Ethereum: Nur noch 8 Tage!
Der Kryptomarkt wartet derzeit auf einen entscheidenden Impuls. Seit Wochen bewegen sich Bitcoin und Ethereum in einer engen Seitwärtsrange, während Anleger zunehmend verunsichert sind. Besonders Ethereum gelingt es aktuell nicht, nachhaltig über wichtige Kursmarken auszubrechen.
Doch genau diese Ruhephase könnte schon bald enden. Eine politische Entscheidung aus den USA rückt immer stärker in den Mittelpunkt und laut Marktbeobachtern könnte sie der Auslöser für die nächste große Ethereum-Rallye werden.
Clarity Act könnte den Markt drehen
Im Weißen Haus laufen aktuell intensive Gespräche rund um den sogenannten Clarity Act, der erstmals klare Regeln für Stablecoins und Teile der Kryptobranche schaffen soll. Als Deadline wurde der 1. März genannt.
Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie Stablecoins künftig reguliert werden sollen. Banken befürchten seit längerem, dass attraktive Renditen auf Stablecoins Kapital aus klassischen Sparprodukten abziehen könnten.
Der aktuell diskutierte Kompromiss sieht daher vor, dass Nutzer keine Zinsen allein für das Halten von Stablecoinserhalten dürfen. Renditen sollen jedoch weiterhin erlaubt bleiben, wenn Stablecoins aktiv genutzt werden,etwa im Lending oder innerhalb von DeFi-Anwendungen. Damit zeichnet sich erstmals ein regulatorischer Mittelweg ab, mit dem sowohl Banken als auch Kryptounternehmen leben könnten.
Ethereum sitzt am Hebel des Stablecoin-Marktes
Warum diese Entscheidung ausgerechnet für Ethereum so wichtig ist, zeigen die aktuellen Marktdaten deutlich. Ethereum bleibt die mit Abstand wichtigste Infrastruktur für Stablecoins weltweit. Der führende Krypto-Analyst von Rundumbitcoin zeigt auf, warum das neue Gesetz für Ethereum extrem bullish sein dürfte.
Von rund 307 Milliarden Dollar Stablecoin-Marktkapitalisierung entfallen fast 160 Milliarden Dollar direkt auf Ethereum, ohne Layer-2-Netzwerke wie Base oder Polygon. Kommt regulatorische Klarheit, könnte sich dieser Markt laut Analysten in den kommenden Jahren auf über eine Billion Dollar ausweiten.
Stablecoins bilden die Grundlage für nahezu alle neuen Blockchain-Anwendungen: tokenisierte Aktien, On-Chain-Kredite, digitale Zahlungsnetzwerke oder den Handel realer Vermögenswerte rund um die Uhr. Genau diese Bereiche wachsen derzeit besonders schnell.
Fundamentaldaten stärker als der Kurs vermuten lässt
Besonders auffällig ist aktuell die Diskrepanz zwischen Nutzung und Preisentwicklung. Während der ETH-Kurs seit Monaten schwächelt, steigt die Aktivität im Netzwerk weiter an. Transaktionsvolumen, Stablecoin-Nutzung und tokenisierte Assets wachsen konstant.
Da bei jeder Transaktion ein Teil der Gebühren verbrannt wird, reduziert sich langfristig das verfügbare Angebot an ETH. Steigende Nutzung bei gleichzeitig sinkendem Angebot gilt unter Analysten als klassisches Fundament für langfristige Kursanstiege.
Viele Investoren warten derzeit jedoch bewusst ab. Kurz vor wichtigen politischen Entscheidungen fließt traditionell weniger Kapital in risikoreiche Märkte. Genau deshalb könnte der 1. März zum Wendepunkt werden: Nicht nur das Gesetz selbst, sondern vor allem das Ende der Unsicherheit könnte neue Dynamik auslösen.