Hyperliquid startet neues Feature im Testnet
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Hyperliquid zählt zu den erfolgreichsten Krypto-Plattformen der vergangenen Jahre. Das Projekt betreibt eine besonders schnelle Layer-1-Blockchain, auf der Nutzer Kryptowährungen, Perpetual Futures und weitere Finanzprodukte vollständig onchain handeln können. Dabei kombiniert Hyperliquid die Benutzerfreundlichkeit zentralisierter Börsen mit einer transparenten, nicht verwahrenden Infrastruktur.
Auch der native Token HYPE entwickelte sich 2026 außergewöhnlich stark: Trotz der jüngsten Korrektur liegt die Rendite im laufenden Jahr weiterhin deutlich oberhalb von 100 Prozent. Unter den aktuell zehn größten Kryptowährungen ist HYPE damit der stärkste Coin des Jahres. Nun möchte Hyperliquid seinen erfolgreichen Produktansatz auf einen weiteren Wachstumsmarkt übertragen.
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Hyperliquid öffnet HIP-4: Was bedeutet das konkret?
Hyperliquid hat die erste Version sogenannter permissionless HIP-4 Deployments auf dem Testnet freigeschaltet. Vereinfacht ausgedrückt können Entwickler damit künftig eigene Prognose- und Ergebnismärkte auf Hyperliquid erstellen. Bislang wurden entsprechende Märkte weitgehend durch das Protokoll beziehungsweise die Validatoren ausgewählt. Nun beginnt die Öffnung der Infrastruktur für externe Anbieter.
HIP-4 steht für „Hyperliquid Improvement Proposal 4“ und bildet den technischen Standard für sogenannte Outcome Markets. Dabei handelt es sich um vollständig besicherte Verträge, deren Wert innerhalb einer vorher festgelegten Spanne abgerechnet wird. Das einfachste Beispiel ist eine Ja-oder-Nein-Frage: „Liegt Bitcoin am Freitag über 70.000 US-Dollar?“ oder „Senkt die US-Notenbank im September die Zinsen?“
Ein Nutzer könnte einen „Ja“-Anteil beispielsweise für 0,60 US-Dollar kaufen. Trifft das Ereignis ein, wird der Vertrag mit 1 US-Dollar abgerechnet. Tritt es nicht ein, fällt der Wert auf null. Der Marktpreis lässt sich dadurch zugleich als Wahrscheinlichkeit interpretieren: Ein Preis von 0,60 entspricht vereinfacht einer vom Markt erwarteten Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent. Da die Positionen vollständig besichert sind, gibt es bei diesen Produkten grundsätzlich keine klassische Hebelwirkung, keine Funding Rates und keine Liquidationen. Der maximale Verlust ist auf den eingesetzten Kaufpreis begrenzt.
Die eigentliche Neuerung besteht jedoch nicht darin, dass Hyperliquid Prognosemärkte anbietet. HIP-4 wurde bereits zuvor für ausgewählte Märkte eingesetzt. Entscheidend ist vielmehr, dass Entwickler nun selbstständig neue Märkte bereitstellen können. Denkbar sind Anwendungen rund um Kryptowährungen, Wirtschaftsdaten, Politik, Sport oder andere klar messbare Ereignisse.
Damit verfolgt Hyperliquid einen ähnlichen Ansatz wie bereits bei permissionless Perpetual Markets: Die Plattform stellt die technische Handelsinfrastruktur bereit, während externe Entwickler konkrete Produkte und Benutzeroberflächen darauf aufbauen. So könnte ein ganzes Ökosystem spezialisierter Prognoseplattformen entstehen, die im Hintergrund Hyperliquids Orderbuch und Abwicklungssystem verwenden.
Zunächst läuft die Funktion allerdings nur auf dem Testnet. Entwickler sollen dort Marktvorlagen, Gebührenmodelle und Abrechnungsmechanismen erproben. Weitere Templates und konfigurierbare Gebühren werden schrittweise ergänzt. Erst nach ausreichenden Tests dürfte die breitere Einführung auf dem Mainnet folgen.
Strategisch ist der Schritt dennoch bedeutsam. Hyperliquid entwickelt sich damit von einer führenden Perpetual-Börse zunehmend zu einer universellen Handelsplattform, auf der Nutzer nicht nur Vermögenswerte, sondern theoretisch nahezu jedes eindeutig definierbare Ergebnis handeln können. Genau darin liegt die langfristige Vision: Spotmärkte, Derivate und Prognosemärkte sollen innerhalb eines gemeinsamen Onchain-Ökosystems verfügbar sein.
Vom Hyperliquid-Ausbau zur nächsten Bitcoin-L2-Chance
Hyperliquid zeigt, wie stark der Markt derzeit Projekte honoriert, die ein konkretes Problem lösen und bestehende Blockchain-Infrastruktur funktional erweitern. Ein ähnlicher Ansatz lässt sich im Bitcoin-Ökosystem beobachten. Denn während Bitcoin als besonders sicheres und dezentrales Basisnetzwerk gilt, bleiben schnelle Transaktionen, niedrige Gebühren und komplexe Anwendungen auf der Layer 1 weiterhin nur eingeschränkt möglich. Genau hier setzen Bitcoin-Layer-2-Lösungen an.
Ein Projekt, das aktuell relative Stärke zeigt, ist Bitcoin Hyper. Selbst im weiterhin schwachen Marktumfeld konnte der Presale nach Angaben des Projekts und begleitender Veröffentlichungen bereits nahezu 33 Millionen US-Dollar einsammeln. Das deutet zumindest darauf hin, dass die Nachfrage nach neuen Bitcoin-Skalierungslösungen trotz des Bärenmarktes vorhanden bleibt.
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Das Konzept verbindet dabei zwei unterschiedliche Stärken: Bitcoin soll weiterhin als sichere Abwicklungs- und Settlement-Ebene dienen, während eine auf der Solana Virtual Machine basierende Layer 2 die schnelle Ausführung übernimmt. Dadurch sollen Transaktionen günstiger und deutlich schneller verarbeitet werden. Gleichzeitig eröffnet die programmierbare Umgebung Raum für Smart Contracts, dezentrale Börsen, Zahlungsanwendungen und weitere DeFi-Produkte.
Für den Transfer zwischen den Netzwerken ist eine sogenannte Canonical Bridge vorgesehen. Nutzer hinterlegen BTC auf der Bitcoin-Layer-1 und erhalten eine entsprechende Repräsentation auf der Layer 2. Dort können die Vermögenswerte innerhalb der Anwendungen genutzt und später wieder zurückgeführt werden. Zero-Knowledge-Proofs sollen dabei die Gültigkeit gebündelter Transaktionen nachweisen und Informationen aus der zweiten Ebene auf Bitcoin verankern.
Zusätzlich können Presale-Teilnehmer HYPER derzeit staken. Die beworbene jährliche Rendite liegt aktuell bei rund 36 Prozent, kann sich jedoch mit steigender Zahl gestakter Token verändern.