HYPE und PUMP treiben den Boom bei Token-Rückkäufen
Krypto-Projekte haben in diesem Jahr einen Rekordbetrag von 638 Millionen USD für den Rückkauf eigener Token ausgegeben. Fast 90 Prozent davon stammen von nur zwei Projekten, während die übrigen Programme eine deutlich gemischtere Kursbilanz vorweisen.
Krypto-Projekte kaufen Token für 638 Millionen USD zurück
Nach Daten von Allium Labs liegen die Token-Rückkäufe in diesem Jahr bei 638 Millionen USD. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 545 Millionen USD, und im Jahr 2024 insgesamt lediglich 366.000 USD – der Anstieg ist damit erheblich.
Hyperliquid (HYPE) und Pump.fun (PUMP) stehen für fast 90 Prozent aller Rückkäufe. Hyperliquid, eine dezentrale Börse für Perpetual-Futures, verwendet 99 Prozent der Protokoll- und Handelsgebühren für den Rückkauf von HYPE. Seit Dezember 2024 wurden HYPE-Token im Wert von insgesamt 1,3 Milliarden USD eingezogen, was auch den Angebotseffekt betrifft, den Anleger sonst eher von Layer-1-Ökosystemen wie in der Solana-Kursanalyse kennen.

Pump.fun setzt die Hälfte seiner Einnahmen ein, um PUMP am offenen Markt zurückzukaufen und die Token dauerhaft zu verbrennen. Bisher wurden auf diese Weise 442,94 Millionen USD eingesetzt, wobei 163,03 Milliarden Token verbrannt wurden – das entspricht 16,3 Prozent des gesamten Umlaufangebots.
Die übrigen Programme fallen deutlich kleiner aus. Sky Protocol (SKY) wendete laut Allium rund 26 Millionen USD für eigene Rückkäufe auf, Jupiter (JUP) knapp 14 Millionen USD im laufenden Jahr. Lido (LDO) betreibt mit NEST ein Programm, das ab bestimmten Schwellenwerten einen Teil der Protokolleinnahmen für LDO-Rückkäufe nutzt, und auch Chainlink (LINK) führte Tokenrückkäufe durch.
Rückkäufe führen zu sehr unterschiedlichen Kursentwicklungen
Rückkäufe können Token dauerhaft aus dem Umlauf nehmen, wie es bei Pump.fun der Fall ist, oder lediglich temporär binden. Die Mechanismen unterscheiden sich also erheblich zwischen den Projekten – und damit auch der potenzielle Effekt auf das Angebot.
Ein direkter Kausalzusammenhang zwischen Rückkaufvolumen und Kursentwicklung lässt sich aus den Daten allein nicht ableiten. Die zeitliche Nähe zur Krypto-Rallye im August erschwert zusätzlich die isolierte Bewertung, wie stark die Rückkäufe selbst zur Kursbewegung beigetragen haben.
HYPE und PUMP führen die Kursbilanz an
Seit dem 1. Januar legte HYPE um 217,9 Prozent zu und erreichte am 27. August mit 86,71 USD ein neues Allzeithoch. PUMP stieg im gleichen Zeitraum um 124,5 Prozent. Die übrigen Programme entwickelten sich schwächer: SKY gewann 20,1 Prozent, JUP 9,3 Prozent, während LINK um 7,6 Prozent fiel und LDO 39 Prozent verlor.

Der Zeitpunkt der Betrachtung spielt dabei eine Rolle. Bis zum 31. Juli zeigte ausschließlich HYPE einen deutlichen Kursgewinn von 106,3 Prozent seit Jahresbeginn, während PUMP nur bei einem Plus von 8,2 Prozent lag und LINK um 33 Prozent gesunken war. Allein im August kamen dann 107,5 Prozent für PUMP und 37,9 Prozent für LINK hinzu – ein Effekt, der eher zur breiteren Marktrallye passt als isoliert den Rückkäufen zuzuschreiben wäre, wie auch die Analyse zu institutioneller Nachfrage bei Solana zeigt.
Die Daten deuten damit an, dass aggressive Rückkäufe mit einer starken Kursentwicklung einhergehen können, aber keine Garantie dafür sind. HYPE und PUMP erzielten überdurchschnittliche Gewinne bei gleichzeitig hohen Rückkäufen, während LDO und LINK trotz laufender Rückkaufprogramme Kursverluste hinnehmen mussten – ein Muster, das auch beim Vergleich von Transfervolumen und tatsächlichem Tokenbestand in der Einordnung zu tokenisierten Aktien auftaucht.
Quelle: BeInCrypto
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