Deutsche Börse’s Crypto Finance stellt verknüpfte Verwahrungs- und Abwicklungslösung für digitale Vermögenswerte vor
Crypto Finance's neue Anwendung AnchorNote ermöglicht es Kunden, über mehrere Handelsplätze hinweg zu handeln, während die Vermögenswerte in regulierter Verwahrung verbleiben.

Was Sie wissen sollten:
- Crypto Finance führt AnchorNote ein, um die Abwicklung außerhalb der Börse für institutionelle Händler zu optimieren.
- AnchorNote nutzt BridgePort, um Verwahrstellen und Handelsplätze zu verbinden.
- Der erste Rollout beginnt in der Schweiz mit Plänen zur Expansion in ganz Europa.
Crypto Finance, eine Tochtergesellschaft der Deutsche Börse Group, hat AnchorNote vorgestellt, ein System, das für institutionelle Kunden konzipiert ist, die digitale Vermögenswerte handeln möchten, ohne diese aus der regulierten Verwahrung zu bewegen.
Das System integriert BridgePort, ein Netzwerk von Krypto-Börsen und Verwahrstellen, das Off-Exchange-Abwicklung und Konnektivität zu mehreren Handelsplätzen ermöglicht. Durch die Verwahrung der Vermögenswerte bei gleichzeitigem Echtzeit-Transfer von Sicherheiten zielt AnchorNote darauf ab, die Kapitaleffizienz zu steigern und das Gegenparteirisiko zu reduzieren, so eine Pressemitteilung.
Der Dienst ermöglicht es Kunden, dedizierte Handelslinien einzurichten, wobei BridgePort die Kommunikation zwischen den Handelsplätzen übernimmt und Crypto Finance als Sicherheitenverwahrer fungiert, so die Pressemitteilung. Institutionen können Sicherheiten über ein Dashboard verwalten oder den Dienst direkt in ihre bestehende Infrastruktur mittels APIs integrieren, hieß es weiter. APIs, oder Anwendungsprogrammierschnittstellen, ermöglichen es Softwareprogrammen, direkt miteinander zu kommunizieren.
„Institutionelle Kunden stehen ständig vor dem Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Kapitaleffizienz“, sagte Philipp E. Dettwiler, Leiter Verwahrung und Abwicklung bei Crypto Finance. „AnchorNote wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen.“
Für Händler beseitigt das Setup die Notwendigkeit der Vorfinanzierung von Börsen und ermöglicht gleichzeitig den sofortigen Zugang zu Liquidität über verschiedene Plattformen hinweg. In der Praxis könnte eine Schweizer Bank Bitcoin, die verwahrt wird, verpfänden und diese sofort über mehrere Handelsplätze einsetzen, ohne die Coins on-chain zu bewegen.
Der Rollout beginnt in der Schweiz, wobei Crypto Finance plant, sich in ganz Europa auszubreiten.