Tschechische Polizei verhaftet Spender im milliardenschweren Bitcoin-Skandal: Bericht
Behörden nehmen den verurteilten Händler Tomáš Jiřikovský im Rahmen einer Untersuchung zu Bitcoin, die dem Justizministerium geschenkt wurden, fest; der Fall weitet sich auf Geldwäsche- und Drogenvorwürfe aus.

Was Sie wissen sollten:
- Die Polizei nahm Jiřikovský fest und sicherte Beweismaterial im Zusammenhang mit einer umstrittenen Bitcoin-Spende.
- Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf Geldwäsche und Drogenhandel.
- Die tschechische Regierung überstand im Juni ein Misstrauensvotum wegen der Spende in Höhe von 45 Millionen Dollar.
Die tschechische Polizei hat den verurteilten Drogenhändler Tomáš Jiřikovský festgenommen, den Mann hinter einer milliardenschweren Bitcoin-Spende an das Justizministerium des Landes, was einen Skandal verschärft, der bereits einen Minister aus dem Kabinett gekostet hat.
Die Oberstaatsanwaltschaft teilte am Donnerstag mit, dass das Nationale Zentrum zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität (NCOZ) in den Fall eingegriffen und Personen sowie Beweismaterial sichergestellt habe, so ein Bericht der tschechischen Nachrichtenwebsite Echo24. Die Untersuchung richtet sich nun auf den Verdacht der Geldwäsche und illegalen Drogenabwicklung, getrennt von einer weiter gefassten Ermittlung, die auch den Machtmissbrauch untersuchte.
Jiřikovský wurde wegen des Betriebs eines Darknet-Drogenmarktplatzes namens Sheep Marketplace verurteilt und verbüßte eine Haftstrafe. Er wurde 2016 festgenommen und anschließend wegen Unterschlagung und Drogenhandels verurteilt, wobei er vier Jahre einer neunjährigen Haftstrafe absitzen musste.
Die Verhaftung erfolgte im Rahmen einer Razzia der Polizei in einem Haus in Břeclav, in dem sich Jiřikovský aufhielt.
Der Bitcoin-Spendenskandal erschütterte die Regierung von Premierminister Petr Fiala nur wenige Monate vor den Parlamentswahlen später in diesem Jahr.
Die Regierung bestand ein Misstrauensvotum eingereicht von der Oppositionspartei ANO, die derzeit in den Umfragen vor der Wahl im Oktober führt.
Der ehemalige Justizminister Pavel Blažek trat im Juni im Zusammenhang mit der Affäre zurück, nachdem er eine Spende von 468 BTC angenommen hatte, die für etwa 1 Milliarde tschechische Kronen verkauft wurden, was rund 45 Millionen US-Dollar entspricht.
Ihre Nachfolgerin, Eva Decroix, beauftragte eine unabhängige Prüfung durch Grant Thornton. Diese Prüfung, die Ende Juli veröffentlicht wurde, kam zu dem Ergebnis, dass das Ministerium den Bitcoin nicht hätte annehmen dürfen. Es wurde gewarnt, dass dieser höchstwahrscheinlich aus kriminellen Erlösen stammte und eine Straftat darstellen könnte.
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