Keine Manipulation: Bloomberg-Analyst klärt auf, was bei Bitcoin wirklich los ist

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Der Kryptomarkt zeigt sich nach wie vor von seiner langweiligen Seite. Zwar hat es zum Wochenstart wieder einen Bitcoin-Kursanstieg auf 90.000 Dollar gegeben, dieser wurde aber schnell wieder abverkauft. Ein Bild, das es in den letzten Wochen und Monaten immer wieder zu sehen gegeben hat. Inzwischen werden immer mehr Stimmen laut, dass der Markt manipuliert wird, da die Kursbewegungen für viele Analysten verdächtig wirken. Ein Experte von Bloomberg klärt nun auf, was tatsächlich dahinter steckt.

Manipulation vermutet

Wer in den sozialen Medien unterwegs ist, muss nicht lange suchen, um zahlreiche Posts über die Manipulation des Kryptomarktes zu finden. Nicht nur Anleger, auch viele Analysten sprechen immer wieder offen darüber, dass sie davon ausgehen, dass “die Wale die Kurse manipulieren.” Auch den zentralisierten Kryptobörsen und Market Makern wird immer wieder vorgeworfen, dass sie die Kurse bewusst in eine Richtung lenken.

Immer wieder hat sich in den letzten Wochen gezeigt, dass jeder Anstieg, der sich bei Bitcoin im Laufe eines Tages ergeben hat, am Nachmittag wieder abverkauft wurde. Immer genau dann, wenn die amerikanischen Börsen öffnen. Dabei kamen oft Kursbewegungen von mehreren tausend Dollar innerhalb weniger Minuten zustande. Verluste von 3 % und mehr waren beim Öffnen der Börsen keine Seltenheit. Berichte, dass Market Maker dafür verantwortlich sind, gibt es viele. Der Bloomberg-Analyst Eric Balchunas sieht das allerdings ganz anders.

Nichts Neues

Eric Balchunas ist bei Bloomberg auf ETFs spezialisiert. In der Kryptoszene hat er sich vor allem durch seine Einschätzungen bezüglich der Krypto-ETFs einen Namen gemacht. Als er vor anderthalb Jahren auf X gepostet hat, dass er davon ausgeht, dass die Ethereum-ETFs zugelassen werden, ist der $ETH-Kurs daraufhin um 20 % gestiegen. Sein Wort hat also Gewicht und seine Einschätzungen zu den ETFs waren bisher auch immer sehr treffend. Für ihn ist die Kursentwicklung, die Bitcoin in den letzten Wochen immer wieder zeigt, nichts Neues.

Balchunas weist in einem aktuellen Tweet darauf hin, dass es sich dabei um Kursbewegungen handelt, wie man sie bei ETFs sehr häufig sieht. Aktuell sind die Verkäufe seiner Einschätzung nach auf Verkäufe zurückzuführen, die der Steueroptimierung dienen. Jeder Kursanstieg wird vor dem Jahreswechsel genutzt, um Verluste bei Bitcoin zu realisieren, da diese Verluste mit den Gewinnen aus anderen Assets gegengerechnet werden können.

Seiner Meinung nach handelt es sich also weder um Marktmanipulation, noch um eine bedenkliche Entwicklung. Er betont, dass diese Verkäufe das Sentiment unter Anlegern nicht widerspiegeln würden und bleibt daher bullish für Bitcoin. Die Verkäufe zur Steueroptimierung würden bedeuten, dass die Positionen schon Ende der Woche wieder aufgebaut werden könnten, sobald das neue Jahr begonnen hat. Damit stehen die Chancen gut, dass der Bitcoin-Kurs im neuen Jahr ordentlich zulegt.

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