27-Dollar-Schwelle entscheidet über Strives Bitcoin-Ambitionen
Strive hält aktuell 23.156 Bitcoin im Wert von knapp 1,9 Milliarden US-Dollar und verfügt damit über die fünftgrößte börsennotierte Bitcoin-Treasury weltweit. Allein im vergangenen Monat kamen 3.156 BTC hinzu. CEO Matt Cole hält es nach eigener Einschätzung im One Share Podcast für möglich, dass das Unternehmen das Jahr als zweitgrößter börsennotierter Bitcoin-Halter beendet. Als Basisszenario betrachtet er diese Entwicklung allerdings ausdrücklich nicht.
Strive nimmt Platz zwei ins Visier
Der mögliche Aufstieg auf Rang zwei hängt maßgeblich von ausstehenden Optionsscheinen im Volumen von mehr als 700 Millionen US-Dollar ab, die Mitte Oktober auslaufen. Steigt die Strive-Aktie über den Ausübungspreis von 27 US-Dollar, könnte deren Einlösung zusätzliches Kapital für weitere Bitcoin-Käufe freisetzen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens notierte die Aktie bei 26,54 US-Dollar und damit knapp unter dem genannten Ausübungspreis. Die Kursmarke ist für den von Cole skizzierten Finanzierungsspielraum deshalb von besonderer Bedeutung. Sie entscheidet nicht über die Bitcoin-Strategie insgesamt, könnte aber Einfluss darauf haben, wie viel zusätzliches Kapital für Käufe verfügbar wird.
Zusammen mit weiteren Finanzierungsmöglichkeiten sieht Cole nach eigener Einschätzung eine Kaufkapazität von möglicherweise 1,4 Milliarden US-Dollar. Eine solche Kapazität wäre deutlich größer als die jüngsten Zukäufe und könnte den Abstand zu den größeren börsennotierten Bitcoin-Haltern verringern. Ob und in welchem Umfang dieses Kapital tatsächlich für Bitcoin-Käufe eingesetzt wird, bleibt jedoch offen.
Der Wettlauf um Bitcoin-Treasuries
Auf Platz zwei liegt derzeit Twenty One Capital mit 43.514 BTC. Um bis Jahresende vorbeizuziehen, müsste Strive bei noch 17 verbleibenden Wochen durchschnittlich rund 1.200 BTC pro Woche kaufen. Diese Rechnung gilt unter der Voraussetzung, dass Twenty One Capital seinen eigenen Bestand in diesem Zeitraum nicht erhöht.

Ausgehend von den 23.156 BTC von Strive zeigt die Differenz zu Twenty One Capital, wie anspruchsvoll das Ziel ist. Strive müsste nicht nur kontinuierlich kaufen, sondern ein hohes wöchentliches Volumen über mehrere Monate aufrechterhalten. Die im vergangenen Monat hinzugekommenen 3.156 BTC unterstreichen zwar die jüngste Kaufaktivität, beantworten aber nicht, ob sich ein Tempo von rund 1.200 BTC pro Woche bis zum Jahresende halten lässt.
Cole hält ein hohes Kauftempo grundsätzlich für möglich. Zugleich macht seine Einordnung deutlich, dass es sich nicht um eine gesicherte Entwicklung handelt. Der mögliche zweite Platz beruht auf mehreren Annahmen: zusätzlicher Finanzierung, weiteren Käufen von Strive und einem unveränderten Bestand bei Twenty One Capital.
Was der Kaufplan für die Aktie bedeutet
Der Ausübungspreis von 27 US-Dollar ist damit nicht nur eine Kursmarke, sondern auch eine mögliche Finanzierungsschwelle. Liegt die Aktie über diesem Preis, könnte die Einlösung der Optionsscheine zusätzliches Kapital für Bitcoin-Käufe bringen. Bei einem Kurs von 26,54 US-Dollar lag die Aktie zum genannten Zeitpunkt noch unter dieser Schwelle.

Bleibt die Aktie unter dem Ausübungspreis, entfällt ein wesentlicher Teil des möglichen Kapitalzuflusses. Erst bei einem Überschreiten der Schwelle könnte nach Coles Einschätzung jene zusätzliche Kaufkapazität entstehen, die er zusammen mit weiteren Finanzierungsmöglichkeiten auf möglicherweise 1,4 Milliarden US-Dollar beziffert.
Damit ist der Aktienkurs ein relevanter Faktor innerhalb der von Cole beschriebenen Strategie. Er allein reicht jedoch nicht aus, um einen Sprung auf Rang zwei zu garantieren: Entscheidend bleiben auch der Umfang möglicher Käufe und die Entwicklung des Bitcoin-Bestands von Twenty One Capital.
Reicht das Kauftempo bis Jahresende?
Zwei Punkte stehen für die weitere Entwicklung im Mittelpunkt: das Auslaufen der Optionsscheine Mitte Oktober und die Frage, ob Strive das rechnerisch nötige Kauftempo von rund 1.200 BTC pro Woche erreichen kann. Beide Punkte sind mit Bedingungen verbunden, die über die bisherige Höhe der Bitcoin-Bestände hinausgehen.
Ob Strive den zweiten Platz tatsächlich erreicht, hängt damit vor allem am Überschreiten der 27-Dollar-Marke, an einem möglichen zusätzlichen Kapitalzufluss und am eigenen Kauftempo im Vergleich zu Twenty One Capital. Cole beschreibt den Aufstieg selbst als Möglichkeit und nicht als Basisszenario. Dieser Vorbehalt entspricht den finanziellen und zeitlichen Voraussetzungen, die für das Ziel erfüllt werden müssten.
Quelle: BTC-ECHO
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