Historisches Ausmaß: Extreme Angst im Bitcoin-Markt 

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Bitcoin kann sich am Dienstag etwas erholen und steigt wieder über die Marke von 64.000 US-Dollar. Auf Wochensicht bleibt jedoch lediglich eine Seitwärtsbewegung zurück. Zugleich notiert die größte Kryptowährung weiterhin rund 50 Prozent unter ihrem bisherigen Allzeithoch. Von echter Aufbruchstimmung oder einer dynamischen Trendwende ist damit wenig zu erkennen. Vielmehr pendelt Bitcoin seit geraumer Zeit in einer vergleichsweise engen Spanne, während Anleger auf neue Impulse warten.

Bemerkenswert bleibt allerdings, dass auch der große Abverkauf bislang ausbleibt. Seit etwa sechs Monaten verteidigt Bitcoin sein bisheriges Bärenmarkttief im Bereich zwischen 58.000 und 60.000 US-Dollar. Selbst eine inzwischen außergewöhnlich pessimistische Stimmung konnte diese Unterstützung noch nicht brechen. Genau diese Diskrepanz zwischen extremer Angst und stabilen Kursen könnte nun zunehmend relevant werden.

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Bitcoin-Sentiment erreicht historische Angstzone

Die Stimmung unter Bitcoin-Anlegern ist aktuell außergewöhnlich negativ. Daten von Santiment zeigen, dass das Verhältnis zwischen positiven und negativen Kommentaren seit dem 31. Juli auf lediglich 0,54 gefallen ist. Damit gibt es auf Plattformen wie X, Reddit, Telegram und weiteren Krypto-Kanälen beinahe doppelt so viele pessimistische wie optimistische Beiträge zu Bitcoin. Das Sentiment befindet sich nach Einschätzung des Analysehauses damit in einer historisch ausgeprägten Angstzone.

Auslöser sind vor allem mehrere belastende Schlagzeilen. Einerseits sorgen Berichte rund um Coldcard für einen Vertrauensschock innerhalb der Community. Andererseits erhöhten Nachrichten über Strategy den Verkaufsdruck. Das Unternehmen von Michael Saylor soll zuletzt 1.638 Bitcoin im Wert von rund 105 Millionen US-Dollar veräußert haben. Marktteilnehmer befürchten nun, dass weitere Verkäufe folgen könnten, um Dividenden, Rücklagen oder Aktienrückkäufe zu finanzieren.

Bemerkenswert ist jedoch die Reaktion des Kurses. Trotz der extrem negativen Stimmung bleibt Bitcoin oberhalb seines seit Monaten verteidigten Unterstützungsbereichs. Genau darin könnte ein konträres Signal liegen. Historisch entstehen kurzfristige Erholungen häufig dann, wenn die öffentliche Meinung besonders einseitig wird und viele schwache Marktteilnehmer bereits verkauft haben.

Eine Sentiment-Extremzone garantiert zwar keine Bodenbildung. Sie deutet jedoch darauf hin, dass ein großer Teil der schlechten Erwartungen bereits eingepreist sein könnte. Bleibt Bitcoin trotz weiterer negativer Nachrichten stabil, würde dies für nachlassenden Verkaufsdruck sprechen. In diesem Fall könnte schon ein moderater positiver Impuls ausreichen, um eine technische Gegenbewegung oder eine stärkere Erholungsrallye auszulösen.

Bitcoin-Sentiment nähert sich der Angstzone

Eine weitere Sentiment-Analyse zeichnet ein etwas differenzierteres Bild. Der von Axel Adler Jr. betrachtete „Bitcoin Unified Sentiment Index“ ist zuletzt deutlich gefallen und notiert aktuell bei minus 13 Punkten. Damit liegt die Marktstimmung zwar weiterhin formal in der neutralen Zone, bewegt sich jedoch zunehmend in Richtung Angst. Als entscheidende Schwelle gilt ein Wert von minus 20. Erst ein nachhaltiger Rückgang darunter würde den Übergang in die sogenannte Fear-Zone bestätigen.

Der Indikator kombiniert unter anderem den bekannten Fear-&-Greed-Index mit Abstimmungsdaten von CoinGecko und bildet die Stimmung auf einer Skala von minus 100 bis plus 100 ab. Sowohl die schnelle als auch die geglättete Linie sind zuletzt unter null gefallen. Die schnelle Komponente liegt bei rund minus 14 und zieht damit auch den langsameren Trend weiter nach unten. Parallel verlor Bitcoin etwa fünf Prozent gegenüber seinem lokalen Hoch.

Für Anleger muss diese Entwicklung jedoch nicht ausschließlich negativ sein. Historische Auswertungen zeigen, dass Bitcoin nach vergleichbaren Sentiment-Konstellationen in den folgenden 30 Tagen im Median um rund 3,4 Prozent zulegte. Sinkende Stimmung kann somit auf zunehmenden Pessimismus hindeuten, der bereits teilweise im Kurs enthalten ist.

Entscheidend bleibt nun die Marke von minus 20. Ein Bruch würde eine weitere Verschärfung der Angst signalisieren. Eine erste Entspannung wäre dagegen erkennbar, sobald der Index wieder dreht und über die Nulllinie steigt.

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