CLARITY Act vor dem Aus? Abstimmung könnte scheitern, nur 23 % Wahrscheinlichkeit
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Der CLARITY Act sollte 2026 den regulatorischen Durchbruch für den amerikanischen Kryptomarkt bringen. Das Repräsentantenhaus verabschiedete H.R. 3633 bereits im Juli 2025 mit einer deutlichen Mehrheit von 294 zu 134 Stimmen. Im Senat fehlt jedoch weiterhin der entscheidende Schritt. Anfang August blockieren Haushaltsverhandlungen, ungelöste inhaltliche Konflikte und Zweifel an einer ausreichenden Mehrheit den Zeitplan.
Die Skepsis wächst entsprechend: Auf Polymarket sank die Wahrscheinlichkeit einer Unterzeichnung im Jahr 2026 zuletzt auf nur noch 23 Prozent. Damit droht ausgerechnet das wichtigste US-Kryptogesetz erneut an politischen und prozeduralen Hürden zu scheitern.
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Senatsverfahren stockt: Jetzt entscheidet der Zeitplan über den CLARITY Act
Der aktuelle Stillstand bedeutet noch nicht zwangsläufig das Ende des CLARITY Act. Er zeigt jedoch, wie eng das verbliebene Zeitfenster geworden ist. Senatsführer John Thune hatte zunächst keine „Cloture“ für den Antrag zur Aufnahme der Beratungen eingereicht. Mit diesem Verfahren könnte die Debatte begrenzt und eine Abstimmung vorbereitet werden. Ein wesentlicher Grund war offenbar die parallel laufende Auseinandersetzung über eine Continuing Resolution, also eine Übergangsfinanzierung für die US-Regierung.
Nach Informationen der Krypto-Journalistin Eleanor Terrett könnte Thune den Cloture-Antrag einreichen, sobald die prozeduralen Fragen rund um diese Haushaltsvorlage geklärt sind. Geschieht dies kurzfristig, wäre eine Abstimmung grundsätzlich rund 30 Stunden später möglich. Dabei würde der Senat allerdings zunächst nur darüber entscheiden, ob er die Beratungen zum CLARITY Act offiziell aufnimmt – noch nicht über die endgültige Verabschiedung.
Genau darin liegt das Risiko: Selbst ein erfolgreicher erster Verfahrensschritt würde weitere Debatten, mögliche Änderungsanträge und wahrscheinlich zusätzliche Abstimmungen nach sich ziehen. Für Cloture werden im Regelfall 60 Stimmen benötigt. Ob Thune diese Mehrheit sicher zusammenbekommt, ist derzeit offen. Terrett zufolge könnte ein Grund für die Verzögerung sein, dass die notwendigen Stimmen bislang fehlen.
Der offizielle Senatskalender konzentrierte sich zunächst auf die Übergangsfinanzierung. Der CLARITY Act tauchte dagegen nicht auf dem veröffentlichten Abstimmungsplan auf. Einige Beobachter rechnen dennoch damit, dass Thune das Verfahren kurzfristig anstößt. Hinter den Kulissen soll es inzwischen sogar den Wunsch geben, die Senatoren abstimmen zu lassen, damit ihre Positionen öffentlich dokumentiert werden – selbst wenn das Gesetz am Ende durchfällt.
Ethikregeln und BRCA-Streit: Darum fehlen weiterhin entscheidende Stimmen
Die Probleme sind nicht ausschließlich prozedural. Inhaltlich bestehen weiterhin erhebliche Differenzen zwischen Republikanern, Demokraten, Banken und der Kryptobranche. Einer der größten Streitpunkte betrifft Ethikregeln für Politiker und Regierungsvertreter. Demokraten fordern strengere Vorgaben für mögliche Interessenkonflikte rund um eigene Kryptoaktivitäten. Laut Terrett gab es zuletzt weiterhin keine klare öffentliche Zustimmung des Weißen Hauses zu einem parteiübergreifenden Kompromiss.
