Krypto-Mixer geht es an den Kragen: 5 Jahre Haft

Angesichts immer mehr gesetzlicher Regeln für Kryptowährungen, kommt es nicht überraschend, dass Krypto-Mixer als Werkzeuge für Geldwäsche identifiziert und verfolgt werden. So auch im Fall von Samourai Wallet. Einer der beiden Gründer wurde jetzt in New York zu fünf Jahren Haft verurteilt.
Sein „Wunsch“ ging in Erfüllung
Keonne Rodriguez prahlte noch vor einigen Jahren auf X, dass er lieber in einer Gefängniszelle sitzen würde, als die US-Vorgaben für die Identifizierung von Kunden und die Geldwäsche erfüllen zu müssen. Jetzt hat sich sein „Wunsch“ erfüllt.
Rund zehn Jahre lang hat er mit seinem Partner William Leonergan Hill den Krypto-Mixer Samourai Wallet betrieben. In dieser Zeit soll er Milliarden Dollar aus kriminellen Quellen gewaschen haben, das rächte sich jetzt. Die Kunden konnten Bitcoin und Altcoins kaufen, tauschen und so ihre Spur verschleiern.
Höchststrafe ausgesprochen
Das Gericht in New York hat ihn letzte Woche wegen Verschwörung zum Betrieb eines nicht lizenzierten Geldüberweisungsbetriebs zu fünf Jahren Haft verurteilt. Dazu kommen drei weitere Jahre, in denen seine Freiheit vom Staat überwacht wird, und eine Geldstrafe in Höhe von $250.000.

Damit hat das Gericht die Höchststrafe verhängt. Sein Partner wartet noch auf die Verkündung seines Strafmaßes. Dieses dürfte sich allerdings in ähnlicher Höhe bewegen. Allerdings waren die beiden ursprünglich auch wegen Verschwörung zur Geldwäsche angeklagt, das hätte eine Höchststrafe von bis zu 20 Jahren ergeben können. Nach ihrem Geständnis wurde dieser Anklagepunkt allerdings fallengelassen.
Werbung für illegale Aktivitäten
Ihre Anwälte hatten für eine Strafe in Höhe von nur einem Jahr plädiert. Sie begründeten dies mit dem Idealismus der beiden Täter. Sie hätten sich dem Datenschutz mehr verpflichtet gefühlt als den gesetzlichen Vorschriften.
Doch die Anklage wies nach, dass sie von der Herkunft der Gelder wussten und sogar russische Oligarchen, die von den Sanktionen betroffen waren, zur Nutzung ihrer Dienste einluden. Die Richterin zeigte Härte, auch weil der Angeklagte in einem Brief an sie keine Reue erkennen ließ.