21Shares notiert Bitcoin- und Gold-ETP „BOLD” an der Londoner Börse

Der in der Schweiz ansässige Anbieter von Anlageprodukten 21Shares hat sein börsengehandeltes Produkt (ETP) BOLD für Bitcoin und Gold an der Londoner Börse notiert. Damit ist es das erste Produkt an diesem Handelsplatz, das innerhalb einer risikogesteuerten Struktur sowohl Bitcoin als auch Gold abdeckt.
Der Handel beginnt am Dienstag, dem 13. Januar 2026, unter den Tickern BOLD (GBP) und BOLU (USD).
Die Notierung folgt auf die Entscheidung der britischen Finanzaufsichtsbehörde im Oktober 2025, die Beschränkungen für Bitcoin-ETPs für professionelle Anleger aufzuheben, wodurch einer breiteren Palette von krypto-gebundenen Anlageprodukten der Zugang zum britischen Markt ermöglicht wird.
Eine Kombination aus zwei knappen Assets
BOLD vereint die beiden liquidesten alternativen Assets der Welt – Bitcoin und Gold – in einem einzigen, physisch gedeckten Produkt. Die Strategie zielt darauf ab, das Aufwärtspotenzial von Bitcoin zu nutzen und gleichzeitig die Volatilität durch Diversifizierung mit Gold zu reduzieren, das in der Vergangenheit geringere Preisschwankungen und eine geringe Korrelation mit digitalen Vermögenswerten aufwies.
Nach Angaben des Unternehmens hat BOLD seit seiner Einführung in der Schweiz im April 2022 bis Ende 2025 eine Gesamtrendite von 122,5 % in GBP erzielt, einschließlich Gebühren.
Im Vergleich dazu betrugen die Renditen für Bitcoin und Gold im gleichen Zeitraum 111,3 % bzw. 113,0 %, was die Vorteile einer Kombination der beiden Assets in einem neu ausbalancierten Portfolio unterstreicht.
Risikogewichtete Rebalancing-Strategie
Nach Angaben des Unternehmens verwendet BOLD im Gegensatz zu einer einfachen 50/50-Allokation einen monatlichen risikogewichteten Rebalancing-Ansatz, der auf der inversen Volatilität über 360 Tage basiert.
Dies bedeutet, dass der weniger volatile Vermögenswert eine höhere Gewichtung erhält, mit dem Ziel, ein gleiches Risikoniveau für Bitcoin und Gold aufrechtzuerhalten, anstatt eine gleichmäßige Kapitalallokation zu erreichen.
Durch den monatlichen Rebalancing-Prozess wird der besser performende Asset systematisch reduziert und das Engagement in dem schwächeren Asset erhöht.
Laut Daten von BOLDETF.com hat dieser Mechanismus im Durchschnitt zusätzliche Überschussrenditen von 5–7 % pro Jahr generiert und gleichzeitig ein gleichmäßigeres Performance-Profil erzielt, das näher an dem von Gold allein liegt.
Performance über Marktzyklen hinweg
Seit dem Höchststand des Bitcoin-Marktes Ende 2017 hat der BOLD-Index eine Rendite von 450,3 % erzielt und damit sowohl Bitcoin als auch Gold einzeln sowie eine statische 50/50-Allokation übertroffen.
Die Strategie ist so konzipiert, dass sie sich in Zeiten starker Volatilität anpassen kann. Nach dem Rückgang von Bitcoin im Februar 2025 wurde beispielsweise bei der anschließenden monatlichen Neugewichtung das Bitcoin-Engagement erhöht, wodurch das Portfolio wieder auf sein angestrebtes Risikoniveau zurückgebracht wurde.
Institutionelle Struktur und Verfügbarkeit
BOLD ist physisch gedeckt, wobei die Verwahrung von Gold durch JP Morgan und die Verwahrung von Bitcoin durch Anchorage Digital Bank N.A. und Copper Technologies (Switzerland) AG erfolgt.
Das Produkt hat eine Gesamtkostenquote von 0,65 % und wird intraday gehandelt, wodurch es institutionellen und professionellen Anlegern Liquidität und Transparenz bietet.
BOLD ist bereits an den Börsen in Zürich, Frankfurt, Paris, Amsterdam und Stockholm notiert. Die Notierung in London erweitert die Reichweite von BOLD, da die Nachfrage nach diversifizierten, risikobereinigten Engagements in digitalen Vermögenswerten und Hartgeld in einem einzigen, regulierten Vehikel wächst.
Digitale Vermögensfonds verzeichnen wöchentliche Abflüsse in Höhe von 454 Millionen US-Dollar
Die neuesten Daten von CoinShares zeigen, dass digitale Anlageprodukte in der vergangenen Woche Nettoabflüsse in Höhe von 454 Millionen US-Dollar verzeichneten, was eine deutliche Umkehr der Anlegerstimmung bedeutet, die die zu Jahresbeginn erzielten Gewinne weitgehend zunichte gemacht hat.
Der Rückgang folgt auf eine viertägige Abflussserie von insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar, die die in den ersten beiden Handelstagen des Jahres 2026 verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar nahezu zunichte gemacht hat.
Die abrupte Wende scheint eng mit den nachlassenden Erwartungen einer Zinssenkung durch die US-Notenbank im März verbunden zu sein, nachdem jüngste makroökonomische Daten darauf hindeuten, dass die Inflation möglicherweise länger anhalten könnte als von den Märkten erwartet.