Bitcoin Prognose: Keine Panik! Top-Experten zur Quantencomputer-Gefahr
Bitcoin zeigt aktuell weiterhin keine echte Stärke. Auf Wochensicht hat die Kryptowährung rund sechs Prozent verloren, womit die Performance seit Jahresbeginn wieder unverändert tendiert. Der Januar 2026 ist bislang von einer zähen Seitwärtsbewegung geprägt, in den vergangenen 90 Tagen hat Bitcoin sogar rund ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Besonders auffällig ist die massive Underperformance gegenüber Gold. Eigentlich sollte Bitcoin vom aktuellen Umfeld aus Geldpolitik, Liquidität und makroökonomischer Unsicherheit profitieren. Stattdessen scheint zuletzt zunehmend das Quantencomputer-Risiko eingepreist zu werden.
Der Analyst Miles Deutscher bringt die aktuelle Zurückhaltung im Markt klar auf den Punkt. Seiner Einschätzung nach würde Bitcoin ohne das Quantencomputer-Risiko heute deutlich höher notieren, womöglich in Richtung 100.000 US-Dollar. Zwar sei die Gefahr nicht unmittelbar, doch allein das Restrisiko reiche aus, um vor allem institutionelle Investoren abzuschrecken. Genau diese großen Kapitalströme fehlen dem Markt aktuell.
Dennoch stellt sich natürlich die Frage, ob der Markt übertreibt oder das Risiko aktuell angemessen bewertet.
Die führenden Experten von a16z Crypto haben sich nun dezidiert zur Quantencomputer-Gefahr bei Bitcoin geäußert.
Quantencomputer-Gefahr: Experten mahnen zur Gelassenheit
Die führenden Krypto-Experten von a16z Crypto sorgen in einer umfangreichen Analyse für eine Einordnung der viel diskutierten Quantencomputer-Gefahr für Bitcoin und andere Blockchains. Ihr zentrales Fazit: Die Bedrohung ist real, aber sie wird zeitlich massiv überschätzt. Ein „kryptografisch relevanter“ Quantencomputer, der tatsächlich in der Lage wäre, die heute genutzten Verschlüsselungsverfahren zu brechen, ist nach aktuellem Stand der Technik noch viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte entfernt.
Zwar gibt es regelmäßig Schlagzeilen über Durchbrüche in der Quantenforschung, doch diese beziehen sich meist auf sehr spezielle, praxisferne Demonstrationen und nicht auf Maschinen, die Bitcoin oder die globale Internet-Sicherheit gefährden könnten.
Die Experten erklären zudem einen wichtigen Unterschied: Für klassische Verschlüsselung, etwa bei sensibler Kommunikation, gibt es tatsächlich das Risiko „Harvest now, decrypt later“ – also Daten heute abzufangen und später zu entschlüsseln. Deshalb stellen große Tech-Konzerne wie Google, Apple oder Signal ihre Systeme bereits schrittweise auf sogenannte hybride, post-quanten-sichere Verfahren um. Für Bitcoin und andere öffentliche Blockchains gilt diese Dringlichkeit jedoch nicht in gleicher Weise, da sie hauptsächlich digitale Signaturen und keine vertrauliche Verschlüsselung nutzen. Alte Transaktionen können nicht „nachträglich entschlüsselt“ werden, sondern das Risiko besteht erst in der Zukunft in Form möglicher Signatur-Fälschungen.
Gerade bei Bitcoin liegt die eigentliche Herausforderung weniger in der Technik, sondern in der Organisation: Das Netzwerk ändert sich langsam, Millionen potenziell verlassener Coins könnten in Zukunft nicht mehr migriert werden. Deshalb, so a16z, müsse man jetzt mit der Planung beginnen – nicht aus Panik, sondern weil Koordination, Governance und technische Umstellungen Jahre dauern.
Das sollte bei Bitcoin passieren
Im zweiten Teil ihrer Analyse formulieren die Experten deshalb sogar sieben konkrete Empfehlungen.
Erstens: Wo langfristige Vertraulichkeit wichtig ist, sollten bereits heute hybride Verschlüsselungsverfahren eingesetzt werden.
Zweitens: In Bereichen, in denen die Größe keine Rolle spielt, etwa bei Software-Updates, sollten konservative, hash-basierte Signaturen genutzt werden.
Drittens: Blockchains sollten nicht überstürzt auf neue Signaturen umstellen, aber sofort mit der Planung beginnen – insbesondere Bitcoin.
Viertens: Privacy-Coins, die echte Vertraulichkeit bieten, sollten schneller handeln, da sie tatsächlich von „Harvest now, decrypt later“-Angriffen betroffen sein können.
Fünftens: Kurzfristig ist saubere Implementierungssicherheit viel wichtiger als die Quantenbedrohung selbst, denn Bugs und Side-Channel-Angriffe sind heute das größere Risiko.
