Bitcoin fällt unter 109.000 $; Engere Liquidität als Schlüssel zu den Schwierigkeiten im Kryptomarkt
Die Erholung nach dem jüngsten Hebel-Abverkauf ist vorerst gescheitert.

Was Sie wissen sollten:
- Es ist Groundhog Day im Kryptomarkt, da die Preise deutlich zurückgehen, während Gold und Silber neue Rekordhöhen erreichen.
- Wesentliche Kennzahlen deuten auf eine Verschärfung der Liquiditätsbedingungen im US-Finanzsystem hin.
- Banken greifen auf die stehende Repo-Einrichtung (SRF) der Fed zu, was auf Finanzierungsstress hinweist.
In einer Geschichte, die für Krypto-Bullen immer vertrauter wird, fallen die Preise am Donnerstag deutlich, während Gold und Silber erneut neue Rekordhöhen erreichen.
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Edelmetalle jedoch bleiben weiterhin äußerst gefragt, wobei Gold um weitere 2 % steigt und mit knapp unter 4.300 US-Dollar pro Unze ein neues Rekordniveau erreicht. Silber legt um 3,6 % zu und befindet sich ebenfalls auf einem neuen Höchststand.
Was ist los?
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Der wahrscheinliche Auslöser ist die zunehmende Liquiditätsverknappung im Finanzsystem, die offensichtlich die Risikobereitschaft der Investoren dämpft.
Die anhaltende Straffung zeigt sich deutlich in der Differenz zwischen dem besicherten Übernacht-Finanzierungssatz (SOFR) und dem effektiven Federal Funds Rate (EFFR), die innerhalb einer Woche von 0,02 auf 0,19 gestiegen ist und damit den höchsten Stand seit Dezember 2024 erreicht hat, so die Datenquelle TradingView.
SOFR repräsentiert die Kosten für die Übernachtaufnahme von Bargeld unter Verwendung von US-Staatsanleihen als Sicherheiten im Repo-Markt. Die Kreditnehmer sind typischerweise Banken, Broker-Dealer, Vermögensverwalter, Geldmarktfonds und Versicherungsgesellschaften. SOFR wird als nahezu risikofreier, besicherter Zinssatz angesehen, der auf tatsächlichen Transaktionsdaten basiert.
In der Zwischenzeit gibt die EFFR den gewichteten durchschnittlichen Zinssatz an, zu dem Banken überschüssige Reserven über Nacht an andere Banken im Federal Funds Market verleihen. Es handelt sich um einen unbesicherten, nicht besicherten Interbanken-Leitzins, der hauptsächlich durch die Geldpolitik der Federal Reserve beeinflusst wird.
Wenn der SOFR über den EFFR steigt, zeigt dies, dass Kreditgeber auch für durch US-Staatsanleihen besicherte Kredite eine höhere Rendite verlangen. Diese Situation signalisiert eine angespannte Liquiditätslage und verteuert die Kreditaufnahme kurzfristig.
Der jüngste Anstieg der Spanne könnte die Gewinne bei BTC begrenzen, das von vielen als reines Liquiditätsspiel betrachtet wird.

Beachten Sie, dass der Spread immer noch deutlich niedriger ist als der Höchststand von 2,95, der während der Repo-Krise im Jahr 2019 verzeichnet wurde.
Das gesagt, sind auch andere Anzeichen von Finanzierungsstress vorhanden. So zogen die Banken beispielsweise am Mittwoch 6,75 Milliarden US-Dollar aus der ständigen Repo-Einrichtung (SRF) ab – der höchste Betrag seit Ende der Coronavirus-Pandemie, ausgenommen Quartalsendperioden.
Der SRF, der 2021 eingeführt wurde, stellt eine Liquiditätsabsicherung bei potenziellen Finanzierungsengpässen dar, indem er zweimal täglich Übernachtkredite gegen US-Staatsanleihen gewährt.
All diese Anzeichen für eine Verschärfung der Liquidität haben in den Krypto-Sozialmedien Hoffnungen geweckt, dass die Zentralbanken bald eingreifen könnten, um den Druck zu mildern und möglicherweise den Motor der BTC-Bullen für eine neue Rallye zu neuen Höchstständen wieder anzukurbeln. Ob sich dies wie von den Bullen erwartet entwickelt, bleibt abzuwarten.