Bitcoin-Miner schöpfen nach Hashprice-Sprung wieder Hoffnung
Der Hashprice von Bitcoin ist innerhalb von vier Tagen um 20,41 Prozent gestiegen und erreicht damit ein Niveau, das zuletzt im Mai zu beobachten war. Miner erzielen dadurch höhere Einnahmen pro Recheneinheit, nachdem enge Margen den Sektor über Monate belastet hatten. Ob der Aufschwung von Dauer sein wird, bleibt offen.
Der Sprung im Detail
Laut Daten des Hashrate Index kletterte der Hashprice von 31,80 Dollar pro Petahash pro Sekunde (PH/s) am 18. August auf 38,29 Dollar am 22. August. Der Hashprice misst, wie viel Umsatz ein Miner aus einer bestimmten Menge Rechenleistung erzielen kann – in diesem Fall aus einem Petahash. Ein Petahash entspricht etwa 1.000 Terahash pro Sekunde.
Bei den aktuellen Werten erwirtschaftet ein Bitmain Antminer S23 Hydro 3U mit 1,16 PH/s einen geschätzten Tagesgewinn von 17,86 Dollar bei Stromkosten von 0,10 Dollar pro Kilowattstunde. Der Sealminer A4 Ultra Hydro von Bitdeer mit 886 TH/s Rechenleistung kommt unter denselben Bedingungen auf rund 13,75 Dollar täglich. Bei niedrigeren Stromkosten erzielen laut den vorliegenden Schätzungen auch ASIC-Maschinen von MicroBT und Canaan konstante Gewinne.

Die Profitabilitätsschätzungen können sich jedoch rasch verändern, da unter anderem Bitcoin-Preis, Mining-Schwierigkeit, Hashprice und weitere wirtschaftliche Faktoren die Ergebnisse beeinflussen.
Difficulty und Netzwerkaktivität
Auch die Difficulty schien sich zum Stichtag zugunsten der Miner zu entwickeln. Die Blockzeiten lagen bei 10 Minuten und 5 Sekunden und damit leicht über dem Zehn-Minuten-Durchschnitt. Bei diesem Tempo wurde für den 22. August eine Senkung der Difficulty um rund einen Prozentpunkt erwartet.
Zugleich stellen 133 Pools unterschiedlicher Größe Hashrate für das Bitcoin-Netzwerk bereit, darunter auch sehr kleine und soloähnliche Operationen. Foundry USA führte am 22. August mit 214,73 EH/s, gefolgt von Antpool mit 156,17 EH/s und F2pool mit 110,62 EH/s. ViaBTC lag mit 91,02 EH/s auf Platz vier, während sich Secpool und Spiderpool mit jeweils rund 65,07 EH/s den fünften Platz teilten.
Die gesamte Netzwerk-Hashrate lag bei rund 922 EH/s. Nachdem die Rechenleistung zuvor unter 900 EH/s geblieben war, rückte damit die Marke von einem Zettahash näher.

Miner-Umsätze im August noch hinter Juli
Trotz des Hashprice-Anstiegs lag der August laut Daten von newhedge.io noch hinter dem Juli-Ergebnis zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Bitcoin-Miner im August 682,69 Millionen Dollar aus Blocksubventionen und Gebühren eingenommen. Davon entfielen 5,14 Millionen Dollar auf Transaktionsgebühren.
Im Juli hatten die Miner insgesamt 875 Millionen Dollar eingenommen. Den Minern blieb zum betrachteten Zeitpunkt noch etwa eine Woche, um den Abstand zu diesem Wert zu verringern.
Entlastung nach dem Bärenmarkt
Seit dem Allzeithoch von etwas mehr als 126.000 Dollar im Oktober 2025 hatte der Bärenmarkt die Mining-Branche belastet. Der Anstieg in dieser Woche verbesserte die Bedingungen für Mining-Betreiber und die Profitabilität von SHA-256 deutlich.
Der jüngste Anstieg des Hashprice liefert damit zwar eine kurzfristige Entlastung für Miner. Ob die Folgen des Bärenmarkts weiter nachlassen und die verbesserten Bedingungen anhalten, lässt sich zum betrachteten Zeitpunkt jedoch nicht abschließend beurteilen.