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Bitcoin und Ether brechen ein, doch DeFi-Investoren weigern sich, der Panik nachzugeben

Auch wenn große Kryptowährungen auf Mehrjahrestiefs stürzen und zwangsläufige Liquidationen den Markt erschüttern, ist der Gesamtwert in DeFi nur geringfügig gesunken.

Von Oliver Knight|Bearbeitet von Shaurya Malwa
Aktualisiert 3. Feb. 2026, 1:53 p.m. Veröffentlicht 3. Feb. 2026, 11:31 a.m. Übersetzt von KI
Farming (James Baltz/Unsplash)
Farming (James Baltz/Unsplash)

Was Sie wissen sollten:

  • Der DeFi-TVL fiel nur um 12 % von 120 Milliarden USD auf 105 Milliarden USD und übertraf damit den breiteren Rückgang des Kryptomarktes, der hauptsächlich durch fallende Asset-Preise und nicht durch Abflüsse von Nutzern verursacht wurde.
  • Die in DeFi eingesetzten Ether sind weiterhin gestiegen, wobei allein in der vergangenen Woche 1,6 Millionen ETH hinzugekommen sind, was auf anhaltendes Vertrauen der Yield Farmer hinweist.
  • Das Onchain-Liquiditätsrisiko bleibt gering, da sich nur Positionen im Wert von 53 Millionen US-Dollar nahe der Gefahrenebene befinden — ein Anzeichen für eine stärkere Besicherung und einen reiferen DeFi-Sektor im Vergleich zu vergangenen Zyklen.

Trotz der breiten Marktschwäche und der Wellen erzwungener Liquidationen im Kryptobereich hat das gesamte in der dezentralen Finanzwirtschaft (DeFi) gebundene Kapital (Total Value Locked, TVL) – also das auf Blockchains eingezahlte Kapital – eine überraschende Widerstandsfähigkeit gezeigt. Dies ist ein Signal dafür, dass Händler trotz des von bärischem Sentiment geprägten Kryptomarktes weiterhin passive Einkünfte durch Erträge suchen.

In der vergangenen Woche fielen die großen Kryptowährungen BTC, ETH, XRP und SOL auf Mehrjahrestiefs, wobei ETH allein in den letzten sieben Tagen 21 % seines Wertes verlor.

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Doch dieser Rückgang spiegelte sich nicht in Abflüssen aus DeFi-Protokollen wider. Der Gesamtwert der gesperrten Mittel sank von 120 Milliarden US-Dollar auf 105 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 12 %, womit die Branche dem Markt überlegen war. Dies bedeutet, dass während Token-Händler Verluste erleiden, Investoren, die Kreditvergabe, Kreditaufnahme, Staking oder Liquiditätspool-Finanzierung suchen, bisher noch nicht in Panik geraten sind.

Der Rückgang um 12 % kann eher auf sinkende Vermögenspreise als auf einen Ausverkauf von Yield-Farmern (Investoren, die konstant passives Einkommen generieren, indem sie ihr Geld in die Blockchain investieren) zurückgeführt werden. Die Menge an Ether, die im gesamten DeFi-Markt eingesetzt wird, ist von 22,6 Millionen ETH zu Jahresbeginn auf 25,3 Millionen gestiegen, wobei allein in der letzten Woche 1,6 Millionen ETH hinzugekommen sind, so DefiLlama.

Diagramm zeigt gestaktes Ether (DefiLlama)
Diagramm zeigt gestaktes Ether (DefiLlama)

Onchain-Liquidationen bleiben gedämpft

Im Februar des letzten Jahres erlebte der Kryptomarkt nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten einen ähnlichen Einbruch. Damals war der DeFi-Markt deutlich fragiler, mit einer gewaltigen Summe von 340 Millionen US-Dollar an Onchain-Liquidationen am Rande der Auslösung.

Diesmal ist der DeFi-Markt besser besichert, mit nur 53 Millionen US-Dollar an liquidierbaren Positionen innerhalb von 20 % des aktuellen Preises. Positionen im algorithmischen Zinssatzprotokoll Compound geraten nur dann in Gefahr, wenn ETH unter 1.800 US-Dollar fällt, obwohl die größte Gefahrenzone zwischen 1.200 und 1.400 US-Dollar liegt, die Positionen im Wert von 1 Milliarde US-Dollar umfasst, so DefiLlama Daten zeigen.

Ein reifender Sektor

In früheren Zyklen war der DeFi-Markt der erste, der zusammenbrach. Im Jahr 2022 verfielen Investoren den zu verlockenden Renditen auf der Terra-Blockchain, indem sie den algorithmischen Stablecoin UST stakten, nur damit das gesamte Ökosystem Monate später während eines Markteinbruchs zusammenbrach, der den Wert der den Stablecoin unterstützenden Krypto-Vermögenswerte drastisch reduzierte.

Dies führte zu einer Ansteckung auf allen DeFi-Märkten, wobei der TVL zwischen April und Juni dieses Jahres von 142 Milliarden US-Dollar auf 52 Milliarden US-Dollar sank.

Diesmal ist das Abwärtsrisiko minimal, die Renditen sind stabil, und die Zuflüsse nehmen stillschweigend zu – was darauf hindeutet, dass der Sektor vor dem Hintergrund institutioneller Adoption und einer breiteren Marktvolatilität gereift ist.

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