Bitcoin-Boden bei 50.000 USD? Trader warnen vor Schein-Rallye
Obwohl Bitcoin zum Wochenabschluss leichte Gewinne verzeichnet, bleibt die Skepsis unter erfahrenen Marktbeobachtern groß. Analysten ziehen düstere Parallelen zum Bärenmarkt von 2022 und warnen davor, dass die finale Kapitulation der Anleger noch bevorstehen könnte.
Analysten sehen Parallelen zum Jahr 2022
Der unabhängige Analyst Filbfilb wies jüngst darauf hin, dass die aktuelle Preisstruktur stark an den Kollaps von 2022 erinnert. Ein Vergleich mit dem 50-Wochen-EMA bei rund 95.300 USD verdeutlicht den massiven Abstand zum aktuellen Kursniveau.
Trader wie BitBull gehen sogar noch weiter und vermuten den „echten Boden“ erst unterhalb der 50.000-Dollar-Marke. Dort würden die meisten Käufer der US-Spot-ETFs massiv ins Minus rutschen, was den finalen Verkaufsdruck auslösen könnte.
Die 200-Wochen-Cloud als letzte Hoffnung
Caleb Franzen von Cubic Analytics warnt vor der sogenannten „200-Wochen-Moving-Average-Cloud“. Im Mai 2022 sorgte ein ähnlicher Test dieser Zone für eine kurze Erholung, bevor der Markt endgültig nach unten durchreichte.
Aktuell zeigt Bitcoin ein fast identisches Muster mit einem langen Docht im Wochenchart. Sollte die Unterstützung im Bereich zwischen 58.000 USD und 68.000 USD nicht halten, droht laut Franzen ein schneller Absturz in tiefere Regionen.
Der durchschnittliche Einstiegspreis der US-Spot-ETFs liegt laut Checkonchain-Daten derzeit bei etwa 82.000 USD. Das bedeutet, dass ein Großteil der institutionellen Gelder bereits deutlich unter Wasser steht, was die Marktstabilität zusätzlich gefährdet.
Da die Mining-Kosten aktuell bei rund 87.000 USD liegen, geraten zudem die Schürfer unter massiven Rentabilitätsdruck. Historisch gesehen markierte eine Kapitulation der Miner oft den Beginn der letzten Phase eines Bärenmarktes.