt bis zu acht Transaktionen und führt sie atomar aus: Entweder werden alle Vorgänge erfolgreich abgeschlossen oder keiner. Das eröffnet Möglichkeiten für Delivery-versus-Payment, bei dem beispielsweise Wertpapier und Zahlung gleichzeitig übertragen werden. Permission Delegation ergänzt eine rollenbasierte Rechteverteilung. Institutionen könnten einzelnen Abteilungen begrenzte Transaktionsrechte einräumen, ohne die vollständige Kontrolle über zentrale Schlüssel abzugeben.

Mit Sponsored Fees and Reserves könnten Banken, Emittenten oder Plattformen die Netzwerkgebühren und Kontoreserven ihrer Nutzer übernehmen. Kunden müssten somit nicht zunächst XRP erwerben, um eine Anwendung verwenden zu können. Das senkt zwar Einstiegshürden, bedeutet allerdings zugleich, dass die bloße Nutzung des Netzwerks nicht automatisch eine starke direkte XRP-Nachfrage erzeugt.

Dynamic MPT erlaubt schließlich, bestimmte Eigenschaften tokenisierter Vermögenswerte später anzupassen – etwa Gebühren, Metadaten oder zusätzliche Funktionen. Insgesamt macht das Upgrade das XRPL flexibler und institutionstauglicher. Es liefert jedoch noch keinen Beweis dafür, dass XRP tatsächlich als großflächiges Collateral eingesetzt wird. Dafür müsste XRP ausdrücklich in institutionellen Sicherheitenlisten auftauchen. Bis dahin verbessert xrpld 3.3.0 vor allem die technische Grundlage, auf der eine solche Entwicklung künftig stattfinden könnte.


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