Die Bank of Japan setzt zum Stresstest für Krypto an

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Warum die Notenbank kaum eine Wahl hat
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Japan galt vor Jahrzehnten als die kommende Nummer 1 der Weltwirtschaft. Doch eine Kombination aus Immobilien- und Aktienblasen, Bankenkrisen und einer lockeren Geldpolitik ließ das Land verlorene Jahrzehnte erleben.

Das Land wagt einen Ausbruch

Nicht umsonst galt Japan als „abschreckendes Beispiel“, als die EZB damit begann, ihre Nullzinspolitik umzusetzen. Mittlerweile scheint Europa ein ähnliches wirtschaftliches Schicksal zu drohen. Doch Japan ist jetzt offenbar fest entschlossen, sich selbst aus der scheinbar ewig anhaltenden Krise zu befreien.

Die Bank of Japan wird morgen aller Voraussicht nach ihre Leitzinsen um 0,25% erhöhen. Damit geht sie den genau entgegengesetzten Weg aller anderen großen Notenbanken. Die Anhebung würde die Zinsen auf ein 3-Jahrzehnte-Hoch führen. Das könnte sich für Kryptowährungen zum Stresstest entwickeln.

Kommt das Ende der Yen-Carry-Trades?

Schließlich ist der Yen-Carry-Trade auch bei Krypto-Investoren sehr beliebt. Dabei borgt man sich billige Yen und tauscht diese in eine andere Währung um. Wenn diese dann in Kryptowährungen fließt, befeuert sie deren Kurse. Doch damit könnte bald Schluss sein.

Tokio in Japan

Japan nimmt die wirtschaftlichen Risiken bewusst in Kauf, um aus der Falle von Inflation und schwachem Yen zu entkommen. Die Teuerung liegt schon seit Jahren über den Zielwerten, die schwache Landeswährung ist dabei keine Hilfe.

Japan hat kaum Rohstoffe und ist auf Importe angewiesen. Deren immer höhere Preise müssen die Produzenten an die Konsumenten weitergeben, das befeuert die Inflation. Der schwache Yen beschleunigt dies nur noch weiter.

Nervosität an den Märkten

Die Märkte werden also ab Freitag die Entwicklung in Japan genau beobachten und analysieren, welche Auswirkungen der ungewöhnliche Schritt hat. Schon jetzt sind die geplanten Zinserhöhungen in den Kryptopreisen eingepreist, doch manche Experten rechnen trotzdem mit einem Crash.

Entsprechend vorsichtig zeigen sich daher die Anleger derzeit und verzichten auf das Bitcoin kaufen. Japan muss, um das Risiko zu begrenzen, vorsichtig vorgehen. Kommen weitere Zinserhöhungen zu schnell oder zu aggressiv, dann könnte dies auch die Kryptomärkte unter Druck bringen.

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