Delisting für Strategy inklusive Bitcoin Crash? Wahrscheinlichkeit steigt
Das neue Jahr hat zwar am Kalender bereits begonnen, an der Börse allerdings noch nicht. Der institutionelle Handel bleibt bisher noch aus, die meisten Börsen haben geschlossen und auch wenn Kryptobörsen rund um die Uhr aktiv sind, lässt das große Geld noch auf sich warten. Einer der Investoren, die in den letzten Jahren massiv dazu beigetragen haben, dass Geld in Bitcoin fließt, ist Michael Saylor. Mit seinem Unternehmen Strategy ist er zum größten Bitcoin-Wal nach Satoshi Nakamoto geworden. Nun bröckelt die Erfolgsgeschichte allerdings und die Wahrscheinlichkeit eines Crashs steigt.
Wetten gegen Saylor steigen
Michael Saylor hat sich vor über 5 Jahren dazu entschieden, mit seinem Unternehmen Strategy Bitcoin-Reserven aufzubauen. Inzwischen nutzt er jeden verfügbaren Dollar, um neue Bitcoin zu kaufen. So hat er sich inzwischen ein Portfolio mit über 672.000 Bitcoin im Wert von über 59 Milliarden Dollar aufgebaut. Besonders profitiert haben davon die Strategy-Aktionäre.
In den 5 Jahren der Bitcoin-Strategie ist der Aktienkurs zeitweise um über 3.000 % gestiegen. Nun mehren sich aber die Probleme und der Aktienkurs hat inzwischen über 66 % eingebüßt. Das liegt vor allem daran, dass das Unternehmen MSCI Inc., das zahlreiche wichtige Aktienindizes auf dem Markt hat, die Voraussetzungen ändern will, unter denen ein Unternehmen in die Indizes aufgenommen wird.
Genauer gesagt geht es um Unternehmen, deren Kerngeschäft aus dem Aufbau einer Krypto-Reserve besteht, wie es eben inzwischen bei Strategy, aber auch bei BitMine oder Sharplink Gaming der Fall ist. Diese Unternehmen könnten im Januar aus den MSCI Indizes ausgeschlossen oder in Zukunft gar nicht erst aufgenommen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Saylors Unternehmen Strategy davon ebenfalls betroffen sein wird, steigt. Zumindest auf Polymarket.
Inzwischen gehen 76 % der Nutzer der Prognoseplattform davon aus, dass Strategy ausgeschlossen wird. Die Folgen wären fatal, da das bedeuten würde, dass Strategy aus jedem Fonds rutschen würde, der einen der Indizes nachbildet. Das würde alleine schon für einen Verkauf in Milliardenhöhe sorgen, ohne dass sich ein Investor bewusst von der Aktie trennen will, nur durch die Ausbalancierung der Fonds.
Polymarket ist nicht einfach nur eine Plattform, auf der man an Umfragen teilnimmt, vielmehr handelt es sich dabei um eine Möglichkeit, mit seinen Prognosen Geld zu verdienen, wenn man richtig liegt. Nutzer stimmen also nicht nur wahllos gegen Saylor, weil sie ihn gern scheitern sehen würden, sondern sind offenbar wirklich davon überzeugt, dass es für Strategy keine Ausnahmen geben wird, weshalb sie bares Geld darauf setzen.
Das Ende für Bitcoin?
Als Wal mit über 672.000 Bitcoin im Wert von über 59 Milliarden Dollar hat Saylor natürlich erheblichen Einfluss auf den Markt. Solange er nicht verkauft, ist alles gut. Allerdings taucht im Netz immer wieder die Frage auf, ob der Crash des Aktienkurses oder der Crash von Bitcoin das Unternehmen zwingen könnte, Coins abzustoßen. Das würde zumindest kurzfristig erheblichen Druck auf den Markt ausüben.
Dabei wird immer wieder die Kursmarke von 75.000 Dollar genannt, da in diesem Bereich der durchschnittliche Kaufpreis der Bitcoin von Strategy liegt. Viele befürchten, dass Saylor verkaufen muss, wenn Bitcoin unter diese Marke fällt. Dabei dürften die meisten nicht ganz verstanden haben, wie Saylor den Kauf seiner Bitcoin finanziert hat.
Der Großteil der Coins wurde durch die Ausgabe von Wandelanleihen finanziert. Geldgeber hatten also die Chance, statt ihrem Geld die Aktien von Strategy zu einem gewissen Preis nach einer bestimmten Zeit zu bekommen. Da der Aktienkurs seit der Bitcoin-Strategie explodiert ist, haben sich die meisten aus der Anfangszeit längst dazu entschieden, die Aktie zu nehmen, die sie durch den Deal deutlich unter dem Marktpreis bekommen haben.
Das bedeutet, dass die Coins, die in den ersten Jahren gekauft wurden, längst schuldenfrei sind. Inzwischen ist der Aktienkurs zwar wieder eingebrochen, die Coins, die Saylor im letzten Jahr gekauft hat, waren aber größtenteils durch ein ATM-Programm finanziert. Strategy hat also zusätzliche Aktien ausgegeben und keine neuen Schulden aufgenommen.
Der Verschuldungsgrad des Unternehmens ist gemessen am Wert der Bitcoin also extrem gering. Wenn der Bitcoin-Kurs unter 75.000 Dollar fallen würde, würde Saylor deshalb auch nicht verkaufen müssen. Auch wenn die Strategy-Aktie aus den Indizes genommen wird, schadet das dem Unternehmen nicht in diesem Sinn, dass es Bitcoin verkaufen muss. Der Aktienkurs würde dagegen durchaus weiter unter Druck geraten, wenn es dazu kommt.
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