Dramatische Szenen bei XRP: Sofort alles verkaufen?
Für den Kryptomarkt hätte es ein starker Start in das Jahr 2026 werden können. In den ersten Tagen des Jahres war das auch der Fall. Seit Trump neue Handelszölle auf Importe einiger EU-Länder verhängt hat, ist davon aber nichts mehr übrig. Einer der Coins, der eine extrem starke Rallye in das neue Jahr gestartet hat, war XRP. Innerhalb kürzester Zeit ist der Ripple Coin um über 20 % gestiegen. Davon ist heute allerdings fast nichts mehr übrig. Nun häufen sich auch die alarmierenden Signale, sodass Anleger vor der Frage stehen, ob sie jetzt sofort alles verkaufen sollen, oder ob der Einstieg gerade günstig ist.
Investoren ziehen erhebliche Summen ab
Der starke Aufschwung von Bitcoin in den vergangenen zwei Jahren war vor allem auf die Zulassung der Spot-Bitcoin-ETFs zurückzuführen. Seit deren Start sind Milliardenbeträge institutionellen Kapitals in diese Produkte geflossen und haben den Markt nachhaltig verändert. Große Vermögensverwalter, Pensionskassen und Fonds nutzen diese Fonds, um reguliert und in großem Stil in Bitcoin zu investieren.
Bei Ethereum fiel die Nachfrage nach den entsprechenden ETFs bereits spürbar niedriger aus. Inzwischen hat sich das Angebot weiter ausgeweitet. Auch für immer mehr Altcoins stehen mittlerweile börsengehandelte Fonds zur Verfügung. Seit Kurzem gehört auch XRP dazu. Nach der Einführung zeigten die Daten zunächst ein klares Bild. Fast täglich verzeichneten die XRP-ETFs Zuflüsse in Millionenhöhe. Dieses Muster scheint nun erstmals ernsthaft zu kippen.
Während es seit dem Start der Fonds bis gestern nur einen einzigen Tag mit nennenswerten Nettoabflüssen gab, ändert sich das Bild nun deutlich. Gestern überwogen erneut die Abhebungen und zwar in ungewöhnlichem Ausmaß. Über 52 Millionen Dollar wurden innerhalb eines Tages aus den Spot-XRP-ETFs abgezogen.
Einzelne Abflusstage sind nach längeren Phasen stetiger Zuflüsse nicht ungewöhnlich. Auffällig ist jedoch das Tempo. Die Beträge, die an den wenigen negativen Tagen abgezogen wurden, hatten zuvor teils mehr als eine Woche gebraucht, um in die Fonds zu fließen. Das zeigt, wie schnell sich das Investorenverhalten drehen kann, wenn sich die Stimmung am Markt eintrübt. Auch ETFs bieten in diesem Umfeld keinen automatischen Schutz vor Kapitalflucht.
Diese Entwicklung passt zur aktuellen Kurslage von XRP. Trotz extrem optimistischer Prognosen im Umfeld der ETF-Zulassungen hat der Ripple-Coin zuletzt deutlich an Boden verloren. Das ist ein Hinweis darauf, dass die institutionelle Nachfrage allein kurzfristige Schwächephasen nicht kompensieren kann.
Charttechnisch unter Druck
Auch aus technischer Sicht hat sich das Bild für XRP spürbar verschlechtert. Noch vor kurzer Zeit notierte der Kurs im Bereich von 2,40 Dollar. Seitdem setzte eine kräftige Korrektur ein. Innerhalb von rund zwei Wochen verlor XRP mehr als 20 Prozent an Wert.
Dabei rutschte der Kurs nicht nur klar unter die psychologisch wichtige 2 Dollar Marke, sondern auch unter wichtige gleitende Durchschnitte. Der EMA50, der bei rund 2,05 Dollar verläuft, konnte den Abverkauf nicht aufhalten. Ein vorheriger Versuch, den langfristig besonders beachteten EMA200 zurückzuerobern, scheiterte ebenfalls deutlich. Das spricht kurzfristig eher für ein angeschlagenes Marktumfeld.

($XRP Chart – Quelle: Tradingview)
Für eine erste Stabilisierung wäre zumindest eine Rückkehr über die 2 Dollar Schwelle notwendig. Ein wirklich konstruktives Chartbild würde aus Sicht vieler technischer Analysten jedoch erst dann entstehen, wenn sich der Kurs nachhaltig oberhalb des EMA200 im Bereich von rund 2,30 Dollar etablieren kann. Solange Bitcoin selbst nicht wieder deutlich in Richtung 100.000 Dollar tendiert, erscheint dieses Szenario derzeit wenig wahrscheinlich.
Die aktuelle Kursdynamik legt zudem nahe, dass auch am heutigen Handelstag erneut Mittel aus den XRP-ETFs abgeflossen sein könnten. Bestätigt sich dieser Trend, dürfte es für XRP kurzfristig schwierig bleiben, neues Momentum zu entwickeln. Die nächste wichtige Unterstützungszone liegt im Bereich zwischen 1,75 und 1,85 Dollar. Fällt auch dieser Bereich, ist ein Rücksetzer bis auf 1,00 Dollar denkbar.
Die bearishen Signale dominieren also und dennoch ist es aus heutiger Sicht nicht hoffnungslos. Der starke Jahresauftakt hat dennoch gezeigt, dass Investoren erkennen, dass sich der Kryptomarkt aktuell eher von seiner unterbewerteten Seite zeigt. Die Unsicherheit um Trumps neue Maßnahmen legt sich langsam, sodass eine Erholung von Bitcoin auch schnell dazu führen könnte, dass sich der gesamte Markt erholt. Es lohnt sich allerdings, die aktuellen Entwicklungen genau im Auge zu behalten.
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