467 Nachrufe: Ist Bitcoin 2026 am Ende oder am Boden?
Die Schlagzeilen am 15. Februar 2026 überschlagen sich: Während Bitcoin mühsam um die 70.000-Dollar-Marke kämpft, wittern Kritiker die finale „Todesspirale“. Doch wer die Geschichte der Kryptowährung kennt, weiß: Bitcoin wurde laut dem Portal Bitcoin Is Dead bereits 467-mal offiziell für tot erklärt – und jedes Mal kehrte er stärker zurück.
Die Stimmen der Skeptiker: „Krypto-Apokalypse“?
Das aktuelle Lager der Kritiker ist prominent besetzt und nutzt den jüngsten Rücksetzer von seinem Allzeithoch bei 126.000 USD für vernichtende Urteile:
- Peter Schiff: Der Gold-Bug prophezeit einen Kollaps auf 10.000 USD. Er argumentiert, dass Bitcoin im Vergleich zu Gold und Silber (die 2026 neue Rekordhochs feierten) kläglich versagt habe. Für ihn ist BTC lediglich eine Luftnummer ohne industriellen Nutzen.
- Nouriel Roubini: Der als „Dr. Doom“ bekannte Ökonom spricht von einer „Krypto-Apokalypse“. Er sieht das Ende des „größten Schneeballsystems der Geschichte“, da der Nachschub an neuen Käufern versiege.
- Maurice Höfgen: Der Ökonom bezeichnet Bitcoin weiterhin als „digitales Gold – nur schlechter“ und warnt vor der fehlenden Ertragskraft und dem hohen Energieverbrauch.
Die antizyklische Chance: Kaufen, wenn es wehtut?
Trotz der düsteren Prognosen liefert die Historie ein anderes Bild. Hätte ein Anleger jedes Mal 100 USD investiert, wenn Bitcoin „beerdigt“ wurde, besäße er heute ein Vermögen in Millionenhöhe.
Im Februar 2026 sehen Analysten von K33 Research und Fundstrat (Tom Lee) genau hier die Chance des Jahres. Sie argumentieren, dass die aktuellen Kurse unter 70.000 USD fundamental unterbewertet sind, da:
- Institutionelle Adoption: Große Banken und 401(k)-Rentenpläne integrieren BTC zunehmend.
- US-Strategie: Die Trump-Regierung hält an der Idee einer strategischen Bitcoin-Reserve fest.
- Makro-Wende: Die Fed steht vor weiteren Zinssenkungen, was Risikoanlagen wie Krypto beflügeln dürfte.
Fazit: Psychologie vs. Fundament
Während die Kursverluste von über 40 % seit dem Rekordhoch im Oktober 2025 schmerzhaft sind, deutet der extrem niedrige „Fear & Greed Index“ (aktuell bei 9) oft auf eine massive Kaufgelegenheit hin. Wie so oft in der 17-jährigen Geschichte Bitcoins könnte die lautstarke Verkündung seines Endes lediglich das Signal für den Beginn des nächsten Bullenzyklus sein.