Bitcoin am Abgrund? Angst-Index auf historischem Tief
Der Kryptomarkt taumelt am 13. Februar 2026 am Rande der Kapitulation. Während Bitcoin verzweifelt um die 66.000-Dollar-Marke kämpft, hat die Marktstimmung mit einem „Fear & Greed“-Wert von nur noch 5 (am Vortag) bzw. aktuell 9 einen historischen Tiefpunkt erreicht – ein Level an Panik, das selbst den FTX-Kollaps in den Schatten stellt.
Makro-Schock: CPI-Daten nach dem Shutdown
Anleger blicken heute mit extremer Anspannung auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI) um 14:30 Uhr MEZ. Der Termin war durch den jüngsten „Government Shutdown“ verzögert worden. Analysten erwarten eine Kerninflation von 2,5 %, doch jede Abweichung nach oben könnte die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen zunichtemachen.
Die Unsicherheit wird durch den heutigen Optionsverfall zusätzlich befeuert. Auf der Börse Deribit laufen Bitcoin-Optionen im Wert von 2,5 Milliarden USD aus. Da der „Max Pain“-Punkt bei 74.000 USD liegt, herrscht ein massives Ungleichgewicht zum aktuellen Spotpreis, was die Volatilität in den kommenden Stunden ins Extreme treiben könnte.
Altcoins bluten: Die Auslese beginnt
Nicht nur der Branchenprimus leidet; der gesamte Sektor hat seit seinem Hoch im Oktober 2025 schätzungsweise zwei Billionen USD an Wert verloren. Ethereum kämpft darum, die Marke von 3.400 USD zu halten, während Schwergewichte wie Solana und BNB Verluste von bis zu drei Prozent auf Tagessicht verbuchen müssen.
Vereinzelte Ausreißer wie Polygon oder Toncoin können sich dem Abwärtssog zwar kurzzeitig entziehen, doch das übergeordnete Bild bleibt düster. Experten sprechen bereits von einem „Jahr der Auslese“, in dem Projekte ohne klaren fundamentalen Nutzen durch die versiegende Liquidität gnadenlos aus dem Markt gespült werden könnten.
Hoffnungsschimmer in der Kapitulation?
Historisch gesehen markierten Werte im einstelligen Bereich des Angst-Index oft den ultimativen Boden eines Zyklus. Während Kleinanleger in Scharen den Markt verlassen, zeigen On-Chain-Daten, dass institutionelle Adressen das aktuelle Preisniveau für erste taktische Nachkäufe nutzen – getreu dem Motto: „Kaufen, wenn Blut in den Straßen fließt.“
Ob die 60.000-Dollar-Marke als finaler Boden hält oder ob wir erst einen Absturz auf die von Standard Chartered prognostizierten 50.000 USD sehen, hängt maßgeblich von der heutigen Reaktion der Wall Street auf die Inflationsdaten ab. Eines ist sicher: Das Wochenende verspricht für Krypto-Trader alles andere als erholsam zu werden.