XRP Kurs Prognose: Dramatische Situation

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Der Kryptomarkt scheint sich langsam zu erholen. Zum zweiten Mal ist der Bitcoin-Kurs innerhalb der letzten 24 Stunden auf über 92.000 Dollar gestiegen und auch bei vielen Altcoins zeigen sich höhere Kurse. Während einige Investoren aufatmen können, scheint die Lage bei XRP immer schwieriger zu werden und das gleich auf mehreren Ebenen. Im direkten Vergleich schneidet der Ripple-Coin inzwischen alles andere als gut ab. Anleger stehen vor der Frage, ob es sich noch lohnt, XRP zu kaufen, oder ob andere Coins jetzt mehr Potenzial haben.

XRP verliert in jeder Zeiteinheit

Bitcoin gibt als digitale Leitwährung die Richtung am Kryptomarkt vor. Steigt der Bitcoin-Kurs, steigen in der Regel auch die meisten Altcoins. Viele von ihnen performen dann auch deutlich stärker als Bitcoin. Bei XRP ist das zuletzt allerdings nicht mehr zu beobachten. Während einzelne Tage nur eine Momentaufnahme liefern, bringt ein Blick auf verschiedene Zeiteinheiten schon ein klareres Bild.

Dabei zeigt sich, dass XRP in den letzten 24 Stunden schlechter als Bitcoin gelaufen ist. Dieses Bild bestätigt sich auch, wenn man die letzte Woche als Betrachtungszeitraum heranzieht und auch am Monatssicht bekommt man kein anderes Ergebnis. Am deutlichsten wird die Entwicklung jedoch, wenn man das ganze letzte Jahr betrachtet.

Vergleich BTC/XRP

(Kursentwicklung von XRP im Vergleich zu Bitcoin im letzten Jahr – Quelle: Coinmarketcap)

Während der Bitcoin-Kurs auf Jahressicht um rund 2,5 % gefallen ist, hat XRP fast 20 % verloren. Dadurch wird schnell deutlich, dass der Ripple-Coin an Dynamik verloren hat. Wie es aussieht, können auch regelmäßige gute Nachrichten rund um Ripple nichts daran ändern. Während CEO Brad Garlinghouse von einem erfolgreichen Jahr 2025 gesprochen hat, haben Anleger davon nichts mitbekommen.

Schwierige Chart-Situation

Ein Blick auf den XRP-Chart macht deutlich, dass die Lage derzeit schwierig ist. Zwar hat es in den letzten Wochen bereits einen steilen Anstieg gegeben, bei dem der EMA50 überschritten und der EMA200 angetestet wurde, allerdings ist ein nachhaltiger Ausbruch über die wichtige 200-Tages-Linie nicht gelungen. Inzwischen ist der Kurs sogar wieder unter den EMA50 gefallen, der bei 2,07 Dollar liegt.

XRP Chart

($XRP Chart – Quelle: Tradingview)

Ein Blick auf die letzten Tage zeigt, dass sich inzwischen schon der EMA50 als harter Widerstand erweist. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 50-Tages-Linie scheint ebenfalls nicht mehr zu gelingen. Und das in einer Zeit, in der Bitcoin die 90.000 Dollar Marke immer wieder hinter sich lässt und langsam in Schwung kommt. Auch der Relative Stärke Index (RSI) bewegt sich aktuell bei einem Score von 51 Punkten und damit in einem neutralen Bereich, der weder für einen weiteren Anstieg noch einen Crash sprechen würde.

ETF-Zuflüsse als einziger Hoffnungsschimmer

Es sieht nicht gut aus für XRP, das ist nicht von der Hand zu weisen. Altcoins sollten eigentlich höhere Renditen als Bitcoin abwerfen, damit sie das höhere Risiko rechtfertigen, das man mit ihnen eingeht. Davon ist bei XRP aber schon seit über einem Jahr nichts mehr zu spüren. Der Markt wird immer unsicherer und diejenigen, die sich noch auf Kryptowährungen einlassen, wählen in erster Linie Bitcoin als verhältnismäßig sicheren Hafen.

Lediglich ein Blick auf die Kapitalzuflüsse bei den Spot XRP ETFs macht Hoffnung. Hier gibt es nach wie vor erst einen einzigen Tag, an dem seit der Markteinführung mehr Kapital abgezogen als eingezahlt wurde. Allein gestern sind wieder über 15 Millionen Dollar in die börsengehandelten Fonds geflossen.

XRP Kapital

(Kapitalzuflüsse bei den Spot XRP ETFs – Quelle: Coinglass)

In Bezug auf die Kapitalzuflüsse bei den ETFs zeigt XRP den anderen Kryptowährungen gegenüber eine relative Stärke. Während bei Bitcoin und Ethereum immer wieder hohe Summen abgezogen wurden, bleiben die Kapitalzuflüsse bei XRP konstant und auch oft höher als bei den Solana ETFs.

Wenn diese Nachfrage anhält, werden die verfügbaren XRP an den Börsen immer knapper. Schon nach kurzer Zeit sind über eine Milliarde Dollar durch ETFs in XRP geflossen. Ein Trend, der sich in den nächsten Wochen und Monaten verstärken könnte, wenn sich der Bitcoin-Kurs erholt. Bei einem Bitcoin-Kurs oberhalb der 100.000 Dollar Marke könnte es immer wieder Tage geben, an denen 100 Millionen Dollar und mehr in die XRP ETFs fließen. Das würde ausreichen, um den Kurs schnell in die Höhe zu treiben.

Um das Chartbild auch für technische Analysten wieder aufzuhellen und einen Kauf zu rechtfertigen, wäre es aber dringend nötig, dass XRP einen Schlusskurs oberhalb der 200-Tages-Linie bildet, die aktuell bei 2,31 Dollar liegt. Gelingt das, scheint ein schneller Anstieg in Richtung 3 Dollar durchaus wieder möglich zu sein.

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