Analyst geht hart mit Ripple Coin XRP ins Gericht – eine der »schlimmsten Kryptowährungen«?

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In der Kryptoszene sorgt ein neuer Beitrag des Experten Justin Bons auf X für Aufmerksamkeit – und für deutliche Irritationen unter XRP-Anhängern. Bons kritisiert nicht primär den technischen Aufbau oder die Open-Source-Struktur des Projekts, sondern stellt das Fundament des Netzwerks infrage: den Konsensmechanismus.

Aus seiner Sicht operiert XRP faktisch in einem „permissioned“ Umfeld, da Validatoren auf einem vertrauensbasierten Modell beruhen und nicht durch ökonomische oder kryptografische Anreize gesteuert werden. Dadurch fehle jenes spieltheoretische Sicherheitsnetz, das Blockchains üblicherweise robust gegenüber Angriffen oder Zensur mache. Die Dezentralität, die ein Kernversprechen vieler Kryptowährungen darstellt, sieht Bons bei XRP daher nicht verlässlich gegeben. Kritisch bewertet er zudem die öffentliche Darstellung des Projekts, die aus seiner Sicht mehr Dezentralität suggeriere, als das technische Design tatsächlich hergebe.

Ripple News polarisieren

Rückendeckung erhält Bons von Jared Tate, dem Gründer von DigiByte. Auch er wirft Ripple und dem XRP-Modell strukturelle Probleme vor. Ein zentral vorab erzeugter Tokenbestand, der weiterhin durch eine Institution verkauft werde, widerspreche dem Anspruch eines offenen, dezentralen Ökosystems. Wiederkehrende Unlocks belasteten den Markt und begünstigten vor allem frühe Insider. Auch Tate verweist auf die geringe Zahl an zulässigen Validatoren, die seiner Ansicht nach der Vorstellung eines unabhängigen Netzwerks klar entgegensteht.

Die Kritik reiht sich ein in eine Debatte, die bereits vor rund einer Woche durch Aussagen des Solana-Entwicklers Mert neu entfacht wurde. Dieser bezeichnete aktuellen Krypto News zufolge XRP sogar als „größten Scam des Jahrhunderts“ und argumentierte, der Marktpreis stehe in keinem Verhältnis zum technologischen Nutzen. Die hohe Marktkapitalisierung sei vor allem ein Produkt von Marketing und Spekulation, was Anlegern ein falsches Bild vermittle.

XRP Kurs unter Druck

Der XRP Kurs steht am Montagnachmittag bei 2,27 US-Dollar und verzeichnet auf Wochensicht ein Minus von 10,1 Prozent. Dennoch gibt es weiterhin bullishe Stimmen, die eine langfristig positive Ripple Prognose vertreten und argumentieren, dass regulatorische Klarheit sowie institutionelle Integrationen womöglich neues Vertrauen schaffen könnten. Einige Anleger sehen die jüngsten Rücksetzer daher sogar als Gelegenheit, um günstiger Ripple kaufen zu können – auch wenn die fundamentale Debatte um Struktur, Governance und Dezentralität des Projekts damit keineswegs beendet ist.

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