Bitcoin Prognose: Morgan Stanley ETF ein Gamechanger? 3 Gründe 

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Morgan Stanley drückt bei Kryptowährungen auf einmal aufs Tempo. Denn Morgan Stanley Investment Management (MSIM) hat bei der US-Börsenaufsicht SEC am 6. Januar 2026 initiale Unterlagen eingereicht, um spot-basierte Produkte auf den Markt zu bringen – also Vehikel, die die Coins direkt halten und ihre Preisentwicklung abbilden. Konkret geht es um einen Morgan Stanley Bitcoin Trust sowie einen Morgan Stanley Solana Trust.

Zusätzlich taucht inzwischen auch ein Morgan Stanley Ethereum Trust in den SEC-Dokumenten auf – damit würde das geplante Line-up neben Bitcoin auch Solana und Ethereum adressieren.

Der Schritt gilt als Signal, dass große TradFi-Häuser stärker auf regulierte Krypto-Zugänge setzen.

Doch warum könnte diese Entwicklung bei Morgan Stanley noch bullischer sein, als man auf den ersten Blick vermuten mag? Darauf verweist der hiesige Analyst Jeff Park:

Der Markt ist viel größer als gedacht

Der Antrag von Morgan Stanley ist vor allem ein Signal: Der adressierbare Bitcoin-Markt ist deutlich größer, als selbst viele Krypto-Profis bisher angenommen haben.

Normalerweise ist es im ETF-Geschäft fast aussichtslos, Jahre nach dem Marktführer noch ein ähnliches Produkt zu starten – vor allem, wenn dieser Marktführer (wie BlackRocks IBIT) bereits die Liquidität dominiert. Dass Morgan Stanley es trotzdem wagt, zeigt: In den eigenen Wealth-Management-Kanälen sieht man offenbar noch enorme, unerschlossene Nachfrage, vor allem bei neuen Kundengruppen. Selbst nachdem IBIT in Rekordzeit rund 80 Milliarden US-Dollar eingesammelt hat, scheint der Markt also noch längst nicht gesättigt.

Die Botschaft scheint damit klar: Wir stehen trotz aller Größe immer noch relativ am Anfang der institutionellen Bitcoin-Adoption, das Wachstumspotenzial ist größer als viele glauben.

Bitcoin ist auch ein soziales Statusprodukt

Der zweite Punkt geht über reines Finanzdenken hinaus: Bitcoin ist für Banken nicht nur ein Investmentprodukt, sondern auch ein Image-Statement. Interessant ist der Vergleich mit Gold: Obwohl Bitcoin oft als „digitales Gold“ bezeichnet wird, gibt es bei Gold kaum stark gebrandete ETFs einzelner Großbanken. Bei Bitcoin ist das anders. Ein eigener Bitcoin-ETF signalisiert: Wir sind modern, wir verstehen neue Technologien, wir sind relevant für die nächste Investorengeneration.

Besonders wichtig ist dabei eine anspruchsvolle Zielgruppe: ultrareiche, unabhängige Investoren, die schwer zu gewinnen sind. Selbst wenn der ETF kein Mega-Erfolg wird, bringt er strategischen Reputationsgewinn und stärkt das Krypto-Ökosystem.

Ein defensiver Schritt für die Plattform

Der dritte Punkt ist vielleicht der strategisch Wichtigste: Es geht um Kontrolle über den Kunden. Morgan Stanley erkennt, dass im Finanzgeschäft nicht unbedingt das beste Produkt gewinnt, sondern die beste Distribution. Wenn Berater und Kunden automatisch zu externen ETFs greifen, verliert die Bank nicht nur Gebühren, sondern auch einen Teil der Beziehung zum Kunden.

Mit einem eigenen Bitcoin-ETF verhindert Morgan Stanley genau das: Man will nicht zum reinen Vermittler fremder Produkte werden. Aus reiner AUM-Sicht wirkt der Schritt spät und vielleicht irrational, aus Sicht der Plattform-Ökonomie ist er aber zwingend. Der ETF ist also weniger Angriff als Verteidigung gegen Margenverlust.

ETF-Nachfrage schwächelt, Trendwende in 2026?

Zuletzt zeigt sich bei den US-Bitcoin-Spot-ETFs ein deutlich anderes Bild als in den starken Aufwärtsphasen des Marktes. Während in der Vergangenheit kräftige und kontinuierliche Zuflüsse ein zentraler Kurstreiber waren, schwankt die Nachfrage in den vergangenen Wochen spürbar. Auf Tage mit Zuflüssen folgen immer wieder Abflüsse, und in der Nettobetrachtung ist zuletzt meist mehr Kapital abgeflossen als neu investiert worden.

Genau das spiegelt die Metrik „BTC: US Spot ETF Net Flows“ von Glassnode wider. Sie macht deutlich: Der Markt leidet momentan weniger unter Verkaufsdruck, sondern vor allem unter mangelnder frischer Nachfrage. Für Anleger ist diese Kennzahl daher entscheidend. Erst wenn die Nettozuflüsse wieder klar und nachhaltig positiv werden, kann neues, glaubwürdiges Aufwärtsmomentum entstehen.

Bitcoin ETF

Der Jahresstart 2026 wirkt trotz zwischenzeitlicher Rückschläge insgesamt konstruktiv für Bitcoin. Laut Bitfinex haben die Bitcoin-Spot-ETFs seit Jahresbeginn bereits rund 925 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet. Zwar gab es am 6. Januar einen spürbaren Abfluss von 243 Millionen US-Dollar, doch dieser ändert bislang nichts am positiven Gesamtbild. Entscheidend ist: Unterm Strich fließt weiterhin frisches Kapital in den Markt. Das spricht dafür, dass institutionelle Investoren Bitcoin weiter strategisch aufbauen und Rücksetzer als langfristige Chancen nutzen.

Die Daten deuten somit auf anhaltendes strukturelles Interesse hin, auch wenn die Nachfrage kurzfristig schwankt. Dennoch könnten die ersten Wochen in 2026 eine nachhaltige Trendwende bringen.

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