Bitcoin-ETFs reagieren kaum, während BTC um 40 % fällt, sagt Eric Balchunas von Bloomberg
Bitcoin ist seit seinen Höchstständen im Oktober um mehr als 40 % gefallen, doch Anleger von Spot-Bitcoin-ETFs haben 6,6 % der Vermögenswerte abgezogen.
Neueste Entwicklungen: ETF-Anleger erweisen sich während des jüngsten Rückgangs von Bitcoin als widerstandsfähiger als viele erwartet hatten. In einem Interview bei CoinDesk’s Markets Outlook hob Eric Balchunas, Senior ETF-Analyst bei Bloomberg Intelligence, mehrere wichtige Datenpunkte hervor, die diese Stabilität verdeutlichen:
- Bitcoin ist von den jüngsten Höchstständen um mehr als 40 % gefallen, eine Entwicklung, die traditionell die kryptomärkte mit hohem Anteil von Privatanlegern erschüttert.
- Im selben Zeitraum sind nur 6,6 % der Vermögenswerte von Bitcoin-ETFs abgezogen worden.
- „Für den Moment haben die ETF-Anleger wirklich überzeugt“, sagte er.
Warum ETF-Inhaber halten: Balchunas argumentiert, dass ETF-Investoren strukturell von krypto-affinen Händlern zu unterscheiden sind.
- Viele ETF-Käufer betrachten Bitcoin als eine „Hot Sauce“-Allokation von 1 %–2 % neben Aktien und Anleihen, anstatt als eine Kernposition.
- Ihre umfangreicheren Portfolios haben von starken Aktienmärkten profitiert, wodurch der psychologische Schlag durch Verluste im Kryptobereich abgefedert wurde.
- ETF-Investoren „tendieren dazu, wirklich stark zu halten“, sagte Balchunas, da sie mehrere Marktzyklen bei traditionellen Vermögenswerten miterlebt haben.
Der Kontrast zu Krypto-Einsteigern: Derselbe Preisrückgang kann je nach Exposition völlig unterschiedlich wahrgenommen werden.
- Investoren, die stark in Bitcoin konzentriert sind, sehen sich einer von Balchunas als „existenzielle Krisenphase“ bezeichneten Situation gegenüber.
- Gehebelte Trader und langjährige Inhaber könnten den Verkaufsdruck stärker antreiben als ETF-Investoren.
- „Volatilität ist der Preis für die Renditen“, sagte Balchunas und bemerkte, dass Bitcoin historisch gesehen sieben oder acht ähnliche Rückgänge durchlaufen hat.
Lehren aus Gold-ETFs: Balchunas sieht Parallelen zwischen Bitcoin und Gold als in ETFs verpackte Vermögenswerte.
- Gold-ETFs verzeichneten vor etwa einem Jahrzehnt innerhalb von sechs Monaten einen Rückgang von rund 40 %, während in diesem Zeitraum etwa ein Drittel der Vermögenswerte abfloss.
- Trotz dessen haben Gold-ETFs später ihre Vermögenswerte wieder aufgebaut und halten nun rund 160 Milliarden US-Dollar.
- Bitcoin-ETFs standen vor dem jüngsten Ausverkauf kurzzeitig in der Größe den Gold-ETFs gleich, was verdeutlicht, wie sich Kapitalflüsse im Laufe der Zeit umkehren können.
Was als Nächstes kommt: Die Volatilität wird voraussichtlich anhalten, doch ETFs könnten den Platz von Bitcoin in der traditionellen Finanzwelt festigen.
- Balchunas erklärte, dass die 17-jährige Geschichte von Bitcoin wiederholte Erholungen zu neuen Höchstständen nach großen Abschwüngen zeigt.
- ETF-Strukturen bedeuten, dass Bitcoin nun neben Aktien, Anleihen und Rohstoffen in den Portfolios des Mainstreams sitzt.
- „Ein Ausverkauf bedeutet nicht das Ende“, sagte er. „Es bedeutet einfach nur, dass es ein Ausverkauf ist.“
