Tom Lee: Ethereum vor dem neunten „V-Blitz-Comeback“
Während der Krypto-Markt im Februar 2026 von tiefer Verunsicherung geprägt ist, setzt Tom Lee, Forschungsleiter bei Fundstrat, auf die Geschichte. Auf einer Konferenz in Hongkong erklärte er am 12. Februar, dass Ethereum kurz vor einer massiven Trendwende stehe. Seine zentrale These: Seit 2018 erlebte Ether acht Einbrüche von über 50 % – und jedes einzelne Mal folgte eine explosionsartige „V-förmige“ Erholung.
Die Suche nach dem „perfekten Boden“
Lee argumentiert, dass die aktuelle Korrektur – ein Minus von rund 37 % innerhalb von 30 Tagen – lediglich ein vertrautes Muster wiederholt. Unterstützt wird er dabei von Markt-Veteran Tom DeMark, der ein Kursniveau von 1.890 USD als potenziellen „perfekten Boden“ identifiziert hat. Laut DeMark könnte der Kurs diese Marke zweifach testen (ein sogenannter „Undercut“), bevor die Liquidität für den nächsten Aufwärtsschub sorgt.
Trotz der frustrierenden Seitwärtsbewegung unter der 2.000-Dollar-Marke bleibt Lee unerschütterlich. Er rät Investoren, den Rückgang als Chance zu begreifen: „Wenn man den Verfall bereits hinter sich hat, sollte man über Gelegenheiten nachdenken, statt zu verkaufen.“
Staking-Rekord: 71 Tage Wartezeit
Ein Blick auf die On-Chain-Daten untermauert das Vertrauen der Langzeithalter. Trotz der Preisflaute ist die Nachfrage nach Ethereum-Staking so hoch wie nie zuvor. Die Wartezeit, um ein Validator zu werden, ist auf ein Allzeithoch von 71 Tagen gestiegen.
Aktuell befinden sich über 4 Millionen ETH (Wert: ca. 8 Mrd. USD) in der Warteschlange. Damit sind mittlerweile über 30,3 % des gesamten Ether-Angebots fest im Netzwerk gesperrt. Analysten wie „Milk Road“ werten dies als massiven angebotsseitigen Schock: Ein Drittel des Marktes ist faktisch illiquide, da die Investoren sich langfristig „einrichten“, anstatt auf kurzfristige Schwankungen zu wetten.
Fazit: Institutionelles Fundament vs. Preispanik
Während Vitalik Buterin und die Ethereum Foundation zuletzt kleinere Verkäufe tätigten, um neue Initiativen zu finanzieren, kauft das „Smart Money“ zu. Lees eigenes Unternehmen, Bitmine, hat erst kürzlich Ethereum im Wert von 83 Millionen USD erworben und hält nun rund 3,6 % des gesamten Bestandes.
Die Kombination aus historischer Erholungsstärke und einer Rekordmenge an gestakten (und damit dem Markt entzogenen) Token schafft ein explosives Setup. Sobald der Verkaufsdruck der spekulativen Händler nachlässt, könnte Ethereums neunte V-Erholung den Kurs laut Lee schneller zurück in Richtung alter Höhen führen, als viele Skeptiker aktuell für möglich halten.