Fünf Institutionen vereinen 70,8 Prozent der HYPE-ETF-Bestände
Insgesamt 30 Institutionen haben in ihren ersten quartalsweisen 13F-Meldungen Bestände an Hyperliquid-ETFs im Gesamtwert von rund 74,9 Millionen US-Dollar offengelegt. UBS und Jane Street gehören zu den größeren Einzelhaltern der Liste, halten aber nicht gemeinsam die gesamte Summe – sie verteilt sich auf 30 unterschiedliche Institutionen mit sehr unterschiedlicher Positionsgröße.
UBS und Jane Street unter den größten gemeldeten Haltern
Laut einer Auswertung von Bloomberg Intelligence führte das brasilianische Vermögensverwaltungshaus Wealth High Governance Asset Management die Rangliste an. Zum Stichtag 30. Juni hielt die Firma 632.614 Anteile des 21Shares-HYPE-Fonds THYP im Wert von 23.948.236 US-Dollar – mit deutlichem Abstand die größte gemeldete Einzelposition.
Auf Rang zwei folgte OLP Capital Management mit rund 10,5 Millionen US-Dollar. UBS belegte mit 7,5 Millionen US-Dollar Rang drei, die Bank of Montreal kam mit 6,7 Millionen US-Dollar auf Rang vier. Jane Street rundete die Top fünf mit 4,4 Millionen US-Dollar ab.

Zusammen kamen die fünf größten Institutionen auf rund 53 Millionen US-Dollar – das entspricht 70,8 Prozent der gesamten gemeldeten Summe. Der breitere Kontext zu Krypto-ETF-Zuflüssen bei Bitcoin und Ether zeigt, dass institutionelle Positionierung in regulierten Krypto-Produkten derzeit über mehrere Assets hinweg zunimmt.
Was die 13F-Meldungen zeigen
Die Zahlen beziehen sich auf den Bestandsstichtag 30. Juni, veröffentlicht wurde die Auswertung am 5. September 2026. Zusammengestellt hat die Liste Bloomberg-Intelligence-ETF-Analyst James Seyffart, der sie auf X teilte.
Neben den fünf größten Haltern tauchen auf der Liste auch Discovery Capital, Brevan Howard, Balyasny und Boothbay auf. 13F-Meldungen erfassen dabei nur einen Ausschnitt des Marktes: Sie greifen erst ab bestimmten Meldeschwellen und bilden lediglich einen Stichtag ab, keine laufende Positionsentwicklung. Wie solche Offenlegungspflichten regulatorisch eingeordnet werden, beleuchtet auch der Beitrag zum SEC-Prüfverfahren für Krypto-ETFs.
Einordnung des institutionellen Interesses
Die offengelegten Bestände zeigen konkretes professionelles Interesse an einem etablierten Altcoin-Ökosystem. Dass 70,8 Prozent der gemeldeten Summe auf nur fünf Institutionen entfallen, beschreibt lediglich die aktuelle Verteilung der offengelegten Positionen – ein Beleg für künftige Zuflüsse oder eine bestimmte Kursentwicklung lässt sich daraus nicht ableiten.
Wie etablierte Banken zunehmend institutionellen Zugang zu Kryptomärkten schaffen, zeigt auch der Fall von Standard Chartered im Krypto-Handel der VAE. Für Hyperliquid bleibt die 13F-Auswertung damit vor allem eines: ein Schnappschuss darüber, welche Namen aus der klassischen Finanzwelt zum Stichtag 30. Juni bereits Exposure zu HYPE-ETFs hielten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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