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Stablecoins: Die Revolution bei globalen Geldtransfers

Stablecoins sind nicht mehr nur eine Brücke zwischen Krypto und Fiat – sie werden zu den Schienen des globalen Handels, schreibt Nonco-CEO Fernando Martinez.

Aktualisiert 8. Okt. 2025, 5:08 p.m. Veröffentlicht 8. Okt. 2025, 5:03 p.m. Übersetzt von KI
Man waiting at subway
(kwan fung/ Unsplash)

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Jeden Tag werden Milliarden von Dollar über Stablecoins zwischen Blockchains bewegt. Der Markt wird dominiert von USDT (Marktkapitalisierung 175 Mrd. USD) und USDC (75 Mrd. USD), aber ein wachsendes Ökosystem neuer Marktteilnehmer erweitert die Landschaft. Stablecoins sind längst keine Randerscheinung im Krypto-Bereich mehr – sie entwickeln sich zu einer der größten finanziellen Innovationen seit dem Aufkommen elektronischer Zahlungen.

Ihre Anwendungsfälle sind vielfältig, doch vier stechen besonders hervor:

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  • Absicherung in Hochinflationswirtschaften
  • Grenzüberschreitende Zahlungen und Überweisungen
  • DeFi und programmierbare Finanzen
  • Handel und Liquidität

Von diesen weist der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr und die Überweisungsanwendung das größte Wachstumspotenzial auf. USD-bewertete Stablecoins ersetzen leise SWIFT für kleine und mittlere Transaktionen — und ermöglichen es, Geld innerhalb von Sekunden statt Tagen rund um die Welt zu bewegen.

Stablecoins vs. SWIFT: Die Neugestaltung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs

Was gestört wird, ist nicht SWIFT im Allgemeinen, sondern SWIFT als globale Schieneninfrastruktur für Dollarüberweisungen. Seit Jahrzehnten ist der US-Dollar der Rechnungseinheit für den globalen Handel , und SWIFT war das Nachrichtensystem, das diese Ströme koordinierte. Nun, anstelle von SWIFT als Vermittler, USD-Stablecoins dienen selbst als Übertragungsachse: programmierbar, überprüfbar und rund um die Uhr verfügbar.

Stablecoins ersetzen SWIFT noch nicht im großen Maßstab – sie machen immer noch weniger als 1 % der globalen Geldströme aus – aber im Bereich der Überweisungen, B2B-Zahlungen und E-Commerce, USD-Stablecoins werden bereits zur schnelleren und kostengünstigeren Ergänzung des traditionellen Dollar-Überweisungssystems.

Geschwindigkeit, Kosten, Akzeptanz — hier ist der Vergleich (2025):

Geschwindigkeit Kosten Adoption 2025

Das Problem: zwei Formen von Geld

Während USD-Stablecoins in der digitalen Welt sofort bewegt werden, läuft die reale Wirtschaft immer noch auf lokale Fiat. Das zwingt Liquiditätsanbieter dazu, zwei unterschiedliche Geldzustände zu überbrücken:

  • Digital (USD Stablecoins).
  • Fiat (lokale Währungen).

Heute führt diese Diskrepanz zu Reibungen. Liquiditätsanbieter halten über Nacht Pesos, Reals oder Naira und können das Kapital erst wieder einsetzen, wenn die Banken öffnen. Die Fintech-Unternehmen oder Endnutzer profitieren von der sofortigen Abwicklung — doch der Anbieter trägt die Kosten für die gebundenen Guthaben. Effektiv bedeutet dies, Die Akzeptanz von Stablecoins wird durch die Größe der Bilanzen der Anbieter begrenzt.

Die Lösung: FX On-Chain = ein Zustand

FX-On-Chain-Protokolle führen das Zwei-Zustands-Problem auf einen einzigen Zustand zurück: digital. Anstatt zwischen Stablecoins und Fiat über Banken zu wechseln, ermöglicht FX-on-chain direkte Swaps zwischen USD-Stablecoins und lokalwährungsbasierten Stablecoins.

Dies erschließt zwei entscheidende Vorteile:

  1. Sofortige Umwandlung: USDC/USDT-Inhaber können direkt in MXN-Stablecoins, BRL-Stablecoins oder COP-Stablecoins verkaufen, die anschließend sofort gegen Fiat eingelöst werden können.
  2. Flow-Abstimmung: Globale Überweisungsströme (Verkauf von USD zum Kauf lokaler Währungen) treffen naturgemäß auf Unternehmens- oder institutionelle Ströme (Verkauf lokaler Währungen zum Kauf von USD). On-Chain-Pools gleichen diese in Echtzeit aus, verrechnen Risiken und recyceln Liquidität rund um die Uhr.

Durch die digitale Vereinheitlichung der Flüsse sind Liquiditätsanbieter nicht mehr gezwungen, Risiken zu lagern. Stattdessen zirkuliert Kapital kontinuierlich on-chain – so wie es auch auf den globalen Devisenmärkten der Fall ist, jedoch mit sofortige Abwicklung, geringere Kosten und transparente Liquidität.

Ausblick

Stablecoins sind nicht mehr nur eine Brücke zwischen Krypto und Fiat — sie entwickeln sich zu den Schienen des globalen Handels. Von Haushalten in Argentinien, die sich gegen Inflation absichern, über Exporteure in Nigeria, die Rechnungen begleichen, bis hin zu Institutionen, die Spreads arbitragebedingt nutzen – Stablecoins etablieren sich überall.

Die Zukunft hängt von drei Fronten ab:

  1. FX On-Chain – Zusammenführung von Fiat- und digitalen Währungen zu einem einheitlichen System, um eine echte Multiwährungs-Abwicklung zu ermöglichen.
  2. Regulierung – Leitplanken setzen, ohne die Innovation zu ersticken.
  3. Nicht-USD-Stablecoins – der Aufstieg von Euro-, Yen- und lokalwährungsgebundenen Stablecoins zur weiteren Lokalisierung der Adoption.

Wenn das vergangene Jahrzehnt von Bitcoin als „digitalem Gold“ geprägt war, wird das nächste von Stablecoins als geprägt sein.„digitales Fiat“ – derzeit nur digitale Dollar und letztlich digitales Fiat für alle, überall.

Hinweis: Die in dieser Kolumne geäußerten Ansichten sind die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die von CoinDesk, Inc. oder deren Eigentümern und Partnern wider.

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