Michael Saylor: Bitcoin baut eine Basis auf, während „OG“-Hodler aussteigen und große Investoren sich vorbereiten
Saylor sagt, dass die Volatilität von Bitcoin nachlässt, da frühe Inhaber Gewinne realisieren, was den Weg für Institutionen ebnet, einzusteigen und eine stärkere Marktgrundlage aufzubauen.

Was Sie wissen sollten:
- Michael Saylor sagte, dass der Seitwärtshandel von Bitcoin darauf zurückzuführen ist, dass „OG“-Holder Gewinne realisieren, während Institutionen auf geringere Volatilität warten.
- Er argumentierte, dass das Fehlen von Cashflows bei Bitcoin eine Eigenschaft sei, und verglich es mit Gold und anderen Wertspeichern.
- Strategy (ehemals MicroStrategy) hat neue, durch Bitcoin besicherte Kreditprodukte entwickelt, die darauf abzielen, dem Vermögenswert cashflowähnliche Eigenschaften zu verleihen.
Die jüngste Phase der zurückhaltenden Kursentwicklung von Bitcoin ist laut Michael Saylor, Executive Chairman von Strategy (MSTR), ein Zeichen von Stärke und nicht von Schwäche.
Sprechend auf einem Folge In der am Freitag veröffentlichten Folge von Natalie Brunells Podcast „Coin Stories“ argumentierte Saylor, dass sich der Markt in einer Konsolidierungsphase befindet, da langjährige Inhaber Teile ihrer Bestände verkaufen und institutionelle Anleger sich auf größere Allokationen vorbereiten. „Wenn man herauszoomt und sich das Jahreschart ansieht, ist Bitcoin um 99 % gestiegen“, sagte er. „Die Volatilität nimmt beim Asset ab – das ist ein wirklich gutes Zeichen.“
Saylor beschrieb das aktuelle Umfeld als eines, in dem Frühadopter, die Bitcoin zu einstelligen Preisen gekauft haben, bescheidene Mengen verkaufen, um reale Bedürfnisse wie Wohnraum oder Studiengebühren zu finanzieren.
Er verglich dies mit Mitarbeitern eines schnell wachsenden Start-ups, die Aktienoptionen liquidieren, nicht als Vertrauensverlust, sondern als natürlichen Schritt zur Reife. Dieser Prozess ebnet seiner Ansicht nach den Weg für Unternehmen und große Fonds, einzusteigen, sobald die Volatilität nachlässt.
Er wies Bedenken zurück, dass der Mangel an Cashflows bei Bitcoin ihn gegenüber traditionellen Investitionen minderwertig mache, und wies darauf hin, dass viele wertvolle Vermögenswerte — von Grundstücken über Gold bis hin zu Kunst — ebenfalls keine Einkommensströme aufweisen.
„Das perfekte Geld hat keine Cashflows“, sagte er und fügte hinzu, dass Institutionen, die seit Jahrzehnten auf Aktien- und Anleihenstrukturen basieren, sich nur langsam anpassen, aber letztlich gezwungen sein werden, umzudenken.
Über den Werterhalt hinausgehen
Ein zentrales Thema des Gesprächs war Strategy’s Bestreben, die Kreditmärkte durch den Einsatz von Bitcoin als Sicherheiten neu zu gestalten und somit über das einfache Store-of-Value-Narrativ hinauszugehen.
Saylor sagte, dass konventionelle Anleihen „renditearm“ und unterbesichert seien, während bitcoin-gestützte Instrumente so strukturiert werden können, dass sie höhere Renditen und ein geringeres Risiko bieten.
Er erläuterte das Produktportfolio der Firma im Bereich Vorzugsaktien — Strike, Strife, Stride und Stretch — die darauf ausgelegt sind, Anlegern Renditen von bis zu 12 % zu bieten, während sie stark überbesichert mit Bitcoin sind.
Indem das Unternehmen dies tut, argumentierte Saylor, verleiht es Bitcoin cash-flow-ähnliche Eigenschaften, wodurch es sowohl in Kredit- als auch in Aktienindizes aufgenommen werden kann. „Wir geben Bitcoin Cashflow“, sagte er und stellte dies als eine Möglichkeit dar, die institutionelle Adoption zu erweitern und mehr Kapital in das Ökosystem zu ziehen.
Die S&P 500 Frage
Saylor ging auch darauf ein, warum Strategy trotz seiner Größe und Profitabilität bisher nicht in den S&P 500 aufgenommen wurde.
Er erklärte, dass das Unternehmen erst in diesem Jahr nach Änderungen der Rechnungslegungsregeln berechtigt wurde, und stellte fest, dass Tesla ebenfalls über das erste Quartal der Berechtigung hinaus gewartet habe. Er erwartet eine spätere Aufnahme, da der Markt mit dem Bitcoin-Treasury-Modell, das er auf Ende 2024 datiert, zunehmend vertrauter wird.
Transformative Jahre
Mit Blick nach vorn stellte Saylor den Aufstieg der Bitcoin-Treasury-Gesellschaften als vergleichbar mit den Anfängen der petrochemischen Industrie dar, in denen in einem chaotischen, aber transformierenden Jahrzehnt zahlreiche Produkte, Geschäftsmodelle und Vermögen entstanden.
Er sagte voraus, dass Bitcoin in den nächsten zwei Jahrzehnten weiterhin mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von etwa 29 % an Wert gewinnen würde, was neue Formen von Kredit- und Eigenkapitalinstrumenten befeuern wird.
Abschließend schlug er einen optimistischen Ton sowohl in Bezug auf Bitcoin als auch die Gesellschaft im weiteren Sinne an und erklärte, dass ein Großteil der heutigen Online-Toxizität eher durch Bots und bezahlte Kampagnen verstärkt wird als durch echten Missmut.
„Bitcoin ist ein friedlicher, fairer und gerechter Weg für uns, unsere Differenzen beizulegen“, sagte er. „Wenn es von allen angenommen wird, wird sich Frieden ausbreiten, Gerechtigkeit wird sich ausbreiten, Fairness wird sich ausbreiten.“