Harvards Millionen-Schwenk: Warum die Elite-Uni jetzt auf den „Weltcomputer“ setzt
An der Wall Street sorgt eine Nachricht für Aufsehen, die das Ende einer Ära einläuten könnte. Die Harvard Management Company, die Teile des gewaltigen 50-Milliarden-Dollar-Stiftungsvermögens verwaltet, zieht die Reißleine bei Bitcoin. Doch wer einen Rückzug aus dem Kryptosektor vermutet, irrt gewaltig: Die Strategen aus Cambridge tauschen lediglich das „digitale Gold“ gegen die Infrastruktur der Zukunft ein.
Strategischer Rückzug: Bitcoin-Position schrumpft massiv
Nachdem Harvard seine Bitcoin-Allokation im Herbst 2025 noch massiv ausgebaut hatte, folgte im vierten Quartal die radikale Kurskorrektur. Die Universität stieß über 1,46 Millionen Anteile des BlackRock Bitcoin-ETFs ab – eine Reduktion der Position um satte 21 Prozent. Da der Kurs in diesem Zeitraum zusätzlich einbrach, schrumpfte der Dollar-Wert im Depot sogar um rund 40 Prozent auf nunmehr 266 Millionen US-Dollar. Trotz dieses Kahlschlags bleibt Bitcoin ironischerweise die größte Einzelposition im öffentlich einsehbaren Portfolio der Universität, noch vor Technologie-Giganten wie Alphabet.
Die neue Wette: Ethereum statt Maximalismus
Die eigentliche Sensation verbirgt sich jedoch im Neuzugang des Depots. Erstmals hat Harvard eine Position in Ethereum-Spot-ETFs im Wert von rund 87 Millionen US-Dollar aufgebaut. Experten deuten diesen Schritt als Wendepunkt: Weg vom reinen Wertspeicher-Dasein des Bitcoins, hin zur aktiven Teilnahme an der Infrastruktur des dezentralen Internets. Harvard scheint künftig direkt an der technologischen Entwicklung von Smart Contracts und dezentralen Anwendungen mitverdienen zu wollen.