Ist Krypto jetzt wirklich tot? 

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Kryptowährungen werden wieder einmal für tot erklärt. Nach Monaten massiver Kursverluste ist die Stimmung am Markt mittlerweile auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau angekommen. Bitcoin notiert mehr als 50 Prozent unter seinem Allzeithoch, Ethereum hat über 60 Prozent verloren und Solana liegt sogar mehr als 70 Prozent unter dem Rekordstand. Bei zahlreichen kleineren Altcoins belaufen sich die Verluste mittlerweile auf mehr als 90 Prozent.

Entsprechend gering sind Euphorie und Risikobereitschaft. Viele Privatanleger haben den Markt verlassen, das Interesse in sozialen Netzwerken nimmt ab und zunehmend dominieren pessimistische Narrative. Begriffe wie „tot“, „vorbei“ oder „gescheitert“ tauchen wieder häufiger auf. Doch ausgerechnet eine solche Phase extremer Resignation könnte aus antizyklischer Sicht interessant werden.

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Krypto Prognose: Die „Crypto is dead“-Stimmung kehrt zurück

Die Blockchain-Analysten von Santiment beobachten aktuell eine deutliche Verschiebung der Stimmung in den sozialen Medien. Nach ihren Daten werden Begriffe wie „dead“, „dying“, „over“, „ended“ oder „finished“ im Zusammenhang mit Kryptowährungen wieder deutlich häufiger verwendet. Berücksichtigt werden dabei unter anderem Diskussionen auf X, Reddit, Telegram sowie weiteren relevanten Krypto-Plattformen.

Santiment interpretiert diese Entwicklung vor allem als Ausdruck zunehmender Angst und Resignation unter Privatanlegern. Solche Formulierungen treten typischerweise dann gehäuft auf, wenn die Kurse über längere Zeit schwach bleiben und Anleger zunehmend die Geduld verlieren. Eine temporäre Marktphase wird dann emotional immer stärker als dauerhafter Zustand wahrgenommen. Aus einer längeren Konsolidierung oder einem Bärenmarkt wird in der öffentlichen Wahrnehmung schnell die Vorstellung, dass das gesamte Thema Kryptowährungen möglicherweise endgültig gescheitert sei.

Gerade dieser Punkt macht die Daten jedoch interessant. Santiment verweist darauf, dass Kryptomärkte historisch häufig besonders starke Bewegungen gegen den dominierenden Konsens gezeigt haben. Je überzeugter die Masse davon ist, dass weiteres Aufwärtspotenzial verschwunden sei, desto größer kann zumindest theoretisch die Basis für eine gegenteilige Bewegung werden.

Entscheidend ist dabei allerdings, dass Bitcoin wichtige Unterstützungsbereiche behauptet und der Verkaufsdruck gleichzeitig nachlässt. Dann kann eine Phase entstehen, in der langfristig orientierte Anleger akkumulieren, während kurzfristig orientierte Marktteilnehmer bereits kapituliert haben. Das extreme negative Sentiment wäre damit kein unmittelbares Kaufsignal, könnte aber auf eine fortgeschrittene Phase des Bärenmarktes hindeuten.

Analyst sieht mehrere typische Boden-Signale

Auch Analyst Quinten François verweist auf eine ähnliche Entwicklung. Seiner Einschätzung nach befindet sich Bitcoin bereits seit Februar in einem Bereich, der Anlegern über Monate hinweg die Möglichkeit zur Akkumulation geboten habe. Dabei hebt er insbesondere drei Faktoren hervor: schwaches Sentiment, geringes Engagement und zunehmend auffällige Bodenindikatoren.

Gerade das geringe Interesse am Markt ist dabei bemerkenswert. Während in Bullenmärkten neue Kursrekorde, hohe Handelsaktivität und starke Interaktionen in sozialen Medien dominieren, geschieht an potenziellen Bodenphasen häufig das Gegenteil. Aufmerksamkeit und Engagement brechen ein, Anleger verlieren das Interesse und Kapital fließt aus spekulativen Bereichen ab.

François verweist zusätzlich auf historische Zyklusvergleiche. Diese sollen zeigen, dass Bitcoin während früherer Marktzyklen ebenfalls längere Phasen nahe wichtiger Unterstützungszonen verbrachte, bevor sich eine nachhaltigere Erholung entwickelte. Solche Vergleiche garantieren keine Wiederholung der Vergangenheit. Sie verdeutlichen jedoch, dass monatelange Langeweile und extreme Zurückhaltung nicht ungewöhnlich sind, bevor ein neuer Marktzyklus beginnt.

Extreme Angst gehört zum Bärenmarkt dazu

Dass Kryptowährungen während eines Bärenmarktes erneut für „tot“ erklärt werden, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Gerade nach Kursverlusten von 50, 70 oder sogar 90 Prozent verändert sich die Wahrnehmung der Marktteilnehmer deutlich. Während Anleger in einem Bullenmarkt häufig jedes kurzfristige Tief als Kaufchance betrachten, entwickelt sich im Bärenmarkt zunehmend das gegenteilige Verhalten: Selbst kleinere Erholungen werden verkauft und langfristiges Aufwärtspotenzial wird infrage gestellt.

Genau diese psychologische Dynamik gehört zu ausgeprägten Marktzyklen dazu. Kapitulation entsteht häufig nicht nur durch einen finalen Crash, sondern auch durch monatelange Seitwärtsbewegungen, fehlendes Momentum und schwindendes Interesse.

Deshalb bedeutet extreme negative Stimmung keineswegs automatisch, dass der Boden bereits erreicht wurde. Sie zeigt jedoch, dass ein beträchtlicher Teil der vorherigen Euphorie aus dem Markt verschwunden ist. Historisch entstanden langfristig attraktive Marktphasen häufig genau dann, wenn Kryptowährungen außerhalb der eigenen Community kaum noch jemand besitzen wollte.

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Marktübersicht

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