Sechstens: Die Weiterentwicklung von Quantencomputern sollte weiter gefördert werden, auch aus geopolitischen Gründen.
Siebtens: Man sollte neue Quanten-Ankündigungen nüchtern einordnen – sie zeigen eher, wie viele Schritte noch fehlen, als dass die Gefahr unmittelbar wäre.
Unterm Strich senden die a16z-Experten eine klare Botschaft: Die Quantenbedrohung ist kein Mythos, aber auch kein Grund zur Panik. Für Bitcoin ist sie vor allem eine langfristige, organisatorische Herausforderung. Nicht zwingend der nächste Black-Swan.
„Ich behaupte nicht, dass ein kryptografisch relevanter Quantencomputer in fünf Jahren buchstäblich unmöglich ist, sondern nur höchst unwahrscheinlich. Die oben genannten Empfehlungen sind robust gegenüber dieser Unsicherheit, und ihre Befolgung vermeidet die unmittelbareren, wahrscheinlicheren Risiken: Implementierungsfehler, überstürzte Bereitstellungen und die üblichen Probleme, die bei kryptografischen Übergängen auftreten können.“
Bitcoin bereitet sich (bereits) auf Quanten-Zukunft vor
Obgleich der öffentliche Diskurs kaum über Fortschritte berichtet, ist die Bitcoin-Entwicklercommunity nicht untätig.
Der Analyst Willy Woo zeigt in seiner Auswertung, dass das Bitcoin-Ökosystem die Quantencomputer-Risiken inzwischen deutlich ernster nimmt und konkrete Schritte eingeleitet hat. Laut ihm begann die aktive Arbeit an Lösungen bereits im Januar 2025 und gewann zur Jahresmitte spürbar an Dynamik. Ein sichtbares Zeichen dafür war auch der erste „Quantum Bitcoin Summit“ im Juli 2025 in San Francisco.
Während das Thema zuvor jahrelang kaum eine Rolle spielte, explodierte die Zahl der Entwickler-Diskussionen 2025 förmlich. Im Fokus stehen vor allem die langfristigen Risiken für heutige Signaturverfahren wie ECDSA und Schnorr sowie verschiedene Vorschläge für quantenresistente Alternativen und Übergangslösungen. Wichtig ist dabei: Die Community agiert nicht panisch, sondern pragmatisch. Der Konsens lautet, eine freiwillige, schrittweise Migration vorzubereiten und die Reife der neuen Standards abzuwarten.
Auch Coinbase unterstreicht inzwischen, wie ernst das Thema Quantencomputing für die Zukunft von Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt genommen wird. Die größte US-Kryptobörse hat die Gründung eines eigenen Quantum-Computing-Advisory-Boards angekündigt, das sich gezielt mit den möglichen Risiken und dem technologischen Fortschritt in diesem Bereich beschäftigen soll. Dieses Gremium will regelmäßig Einschätzungen veröffentlichen, Handlungsempfehlungen für Nutzer, Entwickler und institutionelle Investoren geben und bei wichtigen Durchbrüchen in der Quantenforschung schnell reagieren.
Für Coinbase ist das mehr als nur Vorsorge: Das Unternehmen hält selbst erhebliche Bitcoin-Bestände und ist geschäftlich stark vom Vertrauen in die Sicherheit der wertvollsten Kryptowährung der Welt abhängig. Entsprechend groß ist das Interesse, frühzeitig Strukturen zu schaffen, um Bitcoin langfristig zu schützen.
- Ripple baut sein Ökosystem aus, was bedeutet das für den Kurs von XRP?
- [LIVE] Krypto Prognose: Neue Abwärtswelle? Bitcoin-ETF-Anleger erstmals im Minus – Die wichtigsten News zu BTC, ETH, XRP & Co. im Ticker
- XRP-Preisprognose: Wall-Street-Unternehmen veröffentlicht XRP-Prognose für 2026 – Wie hoch kann der Kurs steigen?
- [LIVE] Krypto Crash: Kommt am Wochenende der große Knall? Aktuelle Prognosen zu Bitcoin, Ethereum, Ripple und die wichtigsten News im Live-Ticker
- Breaking News: Jetzt CRASHT Bitcoin! Das steckt dahinter
- Ripple baut sein Ökosystem aus, was bedeutet das für den Kurs von XRP?
- [LIVE] Krypto Prognose: Neue Abwärtswelle? Bitcoin-ETF-Anleger erstmals im Minus – Die wichtigsten News zu BTC, ETH, XRP & Co. im Ticker
- XRP-Preisprognose: Wall-Street-Unternehmen veröffentlicht XRP-Prognose für 2026 – Wie hoch kann der Kurs steigen?
- [LIVE] Krypto Crash: Kommt am Wochenende der große Knall? Aktuelle Prognosen zu Bitcoin, Ethereum, Ripple und die wichtigsten News im Live-Ticker
- Breaking News: Jetzt CRASHT Bitcoin! Das steckt dahinter