Strategische Bitcoin Reserve: Tschechische Nationalbank kauft BTC

Die Idee von Donald Trump, erstmals in seinem Wahlkampf vorgestellt, elektrisierte die Krypto-Community sofort. Der damalige Präsidentschaftskandidat schlug vor, eine strategische Bitcoin Reserve zu errichten, ähnlich wie es sie schon für Treibstoff, Lebensmittel oder Medikamente gibt.
Trump setzte seine eigene Idee rasch um
Was zunächst als Wahlkampfgag Trumps abgetan wurde, entpuppte sich nach seiner Wahl rasch als ernst gemeinter Vorschlag. Der neu gewählte US-Präsident ging daran, seine Idee in die Tat umzusetzen.
Doch zur Enttäuschung der Kryptofans entschloss sich Trump zunächst, die bereits in staatlichem Besitz befindlichen BTC in diese Reserve einzubringen. Zusätzliche Ankäufe blieben ebenso aus, wie der Beschluss entsprechender Gesetzesvorschläge. Zuletzt füllten die USA ihre strategische Bitcoin Reserve allerdings wieder mit einer großen Menge beschlagnahmter BTC auf.
Testportfolio mit $1 Million
Zu den ersten Anhängern der Trump-Idee zählte die tschechische Nationalbank. Sie kündigte bald an, die Schaffung einer strategischen Bitcoin Reserve prüfen zu wollen. Jetzt folgte mit einigen Monaten Verspätung der große Paukenschlag und das erste Bitcoin kaufen.

Wie die tschechische Nationalbank gestern bekanntgab, hat sie als erste Nationalbank weltweit aktive Bitcoin gekauft und in ihre Bilanz aufgenommen. Das Testportfolio beinhaltet digitales Vermögen im Wert von $1 Million und umfasst BTC, einen Stablecoin und tokenisierte Vermögenswerte.
Die EZB ist nicht erfreut
Ziel ist es, Erfahrungen mit digitalen Vermögenswerten zu sammeln, um deren Rolle im Finanzsystem besser beurteilen zu können. Dieser Testlauf ist nur deshalb möglich, weil Tschechien nicht Teil des Eurosystems ist und seine eigene Währung hat.
Die Europäische Zentralbank stand diesem Vorhaben schon von Beginn an kritisch gegenüber und kritisierte den positiven Zugang zur Trump-Idee als verantwortungslos.
Doch die tschechische Nationalbank hat im Zuge des Projekts ihren Fokus auch auf die Zukunft des Zahlungsverkehrs und die Tokenisierung von Vermögenswerten ausgeweitet. Die Öffentlichkeit soll über die Fortschritte bei der Beurteilung laufend informiert werden, endgültige Ergebnisse erwarten die Notenbanker aber erst in zwei bis drei Jahren.