Hinzu kommen Konflikte über den sogenannten Blockchain Regulatory Certainty Act, kurz BRCA. Dieser soll klarstellen, wann Softwareentwickler, Validatoren oder andere nicht verwahrende Blockchain-Dienstleister nicht wie klassische Finanzintermediäre behandelt werden. Befürworter sehen darin einen notwendigen Schutz für Entwickler und dezentrale Netzwerke. Kritiker befürchten dagegen regulatorische Schlupflöcher, insbesondere bei Geldwäsche, Sanktionen und Verbraucherschutz.
Weitere Spannungen betreffen Stablecoin-Prämien und die Frage, welche Behörde bestimmte digitale Vermögenswerte beaufsichtigen soll. Der CLARITY Act soll grundsätzlich die Zuständigkeiten von SEC und CFTC genauer abgrenzen. Genau diese Marktstruktur wäre für Kryptounternehmen von enormer Bedeutung, weil sie jahrelange Rechtsunsicherheit reduzieren könnte.
Coinbase-Chef Brian Armstrong erhöht deshalb den politischen Druck. Er verweist darauf, dass etwa jeder vierte erwachsene Amerikaner Kryptowährungen besitzt. Zudem behauptet er, Wähler seien deutlich eher bereit, Kandidaten zu unterstützen, die sich für den CLARITY Act einsetzen. Die Eigentümerzahl von rund 67 Millionen Menschen basiert auf einer Erhebung der National Cryptocurrency Association; Armstrongs politische Aussagen sind dagegen als Lobbyargument der Branche einzuordnen.

Die fallende Polymarket-Quote zeigt, dass Händler derzeit nicht an einen schnellen Durchbruch glauben. Noch ist das Gesetz nicht gescheitert. Ohne rasche Verfahrensfortschritte und einen belastbaren überparteilichen Kompromiss dürfte eine Unterzeichnung 2026 jedoch zunehmend unwahrscheinlich werden.
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Während Washington streitet, setzt Bitcoin Hyper Akzente
Die Schwierigkeiten beim CLARITY Act zeigen, dass politische Fortschritte selbst bei grundsätzlich wachsender Unterstützung keineswegs garantiert sind. Anleger richten ihren Blick deshalb nicht nur auf Washington, sondern zunehmend auf Projekte, die unabhängig vom regulatorischen Zeitplan neue technische Anwendungsfälle entwickeln. Besonders viel Aufmerksamkeit erhalten dabei Bitcoin-Layer-2-Lösungen. Sie wollen die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit schnelleren Transaktionen, niedrigeren Gebühren und programmierbaren Anwendungen verbinden.
Ein Projekt, das hier relative Stärke zeigt, ist Bitcoin Hyper ($HYPER). Während der breite Kryptomarkt weiterhin unter schwachem Momentum leidet, wurden im Presale bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Diese Nachfrage ist zwar noch kein Beweis für einen späteren Markterfolg, signalisiert jedoch ein vergleichsweise hohes Interesse an dem Konzept. Bitcoin Hyper möchte die Vorteile zweier großer Blockchain-Welten zusammenführen: Bitcoin soll als robuste Abwicklungsebene dienen, während eine auf der Solana Virtual Machine basierende Layer 2 schnellere und günstigere Anwendungen ermöglichen soll.
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Im Zentrum steht eine geplante kanonische Bridge. Nutzer sollen BTC auf der Bitcoin-Layer-1 einzahlen können, während auf der Layer 2 eine entsprechende Repräsentation bereitgestellt wird. Zero-Knowledge-Technologie soll dabei helfen, Zustandsänderungen kryptografisch abzusichern und die Verbindung zwischen den Ebenen effizient zu gestalten. Dadurch könnten perspektivisch DeFi-Anwendungen, Zahlungen, Token-Projekte und weitere Smart-Contract-Funktionen rund um Bitcoin entstehen.
Zusätzliche Nachfrage soll das Staking des HYPER-Tokens erzeugen. Die derzeit ausgewiesene dynamische Rendite liegt bei ungefähr 36 Prozent APY. So besitzt das Projekt aktuell bullisches Momentum. Sollte die Verbindung aus Bitcoins Kapitalbasis und Solanas leistungsfähiger Ausführungsumgebung funktionieren, könnte Bitcoin Hyper von einem der spannendsten Infrastrukturtrends des nächsten Marktzyklus profitieren.