Scharfe Kritik an Aster und World Liberty Financial: Krypto-Analyst rechnet ab
Der Kryptomarkt erholt sich vom schwachen letzten Quartal des Vorjahres und die Kurse steigen wieder. Das führt dazu, dass Anlegern auch wieder Prognosen verkauft werden, die astronomische Gewinne versprechen, an denen selten etwas dran ist. Ein Krypto-Analyst rechnet in einem Statement ab, das sich deutlich gegen die zunehmende Vermarktung stark zentralisierter Token-Projekte richtet. Im Fokus der Kritik stehen vor allem Coins wie $ASTER und $WLFI, die laut dem Verfasser sinnbildlich für eine Entwicklung stehen, die dem ursprünglichen Geist von Kryptowährungen widerspricht.
Der zentrale Vorwurf lautet, dass viele dieser Projekte nicht aufgrund von realem Nutzen, dezentraler Struktur oder nachhaltigem Geschäftsmodell beworben werden, sondern allein über aggressive Narrative, prominente Persönlichkeiten und die Illusion garantierter Gewinne. Besonders problematisch sei dabei, dass diese Versprechen gezielt an unerfahrene Anleger gerichtet würden, ohne die tatsächlichen Risiken offenzulegen.
Liquidität statt Fundamentaldaten
Ein Kerngedanke der Kritik betrifft das Thema Liquidität. Märkte würden nicht durch Hoffnung oder Storytelling bestimmt, sondern durch Kapitalströme. Wer die Liquidität kontrolliert, kontrolliere auch den Preis, das Timing und letztlich auch die Exit-Möglichkeiten. Privatanleger hätten auf diese Faktoren kaum Einfluss und reagieren meist erst dann, wenn Insider bereits positioniert sind.
Listings an großen Börsen würden in diesem Zusammenhang häufig missverstanden. Sie seien kein Qualitätssiegel, sondern in erster Linie Liquiditätsereignisse, die es großen Marktteilnehmern ermöglichen, Positionen abzubauen. Auch Instrumente wie Delistings, Hebelparameter oder Liquidationsmechanismen seien keine neutralen Marktfeatures, sondern wirkungsvolle Werkzeuge, die gezielt eingesetzt werden könnten.
Marktkapitalisierung als trügerische Kennzahl
Besonders scharf wird die Bedeutung der Marktkapitalisierung hinterfragt. Diese sei lediglich das Produkt aus letztem Handelspreis und umlaufender Tokenmenge und sage wenig über den tatsächlichen Wert eines Projekts aus. Bei geringer Liquidität könne eine hohe Bewertung schnell erzeugt und ebenso schnell wieder zerstört werden.
Eine Marktkapitalisierung im Milliardenbereich ohne organische Nachfrage, transparente Einnahmen oder dezentrale Kontrolle sei daher kein Fundament, sondern ein instabiles Konstrukt. Gerade bei $ASTER und $WLFI wird kritisiert, dass große Teile des Angebots von wenigen Marktteilnehmern kontrolliert würden, was das Machtgefälle zwischen Insidern und Privatanlegern weiter verschärfe.
Problematisch ist das vor allem, weil hinter beiden Coins Größen der Branchen stehen. Eric Trump, der Sohn des US-Präsidenten, wird mit World Liberty Financial in Verbindung gebracht, während man Binance-Gründer CZ mit Aster in Verbindung bringt. Für viele wirkt das wie eine Garantie auf steigende Kurse und auch das Marketing baut oft nur darauf auf. Die Realität sieht aber ganz anders aus.
Narrative statt Analyse
Ein weiterer Kritikpunkt richtet sich gegen Kursprognosen, die mit scheinbarer Gewissheit extrem hohe Bewertungen in Aussicht stellen. Solche Aussagen seien weniger Analyse als vielmehr Marketing im Eigeninteresse. Märkte folgten keiner Bestimmung, sondern seien das Ergebnis von Positionierung, Angebot und Nachfrage, sowie klar definierten Ausstiegen.
Laut dem Analysten, der auf X über 26.000 Follower hat, profitieren die großen Marktteilnehmer nicht davon, dass Kurse für alle steigen, sondern davon, dass ausreichend Handelsvolumen und Überzeugung vorhanden sind. Anleger, die bereit sind, strukturelle Probleme zu ignorieren, würden so selbst zum Produkt eines Systems, das langfristig nur wenigen nützt.
Lehren aus der Krypto-Geschichte
Die Warnung des Analysten ist deutlich. Immer dann, wenn Momentum, Autorität und kurzfristige Gewinne wichtiger werden als Struktur, Anreize und Transparenz, endet der Zyklus schmerzhaft. Die Geschichte des Kryptomarktes sei voll von ähnlichen Mustern und gnadenlos gegenüber jenen, die glauben, Machtstrukturen würden ihnen dauerhaft Rendite schulden.
Abschließend wird betont, dass jeder frei über sein Kapital entscheiden könne. Doch das unkritische Folgen der lautesten Narrative habe in der Vergangenheit mehr Schaden angerichtet als Nutzen gebracht. Zentralisierte Token-Hypes mögen kurzfristig attraktiv erscheinen, langfristig seien sie jedoch anfällig für genau jene Zusammenbrüche, die den Markt immer wieder von innen heraus destabilisieren.
Das deckt sich auch mit Aussagen von Ethereum-Gründer Vitalik Buterin, der immer wieder darauf hinweist, dass Ethereum eben nicht dem nächsten kurzfristigen Trend hinterherlaufen soll. Buterin möchte tatsächlich eine Gegenbewegung zu zentralisierten Märkten, die von Insidern oder einigen wenigen Marktgrößen geleitet werden, schaffen. Dabei ist ihm die Kursentwicklung von $ETH nicht besonders wichtig.
Genau das ist das Problem, dem viele Privatanleger aufsitzen. Die Chance auf schnelle Gewinne wird über eine fundierte Analyse und echte Zukunftsaussichten gestellt. Ein langsamer, aber beständiger Kursanstieg scheint vielen zu langweilig, obwohl die Jagd nach dem schnellen Geld meist in hohen Verlusten endet.
- [LIVE] Ethereum Prognose: 1.107 % Kurspotenzial? Großbanken und Analysten rücken ETH in den Fokus – Krypto News im Ticker
- Dogecoin Kurs Prognose: Die Nummer 1!
- Chinas Alibaba AI prognostiziert den Preis von XRP, Shiba Inu und Bitcoin bis Ende 2026
- Der neue ChatGPT prognostiziert den Preis von XRP, Ethereum und Solana bis Ende 2026
- Bitcoin meldet sich mit Mega-Comeback zurück: Das sind die Gründe
- [LIVE] Ethereum Prognose: 1.107 % Kurspotenzial? Großbanken und Analysten rücken ETH in den Fokus – Krypto News im Ticker
- Dogecoin Kurs Prognose: Die Nummer 1!
- Chinas Alibaba AI prognostiziert den Preis von XRP, Shiba Inu und Bitcoin bis Ende 2026
- Der neue ChatGPT prognostiziert den Preis von XRP, Ethereum und Solana bis Ende 2026
- Bitcoin meldet sich mit Mega-Comeback zurück: Das sind die Gründe