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Standard Chartered erklärt, dass US-Regionalbanken im Zuge der 500-Milliarden-Dollar-Stablecoin-Verschiebung am stärksten gefährdet sind

Die Verzögerung der Gesetzgebung zur Marktstruktur unterstreicht eine wachsende Bedrohung für inländische Kreditgeber, da digitale Dollars beginnen, traditionelle Bankeinlagen zu kannibalisieren.

Von Will Canny, AI Boost|Bearbeitet von Jamie Crawley
Aktualisiert 27. Jan. 2026, 3:10 p.m. Veröffentlicht 27. Jan. 2026, 2:26 p.m. Übersetzt von KI
Stablecoin networks (Unsplash, modified by CoinDesk)
Standard Chartered says U.S. regional banks most at risk in $500 billion stablecoin shift. (Unsplash, modified by CoinDesk)

Was Sie wissen sollten:

  • Standard Chartered warnte, dass US-Regionalbanken aufgrund ihrer starken Abhängigkeit vom Nettozinsmarge (NIM) als Einnahmequelle am stärksten von Störungen durch Stablecoins betroffen sind.
  • Die Bank prognostizierte, dass ein Drittel des wachsenden Stablecoin-Marktes aus Bankeinlagen entwickelter Märkte stammen wird, was bis 2028 einen geschätzten Abfluss von 500 Milliarden US-Dollar ausmacht.
  • Ein legislativer Stillstand darüber, ob Stablecoin-Anbieter Zinsen zahlen dürfen, verzögert die Gesetzgebung zur Marktstruktur, obwohl Standard Chartered weiterhin mit einer Verabschiedung im März rechnet.

Das regulatorische Nadelöhr in Washington verdeckt eine Bedrohung in Billionenhöhe für den Kern des US-Bankensektors. Der Aufstieg der Stablecoins geht über aufstrebende Märkte hinaus und wird zu einer direkten Gefahr für die inländischen Bilanzen, erklärte die Investmentbank Standard Chartered in einem Bericht am Dienstag.

Das primäre Risiko für US-Kreditgeber besteht laut Geoff Kendrick, Leiter der Digital-Asset-Forschung bei Standard Chartered, in der Erosion der Nettozinsspanne (NIM). Er bezeichnete die NIM als die kritischste Verwundbarkeit, da sie durch genau jene Einlagen getrieben wird, die nun von digitalen Vermögenswerten abgezogen werden.

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NIM ist ein entscheidender Indikator für die Rentabilität von Banken und misst die Spanne zwischen den Zinserträgen aus Vermögenswerten und den an Einleger gezahlten Zinsen.

Die Analyse der Bank zeigt, dass US-Regionalbanken deutlich stärker exponiert sind als diversifizierte Großbanken oder Investmentfirmen. Da Regionalbanken stärker auf Zinseinnahmen angewiesen sind, trifft der Verlust von stabilen Retail-Einlagen zugunsten von Stablecoins deren Ergebnis härter.

"Wir stellen fest, dass regionale US-Banken in dieser Hinsicht stärker exponiert sind als diversifizierte Banken und Investmentbanken, die am wenigsten exponiert sind", schrieb Kendrick.

Stablecoins, die häufig als primäre Zahlungsschienen und Instrumente für grenzüberschreitende Abrechnungen in der Kryptoökonomie dienen, sind digitale Vermögenswerte, die an stabile Reserven wie Fiatwährungen oder Gold gebunden sind. Der Sektor wird von Tethers USDT dominiert, gefolgt von Circles USDC.

Tether macht seinen Einstieg in den inländischen US-Markt mit USAT, einem durch den US-Dollar gedeckten Token, der von der Anchorage Digital Bank ausgegeben wird, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Die Analyse von Standard Chartered zeichnete ein düsteres Bild für die traditionelle Einlagenbindung. Während Emittenten dies theoretisch durch die Haltung von Reserven bei den Banken, die sie stören, abmildern könnten, halten die Branchenführer Tether und Circle (CRCL) lediglich 0,02 % bzw. 14,5 % ihrer Reserven in Bankeinlagen.

Mit einer prognostizierten Marktkapitalisierung für Stablecoins von 2 Billionen US-Dollar bis 2028 schätzte die Bank, dass in den nächsten drei Jahren 500 Milliarden US-Dollar aus Banken in entwickelten Märkten abgezogen werden.

Der Auslöser für diese Veränderung ist die Gesetzgebung zur Marktstruktur, derzeit ins Stocken geraten im Senat. Der Streitpunkt liegt beim Ertrag: Der jüngste Entwurf verbietet Stablecoin-Emittenten, Zinsen zu zahlen – eine Bestimmung, die von Großbanken unterstützt wird, aber von Krypto-Führern wie Coinbase (COIN) als potenzielle Belastung für die Branche gewarnt wird. Trotz der aktuellen Pattsituation geht Standard Chartered davon aus, dass das Gesetz bis Ende des ersten Quartals 2026 verabschiedet wird.

Weiterlesen: Stablecoins und Self-Custody treiben den Aufstieg der Krypto-Neobanken voran

AI-Haftungsausschluss: Teile dieses Artikels wurden mit Hilfe von KI-Tools erstellt und von unserem Redaktionsteam überprüft, um die Richtigkeit und Einhaltung Standards sicherzustellen. Weitere Informationen finden Sie unter CoinDesks vollständige KI-Richtlinie.

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