Bitcoin Prognose: Willkommen im Bärenmarkt! Was droht jetzt?
Ein Blick auf die Performance der Kryptowährungen in den vergangenen sieben Tagen zeigt einen deutlichen Rücksetzer am gesamten Kryptomarkt. Auch Bitcoin stand unter starkem Verkaufsdruck und verlor innerhalb einer Woche rund 11 Prozent an Wert.
Damit summieren sich die Verluste in den vergangenen drei Monaten auf mehr als ein Viertel. Vom Allzeithoch, das im Oktober erreicht wurde, notiert Bitcoin inzwischen rund 40 Prozent tiefer. Nach gängigen Definitionen der Finanzmärkte gilt ein solcher Rückgang klar als Bärenmarkt. Viele Anleger reagieren entsprechend verunsichert.
Die zentrale Frage lautet nun, ob sich die Abwärtsbewegung fortsetzt oder eine Stabilisierung bevorsteht. Denn in einem Bärenmarkt ist manches anders, als es scheint:
Bitcoin Analyse: Die Bären übernehmen das Ruder
Die führenden Analysten von CryptoQuant ordnen die aktuelle Marktlage klar als bärisch ein. Ihrer Einschätzung zufolge befindet sich Bitcoin derzeit in einem strukturellen Bärenmarkt. Ein zentrales Signal liefert dabei die One-Year-Holders Realized Price-Metrik, konkret die Kostenbasis der 12- bis 18-Monats-Holder. Bitcoin notiert aktuell unter diesem realisierten Preis. Damit liegt diese Investorengruppe erstmals seit längerer Zeit im unrealisierten Verlust. Historisch markiert dieses Niveau nicht nur normale Korrekturen, sondern den Übergang in ausgeprägte Bärenmärkte.
Zwar halten diese Holder weiterhin einen großen Teil des Angebots, doch das Akkumulationstempo nimmt spürbar ab. Genau diese Verlangsamung deutet auf schwindende Überzeugung hin. Gleichzeitig bleibt der realisierte Preis stabil und wirkt als Widerstand. Erholungen scheitern daher häufig.
Solange Bitcoin dieses Niveau nicht nachhaltig zurückerobert, sehen die Analysten erhöhte Abwärtsrisiken, fragile Gegenbewegungen und eine längere Konsolidierungsphase.
Auch von Galaxy Digital kommen zunehmend bärische Einschätzungen. Alex Thorn, Head of Research bei Galaxy, betont, dass sich Bitcoin seiner Ansicht nach bereits seit dem vergangenen Herbst in einem Bärenmarkt befindet. Schon im Oktober habe man fallende Kurse erwartet und den Markt im November klar als bärisch eingeordnet.
Aktuell notiert Bitcoin rund 38 Prozent unter seinem Allzeithoch, was diese Einschätzung untermauert. Aus technischer Sicht hält Thorn zudem einen Test des 200-Wochen-Durchschnitts für realistisch. Dieser verläuft derzeit im Bereich von etwa 58.000 US-Dollar und würde bei einem späteren Anlaufen eher zwischen 60.000 und 65.000 US-Dollar liegen. Historisch fungiert diese Marke häufig als zyklischer Boden. Ein solcher Rücklauf würde daher ins typische Muster längerer Bärenmärkte passen.
Auch der Analyst Colin Talks Crypto teilt diese Einschätzung. Seiner Analyse zufolge befindet sich Bitcoin bereits seit Anfang Oktober 2025 in einem Bärenmarkt. Damit würde die aktuelle Abwärtsphase inzwischen rund vier Monate andauern.
Historisch betrachtet erstrecken sich Bärenmärkte bei Bitcoin vom Hoch bis zum Tief häufig über etwa ein Jahr. Überträgt man dieses Muster auf die aktuelle Situation, wäre bereits rund ein Drittel der typischen Bärenmarktphase durchlaufen. Colin weist zudem darauf hin, dass viele Marktteilnehmer solche Phasen erst spät erkennen. Doch tiefere Kurse scheinen nach diesem Muster wahrscheinlich.
Börsenzuflüsse belasten Stimmung: Bitcoin-Blockchain wächst nicht
Ein weiteres Warnsignal liefert aktuell die Metrik Exchange Net Position Change bei Bitcoin. Die Daten zeigen die höchsten Nettozuflüsse von Bitcoin auf Kryptobörsen seit dem Herbst des vergangenen Jahres. Historisch gelten steigende Zuflüsse als Hinweis auf zunehmende Verkaufsbereitschaft, da Coins in der Regel auf Börsen transferiert werden, um sie zu veräußern oder zumindest flexibel verfügbar zu halten.

Genau dieses Muster ist derzeit wieder zu beobachten. In einem ohnehin angeschlagenen Marktumfeld verstärkt dies den bestehenden Abwärtsdruck. Statt langfristiger Akkumulation dominiert kurzfristige Vorsicht. Solange der Trend anhaltender Börsenzuflüsse bestehen bleibt, bleibt das Risiko weiterer Kursrückgänge erhöht und belastet jede potenzielle Erholung.
Ein Blick auf die On-Chain-Daten der Bitcoin-Blockchain zeichnet ebenfalls kein positives Bild. Das sogenannte Bitcoin New Address Momentum signalisiert seit dem Herbst des vergangenen Jahres eine nachlassende Netzwerkdynamik. Der kurzfristige gleitende Durchschnitt über 30 Tage liegt dauerhaft unter dem langfristigen 365-Tage-Durchschnitt. Historisch gilt diese Konstellation als Zeichen einer Kontraktion des Netzwerks. Neue Marktteilnehmer kommen nur noch begrenzt hinzu, während die Aktivität bestehender Nutzer stagniert.

Damit fehlt ein wichtiger Treiber für nachhaltige Nachfrage. In Phasen steigender Kurse verläuft das Verhältnis meist umgekehrt. Die aktuelle Entwicklung deutet hingegen auf Zurückhaltung hin. Auch diese Metrik passt damit ins Gesamtbild eines geschwächten Marktumfelds. Zusammen mit anderen Signalen untermauert das New Address Momentum die aktuell eher pessimistische Stimmung rund um Bitcoin.
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