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Hausdemokraten kritisieren SEC für Einstellung von Krypto-Fällen mit Trump-Verbindungen

In einem Schreiben am Donnerstag warfen Gesetzgeber der SEC vor, eine "Pay-to-Play"-Dynamik zu ermöglichen, nachdem Verfahren gegen Binance, Coinbase, Kraken und Justin Sun fallengelassen wurden.

Von Helene Braun|Bearbeitet von Nikhilesh De
15. Jan. 2026, 6:19 p.m. Übersetzt von KI
U.S. Securities and Exchange Commission Chairman Paul Atkins (Jesse Hamilton/CoinDesk)

Was Sie wissen sollten:

  • Drei hochrangige demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus forderten SEC-Vorsitzenden Paul Atkins auf, die Durchsetzung von Vorschriften im Kryptobereich wieder aufzunehmen, und verwiesen dabei auf die Einstellung von über einem Dutzend Verfahren, darunter Maßnahmen gegen Binance, Coinbase und Kraken.
  • Die Abgeordneten warnten davor, dass politische Spenden und finanzielle Verbindungen zwischen Krypto-Führungskräften und Präsident Trump den Anschein eines „Pay-to-Play“-Systems erwecken.
  • Sie argumentieren, dass der Rückzug der SEC von der Durchsetzung den Anlegerschutz und die Marktintegrität gefährdet, und verweisen dabei auf einen Bericht einer Aufsichtsbehörde, der feststellte, dass die Trump-Administration 159 Unternehmensfälle mit insgesamt 3,1 Milliarden US-Dollar an vermiedenen Strafen fallen ließ.

Drei führende demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses forderten am Donnerstag den Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission (SEC), Paul Atkins, auf, seine Durchsetzungsaufgaben im Kryptobereich wieder aufzunehmen.

In einer scharf kritischen Brief, Die Abgeordneten Maxine Waters, Sean Casten und Brad Sherman erklärten, dass die Behörde seit Anfang 2025 abrupt mindestens ein Dutzend durch Krypto verursachter Vollstreckungsfälle eingestellt habe, darunter Maßnahmen gegen Binance, Coinbase (COIN) und Kraken, bei denen die SEC jeweils erste gerichtliche Erfolge verzeichnen konnte. Waters führt die Demokraten im House Financial Services Committee an und steht bereit, den Ausschuss zu übernehmen, falls die Demokraten bei den Zwischenwahlen 2026 das Repräsentantenhaus gewinnen.

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Die Gesetzgeber argumentierten, dass diese Kehrtwende Investoren und die Integrität des Marktes gefährde, und wiesen zudem auf erhebliche Spenden der Kryptoindustrie an den US-Präsidenten Donald Trump sowie auf finanzielle Verbindungen zwischen Krypto-Führungskräften und dem Präsidenten hin, die mit den Entlassungen zusammenfielen.

Dieses Muster erzeugt laut den Gesetzgebern den Anschein eines „Pay-to-Play“-Systems, insbesondere im Fall des Tron-Gründers Justin Sun, angesichts von Vorwürfen des Wertpapierbetrugs und Suns zunehmender Verbindungen sowohl zur Familie Trump als auch, so die Gesetzgeber, zu Organisationen, die mit der Kommunistischen Partei Chinas in Verbindung stehen.

„Das Versäumnis, diesen Fall zu verfolgen, sendet ein gefährliches Signal, dass wohlhabende Angeklagte mit politischen Verbindungen der Rechenschaftspflicht selbst bei den eklatantesten Wertpapierverstößen entgehen können“, heißt es in dem Schreiben.

Die Sonne war Im Jahr 2023 von der SEC verklagt zu Vorwürfen des Verkaufs und der Verteilung nicht registrierter Wertpapiere, Betrugs und Marktmanipulation. Die Untersuchung wurde im Februar letzten Jahres unter dem damaligen amtierenden Vorsitzenden Mark T. Uyeda ausgesetzt. Die Behörde hat die Aussetzung unter Atkins weiterhin verlängert.

Die Gesetzgeber drängten die SEC, ihren Fall gegen Sun entweder wieder aufzunehmen oder eine sinnvolle Einigung zu verhandeln. Sie erklärten, dass die derzeitige Haltung der Behörde das öffentliche Vertrauen, die Unabhängigkeit der Aufsichtsbehörde und den Anlegerschutz untergräbt. Zudem forderten sie Transparenz hinsichtlich interner Beratungen und möglicher externer Einflussnahmen und verlangten Dokumente sowie Kommunikationsaufzeichnungen im Zusammenhang mit dem Entscheidungsprozess der Behörde.

Auf einer breiteren Ebene erklärte das Schreiben, dass die jüngsten Maßnahmen der SEC größere Bedenken hinsichtlich des politischen Einflusses auf die Marktaufsicht aufwerfen, insbesondere da Krypto-Unternehmen ihre finanziellen Verbindungen zu Persönlichkeiten, die mit Präsident Trump in Verbindung stehen, vertiefen.

„Die amerikanische Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, ob die Unabhängigkeit der SEC beeinträchtigt wurde und ob die Gerechtigkeit in unseren Märkten politischen Interessen untergeordnet wurde“, schrieben sie und warnten, dass selektive Durchsetzung das Vertrauen in die US-Märkte untergraben und Kleinanleger gefährden könnte.

Ein Bericht der Aufsichtsgremium Public Citizen vom Donnerstag wirft der Trump-Administration vor, die unternehmerische Verantwortlichkeit systematisch geschwächt zu haben, indem sie seit Amtsantritt 159 Vollzugsmaßnahmen gegen 166 Unternehmen eingestellt oder abgebrochen hat. Laut dem Bericht ermöglichte dieser Schritt mindestens 18 Unternehmen, insgesamt 3,1 Milliarden US-Dollar an Geldstrafen im Zusammenhang mit angeblichem Fehlverhalten zu vermeiden.

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