Ist dieses Solana-Projekt besser als Robinhood und Coinbase?

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März 2026
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Patrick Krauss ist Krypto-Autor mit Schwerpunkt auf Marktnews und Plattform-Vergleichen. Bei Cryptonews DE schreibt er vor allem Krypto-News und Branchenmeldungen. Darüber hinaus analysiert er...

Zuletzt aktualisiert am: 

Auch im Krypto-Bärenmarkt 2026 gibt es Projekte, deren fundamentale Entwicklung deutlich stärker wirkt als ihre Kursentwicklung. Einige Coins könnten inzwischen so günstig bewertet sein, dass sie langfristig sogar mit etablierten Kryptobörsen und klassischen Finanzplattformen konkurrieren.

Denn während viele Anleger DeFi vorschnell abschreiben, bauen führende Protokolle ihre Angebote kontinuierlich aus. Besonders Jupiter rückt dabei in den Fokus. Das Solana-Projekt hat sich längst vom einfachen DEX-Aggregator zu einer umfassenden Handels- und Finanzplattform entwickelt. Ein Analyst hält Jupiter deshalb bereits heute für den aussichtsreichsten Kandidaten für eine dezentrale „Everything Exchange“ – möglicherweise sogar vor Coinbase und Robinhood.

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Diese Krypto soll Coinbase und Robinhood angreifen

Nach Einschätzung des Krypto-Investors David von Effort Capital gibt es derzeit nur ein Token-Projekt, das dem langfristigen Ziel einer sogenannten „Everything Exchange“ besonders nahekommt: Jupiter. Damit ist eine Plattform gemeint, über die Nutzer möglichst viele Finanzgeschäfte zentral an einem Ort abwickeln können – vom einfachen Token-Tausch über Derivate bis hin zu Krediten und weiteren Anlageprodukten.

Der Analyst stellt Jupiter damit sogar über dezentrale Konkurrenten wie Hyperliquid und Lighter. Diese dürften zwar wichtige Bestandteile der künftigen Handelsinfrastruktur bleiben, seien bislang jedoch stärker auf einzelne Ebenen des Marktes spezialisiert. Jupiter versuche dagegen, immer größere Teile der gesamten Wertschöpfungskette abzudecken.

Als Vergleich dienen Robinhood und Coinbase. Beide Unternehmen konnten ihre Abhängigkeit von einzelnen Einnahmequellen reduzieren, indem sie zahlreiche Produkte entwickelten. Laut den im Beitrag genannten Daten verfügt Robinhood über 13 Geschäftsbereiche, die jeweils mehr als 100 Millionen US-Dollar pro Jahr erwirtschaften, bei Coinbase sollen es zwölf sein. Jupiter habe sein Angebot dagegen innerhalb kurzer Zeit von drei auf zunächst vier und inzwischen sieben relevante Produkte erweitert.

Genau diese Diversifizierung könnte langfristig entscheidend sein. Das Protokoll wäre dadurch weniger von der Aktivität in einem einzelnen Marktsegment abhängig und könnte Nutzer dauerhaft im eigenen Ökosystem halten. Die Einschätzung bleibt allerdings eine Investmentthese: David weist ausdrücklich darauf hin, selbst JUP zu halten. Dennoch verdeutlicht der Vergleich, wie ambitioniert Jupiter inzwischen positioniert ist.

Was ist Jupiter? Solana-App entwickelt sich zur DeFi-Superplattform

Jupiter startete vor allem als dezentraler Liquiditätsaggregator auf Solana. Vereinfacht gesagt durchsucht das Protokoll verschiedene Handelsplätze und Liquiditätspools, um für einen Token-Swap eine möglichst effiziente Route zu finden. Nutzer müssen dadurch nicht selbst mehrere dezentrale Börsen vergleichen. Inzwischen geht der Anspruch jedoch deutlich über einfache Swaps hinaus.

Über Jupiter stehen unter anderem Spot-Trading, Limit-Orders, wiederkehrende Käufe, Perpetual Futures sowie Kredit- und Lending-Produkte zur Verfügung. Die offizielle Plattform beschreibt sich mittlerweile als Heimat für Onchain-Finanzdienstleistungen und bietet neben Swaps auch Borrowing, Lending, Prognosemärkte, Wallet-Funktionen und weitere Anwendungen an. Damit entwickelt sich Jupiter zunehmend zu einer Benutzeroberfläche für nahezu das gesamte Solana-DeFi-Ökosystem.

Jupiter-COO Kash Dhanda sieht Solana dabei als wichtigen Wettbewerbsvorteil. Das Netzwerk konzentriere sich seiner Ansicht nach besonders stark auf praktische Verbesserungen wie höhere Bandbreite und geringere Latenz. Entscheidend sei nicht nur theoretische Innovation, sondern Infrastruktur, die Entwickler, Unternehmen und reale Geschäftsmodelle unterstützt. Anwendungen auf Solana könnten deshalb einen besonders großen Anteil der innerhalb eines Blockchain-Ökosystems generierten Umsätze erzielen.

Auch bei Jupiter selbst verteilt sich das Geschäft inzwischen auf mehrere Bereiche. Neben Perpetuals und dem zentralen Swap-Angebot tragen unter anderem Limit-Orders, wiederkehrende Käufe, Entwickler-Schnittstellen und liquide Staking-Produkte zu den Einnahmen bei. Die Zusammensetzung hat sich in den vergangenen Jahren deutlich diversifiziert. Aktuelle DefiLlama-Daten beziffern den annualisierten Protokollumsatz auf rund 107 Millionen US-Dollar, während die Marktkapitalisierung von JUP zuletzt bei ungefähr 607 Millionen US-Dollar lag.

Hinzu kommt die Verbindung zwischen Plattformnutzung und Token. Nach Angaben aus dem Jupiter-Ökosystem werden weiterhin 50 Prozent bestimmter Protokollgebühren für JUP-Rückkäufe verwendet. Die niedrige Bewertung kann dennoch auch Risiken widerspiegeln: Token-Unlocks, Konkurrenzdruck und die Abhängigkeit vom Solana-Ökosystem bleiben relevant. Gelingt der Ausbau zur umfassenden Onchain-Finanzplattform jedoch, könnte Jupiter weit mehr sein als nur die größte Swap-App auf Solana.

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