Die Kryptowoche: Scheidung per Knopfdruck

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Das Krypto-Blutbad, das digitale Währungen wie Bitcoin diese Woche erlebten, beherrschte natürlich die Schlagzeilen in den großen Medien des Landes. Doch daneben gab es wieder jede Menge interessante News.

Ehevertrag mit Smart Contract erfüllt sich selbst

Wie Trendingtopics.at berichtet wurde in Österreich der erste smarte Ehevertrag mittels einer Blockchain geschlossen. Der Smart Wedding Contract des Grazer Unternehmers Lukas Götz und seiner Ehefrau ist mit zwei Ethereum-Wallets verknüpft. Damit können jederzeit neue Vermögenswerte hinzugefügt und nach Anteilen getrennt werden. Umgesetzt hat den Ehevertrag die Firma des Bräutigams, Block42. Im Falle einer Scheidung kann die Gütertrennung über den Smart Contract nach vorher definierten Regeln gewissermaßen selbst erfüllt werden.

Deutschland entdeckt die Jagd nach Steuersündern mittels Blockchain

Vor wenigen Jahren erregte Kanzlerin Merkel Aufsehen, als sie das Internet als “Neuland” bezeichnete. Das trifft offenbar auch auf die Blockchain zu. Wie die Welt berichtet möchte das Bundeswirtschaftsministerium zukünftig die Blockchain-Technologie für die Jagd auf Steuersünder zum Einsatz bringen. Staatssekretär Christian Hirte sagte dazu: “Damit könnte man sicherstellen, dass zu jedem Zeitpunkt sicher nachvollziehbar ist, wer Eigentümer einer Aktie ist. Regulatorisch sind wir da noch nicht ganz auf die neue Welt eingestellt.”

Länder wie Thailand sind da schon etwas weiter.

Edward Snowden ist skeptisch

Aufdecker Edward Snowden hat sich aus seinem russischen Exil zum Thema Bitcoin und Krypto zu Wort gemeldet. Er glaubt dass Bitcoin nicht überleben wird, Kryptowährungen grundsätzlich aber sehr wohl.

In einem Interview mit Ben Wizner, Direktor des ACLU Speech, Privacy and Technology Projekts, sagte Snowden laut CNN, dass das Vertrauen, das Bitcoin derzeit noch genießt seiner Meinung nach auf andere Kryptowährungen übertragen wird. Er sieht den einzigen Unterschied zwischen staatlichen Fiat-Währungen und digitalen Kryptowährungen in der staatlichen Unterstützung der Fiat-Währungen. Diese erzeuge mehr “Glauben” an diese Form von Geld.

Kryptowährungen genießen allerdings zwei Vorteile, die sie lebenfähig machen würden. Das sei einerseits die Knappheit (Bitcoin hat eine begrenzte Geldmenge von 21 Millionen BTC) und andererseits die Tatsache dass Teile der Bevölkerung Kryptowährungen als Tauschmittel akzeptieren. Von der technischen Umsetzung hält Snowden allerdings weniger.

Bild von Pixabay

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