China steigt zur Nummer 3 der Bitcoin Miner auf, trotz Verbot

Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass China ein Verbot von Krypto-Mining ausgesprochen hat. Doch der Wind hat sich gedreht, das Land feiert mittlerweile ein spektakuläres Comeback auf dem Gebiet des Schürfens nach dem digitalen Gold.
14% aller Coins werden im Land geschürft
Der billige Strom und die Rekordjagd von Bitcoin 2025 haben dazu geführt, dass China wieder die Nummer 3 am Markt geworden ist. Das berichtet das Analyse-Unternehmen CryptoQuant. 14% aller Coins werden wieder in China geschürft.
Überschüssige Rechnerkapazitäten in Kombination mit günstigem Strom sind die idealen Voraussetzungen für das Schürfen von Bitcoin. Entsprechend dieser Voraussetzungen sind die Miner trotz weiterhin gültigen Verbots nach China zurückgekehrt.
Zu viel Energie und Rechner
Dies gilt vorwiegend für die chinesische Provinz Xinjiang. Dort gäbe es Energie im Überfluss, zudem möchten die Lokalregierungen ihre großen örtlichen Rechenzentren auslasten. Schon im Jahr 2021 zählte China zu den großen Minern der Welt, doch das änderte sich mit einem Verbot der Regierung in Peking.

Sie verbot sowohl den Handel als auch das Schürfen. Die jetzt erfolgte Abkehr ist für westliches Verständnis seltsam, erklärt sich jedoch mit den starken wirtschaftlichen Anreizen, die Bitcoin im Laufe dieses Jahres für Miner bot. Dann agierte die Politik in China flexibel, erklären Experten.
Chinesische Kunden treiben den Umsatz mit Mining-Servern
Dort, wo China vor vier Jahren noch eine Gefahr für das Finanzsystem und den Klimawandel sah und eine Kapitalflucht aus dem Land verhindern wollte, sieht man heute offenbar Chancen. Das veränderte den Blick auf Bitcoin und andere Kryptowährungen.

Seit dem Verbot vervierfachte sich der Kurs, Bitcoin kaufen war wieder angesagt. Das war Grund genug, die rechtlichen Zügel etwas schleifen zu lassen. Der Boom zeigt sich auch am Verkauf von Mining-Servern nach China. Diese sind laut Angaben des zweitgrößten Herstellers von Mining-Rechnern deutlich gestiegen. Rund 30% macht das Unternehmen Canaan mit Kunden aus China.