Die EZB hält Kurs und denkt an weitere Zinserhöhungen
Wer angesichts leicht sinkender Inflationszahlen auf ein Ende der Zinspolitik in Frankfurt gesetzt hatte, wird im Mai voraussichtlich enttäuscht werden. Die EZB signalisiert, dass sie den Leitzins auch in ihrer nächsten Sitzung erhöhen wird.

Die Entscheidung findet bei der EZB-Ratssitzung am 4. Mai statt. Doch schon jetzt gibt der Chefvolkswirt der EZB, Philip R. Lane, in einem Interview zu bedenken, dass die aktuellen Wirtschaftsdaten den Notenbankern keine andere Wahl lassen, als die Zinsen neuerlich zu erhöhen. Er sieht den Zeitpunkt für einen Stopp noch nicht gekommen. Wie hoch die Erhöhung diesmal ausfallen werden, hänge jedoch von der wirtschaftlichen Entwicklung ab.
Der Druck auf Kreditnehmer steigt weiter
Damit würde sich der Druck auf Konsumenten und Unternehmen weiter erhöhen. Schließlich spüren Kreditnehmer, die einst auf einen variablen Zinssatz gesetzt haben, jede Erhöhung der Leitzinsen in ihrer Geldbörse. Das gilt sinngemäß auch für Unternehmen, die sich entweder regelmäßig über Kreditlinien finanzieren oder auf hohen Altschulden sitzen.
Zuletzt hatten die Währungshüter den Leitzins um ein halbes Prozent auf 3,5 Prozent beschlossen. Banken, die ihr Geld bei der Nationalbank parken, erhalten dafür schon 3 Prozent an Zinsen. Doch dieser Zinssatz ist in vielen Bereichen noch nicht bei den Kunden angekommen. Wie üblich, dauert es seine Zeit, bis die Banken diesen Vorteil tatsächlich weitergeben.
Höchster Zinssatz seit 15 Jahren?
Sollte sich die EZB zu einer neuerlichen Anhebung um ein halbes Prozent durchringen, würde das Niveau jenes aus dem Juli 2008 erreichen. Damals waren die Notenbanken angesichts der Finanzkrise ebenfalls gezwungen, die zinspolitischen Zügel zu straffen. Noch schlimmer traf es Europa nach dem Zusammenbruch der Dotcom-Blase im Jahr 2000. Damals erreichten die Leitzinsen ein Niveau von 4,75 Prozent.
Das deutsche Mitglied im EZB-Direktorium, Isabel Schnabel, sieht jedenfalls die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen. Diese sollen die hohe Inflation eindämmen. Ihr macht die weiter anhaltend hohe Kerninflation Sorgen. Diese wird sich ihrer Meinung nach nicht so schnell abflachen. Nur wenn höherer Zinsen die Kredite weiter verteuern, bremst dies die Nachfrage und damit auch die weitere Entwicklung der Inflation.
Damit fehlt für Kryptowährungen vorerst der Anreiz für hohe Kursgewinne. Denn jetzt holen Anlageprodukte auf, die in Zuge der lange anhaltenden Niedrigzinspolitik, für viele Anleger unattraktiv geworden waren. Doch die Hoffnung lebt, immerhin glauben viele Marktbeobachter, dass die Wende noch in diesem Jahr eingeleitet wird.
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