Der Bull-Case für Bitcoin wächst, da die Volatilität des US-Anleihemarktes auf den niedrigsten Stand seit 2021 sinkt
Der Volatilitätsindikator für den Anleihemarkt ist auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2021 gefallen, was die Risikobereitschaft auf den Finanzmärkten stützt.
Was Sie wissen sollten:
- Der MOVE-Index, ein Maß für die Volatilität von Staatsanleihen, fiel auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2021
- Die Bewegung von Bitcoin korreliert häufig positiv mit dem Nasdaq 100 und invers zum MOVE-Index.
- Der Rückgang des MOVE stärkt das Argument für eine Bitcoin-Preisrallye auf über 100.000 US-Dollar.
Der 10%-Rallye von Bitcoin
Der US-Schatzmarkt gilt als von herausragender Kreditqualität mit einem äußerst geringen Ausfallrisiko. Die Schuldtitel werden weitreichend als Sicherheiten für alles von Krediten bis hin zu Derivaten verwendet – und bilden somit das Fundament eines Großteils der globalen Finanzinfrastruktur.
Wenn die Preise für Staatsanleihen stark schwanken, verknappt sich die Kreditvergabe, und die Risikobereitschaft in der gesamten Wirtschaft sowie auf den Finanzmärkten wird gedämpft, was zu Zurückhaltung an den Aktien- und Kryptowährungsmärkten führt. Im Gegensatz dazu fördern stabilere Anleihepreise die Kreditvergabe und veranlassen Investoren dazu, mehr Kapital in risikoreichere Vermögenswerte zu investieren.
Wissen Sie was? Der ICE BofA MOVE-Index, der die erwartete oder implizite Volatilität bei Staatsanleihen über vier Wochen abbildet, ist auf 58 gefallen, den niedrigsten Stand seit Oktober 2021, und setzt damit einen seit April letzten Jahres andauernden Rückgang fort, so die Datenquelle TradingView.
Mit anderen Worten, das Anleihenmarktumfeld begünstigt zunehmend Rallyes bei Bitcoin, das derzeit um 96.300 US-Dollar gehandelt wird, sowie bei Technologiewerten.
Während einige Bitcoin-Befürworter es als digitales Gold bezeichnen, hat es sich historisch gesehen dazu geneigt, sich im Einklang mit dem technologieorientierten Nasdaq 100-Index von Wall Street zu bewegen, und hauptsächlich in die entgegengesetzte Richtung zum MOVE-Index.
Diese inverse Beziehung zum MOVE-Index bestand während des Bitcoin-Crashs im Jahr 2022 sowie des anschließenden Bullenlaufs seit 2023 fort.
Das heißt, vergangene Daten garantieren keine zukünftigen Ergebnisse, und kein einzelnes Signal allein garantiert Gewinne. Die sinkende Volatilität am Anleihemarkt ist nur ein weiterer Faktor, der die Bullen-These für Bitcoin unterstützt, neben frischen ETF-Zuflüssen.
Die Märkte könnten mit Gegenwind konfrontiert werden, sollten sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen oder die Enttäuschung über Verzögerungen beim Clarity Act Krypto-Regulierungsgesetz zunehmen.
