Ethereum Foundation setzt Interoperabilität als höchste UX-Priorität
Die Initiative markiert einen strategischen Wendepunkt: Nach Jahren der Steigerung der Durchsatzrate und Senkung der Kosten konzentriert sich das Protokollteam nun auf Interoperabilität als Schlüssel zur Benutzererfahrung.

Was Sie wissen sollten:
- Die Ethereum Foundation teilte ein neuer Blogbeitrag am Freitag, in dem eine bedeutende Initiative beschrieben wird, die darauf abzielt, die Barrieren zwischen Ethereums wachsendem Netzwerk von Layer-2-Lösungen abzubauen.
- Die Initiative markiert eine strategische Kehrtwende: Nach Jahren der Skalierung von Durchsatz und Senkung der Kosten konzentriert sich das Protokollteam nun auf Interoperabilität als Schlüssel zur Benutzererfahrung.
Die Ethereum Foundation teilte ein neuer Blogbeitrag am Freitag, in dem eine bedeutende Initiative beschrieben wird, die darauf abzielt, die Barrieren zwischen Ethereums wachsendem Netzwerk von Layer-2-Lösungen abzubauen.
Die Initiative markiert eine strategische Kehrtwende: Nach Jahren der Skalierung von Durchsatz und Senkung der Kosten konzentriert sich das Protokollteam nun auf Interoperabilität als Schlüssel zur Benutzererfahrung.
„Wir sehen Interoperabilität und die in dieser Notiz vorgestellten verwandten Projekte als die höchst hebelnden Chancen im weiteren UX-Bereich in den nächsten 6–12 Monaten, in unserer Position als öffentliches, zentrales Ethereum-F&E-Team,“ so das Team schrieb im Blogbeitrag.
Im Kern konzentriert sich das Update auf drei Ziele: Interoperabilität, Geschwindigkeit und Endgültigkeit. Der unmittelbarste Anstoß erfolgt durch die Improve UX-Roadmap, die auf früheren Arbeiten zur Skalierung der Basisschicht von Ethereum und deren Datenverfügbarkeitslösungen aufbaut. Nun richten Entwickler ihre Aufmerksamkeit darauf, das Netzwerk schneller, einfacher und einheitlicher zu gestalten – insbesondere im weitläufigen Bereich der Layer-2-Rollups.
Das Herzstück der Initiative bildet die geplante Ethereum Interoperability Layer (EIL), ein vertrauensloses, zensurresistentes Nachrichtensystem, das laut der Stiftung darauf ausgelegt ist, Cross-Chain-Interaktionen „wie eine Single-Chain-Ausführung“ erscheinen zu lassen. Ein öffentliches Designdokument soll im Oktober veröffentlicht werden, um den Rahmen für einen standardisierten Ansatz zur Übertragung von Vermögenswerten und Daten über Rollups hinweg zu schaffen.
Ergänzend zu EIL ist das Open Intents Framework, eine gemeinsame Infrastruktur für „Intents“, eine Funktion, bei der nutzerdefinierte Ziele wie das Überweisen von Mitteln oder der Handel mit Vermögenswerten, kann die fragmentierten Tools abstrahieren , die Entwickler dazu zwingt, maßgeschneiderte Bridges und Relayer zusammenzufügen. Das Framework wurde erstmals im Februar 2025 von Entwicklern des Ökosystems vorgestellt und gewann unter einigen der bekanntesten Ethereum-Projekte an Popularität. Das Ziel: eine einheitliche Benutzererfahrung über verschiedene Chains hinweg, bei der Nutzer sich nicht darum kümmern müssen, in welchem Netzwerk sie sich befinden.
Gleichzeitig schreitet die Arbeit an Standards parallel voran, wobei Vorschläge wie ERC-7828 und ERC-7683 darauf abzielen, das Verhalten von Wallets und den Transaktionsfluss über Rollups hinweg zu harmonisieren. Zusammen deuten diese Bemühungen auf ein Ethereum hin, bei dem Anwendungen über mehrere Chains hinweg operieren können, ohne Sicherheit oder Kombinierbarkeit einzubüßen.
Geschwindigkeitsverbesserungen stehen ebenfalls auf der Roadmap, wobei bis Anfang 2026 eine Fast L1 Confirmation Rule erwartet wird, die die Bestätigungszeiten von Ethereum auf 15–30 Sekunden reduzieren soll. Schnellere Abwicklungen auf Layer 2 und Forschungen zur Halbierung der Blockzeiten von 12 Sekunden auf sechs könnten die Latenz bei Interaktionen über Ketten hinweg weiter verringern.
Die Auswirkungen dieser Verbesserungen sind nicht nur für Rollups bedeutend, sondern auch für Anwendungen und DeFi. Wenn es den Entwicklern gelingt, Rollups wie ein einziges Netzwerk erscheinen zu lassen, könnten Liquidität und Kapitaleffizienz deutlich steigen, wodurch neue Produktarten ohne die Reibung und das Risiko der heutigen Brückenlösungen erschlossen werden.
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