Kryptobetrug durch Jobangebote und Online-Dating

Hack Kryptowährung
Die Hacker werden immer einfallsreicher
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Hacker

Nordkoreas Hacker gelten als „führend“, wenn es darum geht, Kryptobörsen zu knacken oder die Bestände von Anlegern zu stehlen. Das zeigt sich aktuell gerade in einer neuen Masche, die dazu verwendet wird, um Zugang zu Computern zu erhalten.

Falsche Recruiter fordern Bewerbungsvideos

Dazu legen die Hacker gefälschte Profile auf Jobportalen wie LinkedIn an und schreiben Jobs aus, die nicht existieren. Begehrt sind dabei vor allem Bewerber aus der Kryptobranche, denn dort vermutet man zu Recht private Wallets, die mit Kryptowährungen gefüllt sind.

Melden sich Bewerber, werden sie auf eine Webseite verwiesen, wo sie einen Test absolvieren und ein Bewerbungsvideo aufnehmen sollen. Wer dabei persönliche Daten an die vermeintlichen Recruiter übermittelte, stellt später zumeist fest, dass sein Wallet gehackt und seine Kryptowährungen weg waren.

Die Methode, über ein vermeintliches Jobangebot Computer zu hacken, ist nicht neu. Sie fand und findet zumeist über SMS oder virenverseuchte PDFs im Anhang statt. Der Umweg über Job-Interviews ist zwar deutlich aufwendiger, doch die Zielgruppe, nämlich Krypto-Besitzer, direkt anzusprechen, ist auch effektiver.

Nordkorea gilt als eines jener Länder, die mit den Hacks hoch spezialisierter Gruppen ein Vermögen verdienen. Im Versuch, an fremde Kryptos zu kommen, werden die Kriminellen immer einfallsreicher.

6-stelliger Betrag gestohlen

Doch auch Emotionen sind ein guter Aufhänger für Krypto-Betrugsversuche. So wurde gerade erst in Kärnten/Österreich eine Frau eines Love-Scams, der ihr eine sechsstellige Summe kostete.

Die Frau lernte den Betrüger auf einer Online-Dating-Plattform kennen. Dieser zeigte ihre Screenshots von vermeintlichen Gewinnen, die er mit Kryptowährungen gemacht haben wollte. Er riet ihr daraufhin, ebenfalls zu investieren, um diese gute Gelegenheit nicht zu verpassen.

Dazu verwies er auf eine App und erstellte der Frau ein Profil, inklusive eines Fotos ihres Reisepasses. Danach überwies das Opfer eine sechsstellige Summe an die vermeintliche Kryptobörse. Zunächst konnte die Frau noch Geld abbuchen, doch das änderte sich schnell. Nach einer „Abhebung“ von mehreren tausend Euro war der Zugriff plötzlich gesperrt und das Geld weg.

Die Polizei in Österreich stößt immer wieder auf Kryptobetrüger. Zuletzt sorgte ein Fall für Aufsehen, in dem ein Kronzeuge weitere Hinweise für ein Krypto-Betrügernetzwerk lieferte, das selbst die Behörden überraschte.

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