Bank of Canada identifiziert technischen Weg für Einzelhandels-CBDC in neuem Forschungspapier
Die Studie skizziert ein tragfähiges Systemdesign für einen kanadischen digitalen Dollar mit hoher Privatsphäre und Geschwindigkeit.

Was Sie wissen sollten:
- Die Bank of Canada untersucht in einem neuen Forschungspapier das OpenCBDC 2PC-System als praktikable Lösung für eine auf grundlegende Zahlungen ausgerichtete Einzelhandels-CBDC.
- Das vorgeschlagene Design legt besonderen Wert auf den Schutz der Privatsphäre der Nutzer und Dezentralisierung, während gleichzeitig grundlegende Anforderungen an Prüfung und Compliance gewährleistet bleiben.
- Wesentliche Herausforderungen bleiben bestehen, darunter die Leistungsfähigkeit im großen Maßstab sowie die Integration in bestehende Einzelhandelszahlungssysteme.
Die Bank of Canada hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die technische Machbarkeit eines digitalen kanadischen Dollars zu untersuchen. Sie schlug ein spezifisches System vor, das für eine Einzelhandels-CBDC (Central Bank Digital Currency) konzipiert ist und sich auf einfache, alltägliche Zahlungen konzentriert, so ein Bericht.neue Forschungsarbeit""
Das Forschungsteam der Zentralbank untersuchte OpenCBDC 2PC, ein Modell, das in Zusammenarbeit mit der Digital Currency Initiative des Massachusetts Institute of Technology entwickelt wurde. Dieses Design legt den Schwerpunkt auf Datenschutz, Geschwindigkeit und Dezentralisierung, indem es den Nutzern ermöglicht, digitale Gelder direkt zu halten – ähnlich wie digitales Bargeld.
Die neue Studie erscheint nachdem die Bank of Canada mitgeteilt hat, dass sie...Verlagerung des Fokus im vergangenen Jahr von einer Einzelhandels-CBDC., und erklärte, dass es vorbereitet wurde, falls die Bevölkerung des Landes in Zukunft einen derartigen Bedarf sieht.
Datenschutzfragen
Ein Schwerpunkt des Berichts liegt auf dem Thema Datenschutz, was wenig überraschend ist, da Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) weltweit Diskussionen ausgelöst haben, unter anderem aufgrund der Befürchtung, dass sie staatliche Überwachung finanzieller Aktivitäten ermöglichen könnten. Im Gegensatz zu Bargeld, das anonym ist, könnte eine CBDC theoretisch einer zentralen Behörde erlauben, jede Transaktion nachzuverfolgen.
Der Bericht legt nahe, dass das System persönliche Identitätsdaten von Transaktionsdaten trennt, sodass nicht registrierte Nutzer Gelder in selbstverwalteten Wallets halten können. Diese Nutzer könnten dann Transaktionen durchführen, ohne ihre Identität gegenüber einer Bank oder einem Zahlungsdienstleister preiszugeben. Selbst für registrierte Nutzer hätte die Zentralbank keinen Zugriff auf identifizierende Informationen oder Transaktionsverläufe.
Der Bericht geht noch einen Schritt weiter und schlägt vor, einen verbesserten Schutz durch den möglichen Einsatz kryptographischer Techniken wie Zero-Knowledge-Beweise einzuführen, um Transaktionsbeträge vor der Kerninfrastruktur zu verbergen. Diese Merkmale bieten zusammen ein Maß an Datenschutz, das nach Angaben der Autoren das der aktuellen elektronischen Zahlungssysteme übersteigen könnte.
Bitcoin-ähnliche Struktur
Im Gegensatz zu traditionellen Bankensystemen, in denen Geld auf Benutzerkonten gespeichert wird, schlägt der Bericht ein Design vor, das „unverbrauchte Transaktionsausgänge“ (UTXOs) verwendet – eine Struktur, die häufiger mit Bitcoin in Verbindung gebracht wird.
Das System verarbeitet Transaktionen in zwei Schritten: der Aktualisierung eines Kernbuchs und der Übertragung von Geldern von der Brieftasche eines Nutzers auf die eines anderen. Dieser Ansatz unterstützt die Echtzeitabwicklung und bietet ein höheres Maß an Datenschutz gegenüber sowohl Banken als auch staatlichen Institutionen.
Herausforderungen
Während der Bericht eine detaillierte technische Lösung für einen möglichen digitalen kanadischen Dollar darlegt, werden auch potenzielle Hürden aufgezeigt.
Eine der größten Herausforderungen besteht darin, dass die Integration der vorgeschlagenen Architektur in die bestehende Einzelhandelszahlunginfrastruktur erhebliche technische Aufrüstungen erfordern könnte, insbesondere in Bezug auf die Art und Weise, wie Kassenterminals digitale Bargeld-ähnliche Transfers abwickeln.
Darüber hinaus ist das System zwar theoretisch skalierbar, jedoch kommt es während Audits und Systemwiederherstellungsmaßnahmen zu Leistungseinbußen, die weitere technische Optimierungen erfordern, um den Produktionsstandards gerecht zu werden.
Das Papier stellt klar, dass es sich hierbei nicht um eine Verpflichtung zur Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) handelt. Die Ergebnisse legen jedoch eine konkrete technische Grundlage dafür dar, wie ein derartiges System gestaltet sein könnte – eines, das die Privatsphäre der Nutzer, institutionelle Kontrolle und betriebliche Resilienz in Einklang bringt.
Ob die Zentralbank dies umsetzen wird, bleibt angesichts der Kontroversen rund um digitale Zentralbankwährungen (CBDC) eine offene Frage. Allerdings könnte das Timing des Berichts passend sein, da Kanadas neuer Premierminister Mark Carney in seinem Buch aus dem Jahr 2021 als Befürworter von CBDCs zitiert wurde.
„Die wahrscheinlichste Zukunft des Geldes ist eine stabile Zentralbankwährung, bekannt als Zentralbank-Digitalwährung oder CBDC.“Er schrieb in seinem Buch""
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