Strive-CEO erklärt Bitcoin-Bärenmarkt für beendet
Bitcoin hat zwischen Mittwoch und Freitag vergangener Woche rund 21 Prozent zugelegt und kurzzeitig die Marke von 79.000 US-Dollar überschritten. Strive-CEO Matt Cole nimmt den Anstieg zum Anlass, den Bärenmarkt für Bitcoin für beendet zu erklären. Seine Einschätzung stützt er darauf, dass Bitcoin in derselben Woche sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber Gold gestiegen ist.
Coles These: Der Doppel-Breakout gegen Dollar und Gold
Cole verweist auf ein Muster an jüngeren Wendepunkten: Nach seiner Darstellung drehte das Verhältnis von Bitcoin zu Gold vor dem in US-Dollar gemessenen Bitcoin-Kurs. Bitcoin habe gegenüber Gold im Dezember 2024 den Höchststand erreicht, während der Dollarpreis erst im Oktober 2025 seinen Höhepunkt markierte.

Am Tiefpunkt habe sich diese Abfolge umgekehrt wiederholt. Cole datiert den Boden im BTC/Gold-Verhältnis auf Februar 2026 und den Boden des Dollarpreises auf Juli, also rund fünf Monate später. Dies erkläre aus seiner Sicht auch die negative Marktstimmung: Bitcoin habe während der Rally neue Dollarrekorde erreicht, zugleich aber gegenüber Gold an Boden verloren. Ein moderater nominaler Rücksetzer könne sich unter diesen Bedingungen deutlich schmerzhafter anfühlen.
Inzwischen sieht Cole beide Verhältnisse wieder steigen. Den gleichzeitigen Anstieg gegenüber Dollar und Gold bewertet er als wichtiges Signal für seine Einschätzung zum Ende des Bärenmarkts.
Treasury-Entscheidung im Fokus
Der unmittelbare Kurssprung wird laut Berichterstattung vielfach der Entscheidung des US-Finanzministeriums zugeschrieben, langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen. Im Monatsvergleich lag Bitcoin gegenüber dem US-Dollar um mehr als 22 Prozent im Plus und gegenüber Gold um 6,6 Prozent.

Cole räumt ein, dass Bitcoin nach dem schnellen Anstieg weiterhin zurücksetzen könnte. Bei einer nennenswerten Korrektur erwartet er jedoch starke Käufer, die den Kurs stützen würden.
Strives eigene Position zeigt, wie viel auf dem Spiel steht
Coles Überzeugung ist für sein eigenes Unternehmen von unmittelbarer Bedeutung. Strive hält 20.246 BTC und rangiert damit auf Platz sieben unter den öffentlichen Unternehmen mit Bitcoin-Beständen. Der durchschnittliche Einstiegspreis liegt bei 94.345 US-Dollar je Bitcoin und damit rund 22 Prozent über dem damaligen Kursniveau.
Trotz der Rally der vergangenen Woche weist Strive auf die Position einen nicht realisierten Verlust von rund 350 Millionen US-Dollar aus. Damit ist Coles Einschätzung direkt mit der Bilanz seines Unternehmens verbunden.
Was die Bewegung für Coles Zyklusthese bedeutet
Cole sieht im gleichzeitigen Anstieg von Bitcoin gegenüber dem Dollar und Gold eine Bestätigung seiner These. Nach seiner Einschätzung erhöht dieses Muster seine Zuversicht für die kommenden 12 bis 18 Monate sowie für die längerfristige Entwicklung in den folgenden Jahren.
Ob sich diese Einschätzung bestätigt, bleibt offen. Die jüngste Bewegung zeigt jedoch, dass Bitcoin sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber Gold deutlich zugelegt hat.
Quelle: BeInCrypto
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