Bithumbs 44-Milliarden-Dollar-Bitcoin-Panne versetzt südkoreanische Aufsichtsbehörden in Alarmbereitschaft gegenüber lokalen Krypto-Börsen
Die Financial Supervisory Service erklärte, dass sie plant, Werkzeuge zu entwickeln, die automatisch verdächtige Handelsmuster nach Sekunde und Minute extrahieren.

Was Sie wissen sollten:
- Die Finanzaufsichtsbehörde Südkoreas intensiviert die Aufsicht über die Kryptomärkte, nachdem Bithumb versehentlich einigen Nutzern Bitcoin im Wert von Milliarden von Dollar gutgeschrieben hat.
- Die Aufsichtsbehörde wird hochriskante Praktiken wie groß angelegte Preismanipulationen, den Handel im Zusammenhang mit aussetzung erfolgt Einzahlungen und Auszahlungen sowie durch soziale Medien gesteuerte Pump-and-Dump-Schemata untersuchen und dabei KI-Tools einsetzen, um verdächtigen Handel in Echtzeit zu erkennen.
- Die Aufsichtsbehörde plant die Einführung von Strafgeldern für IT-Vorfälle, die Erhöhung der Sicherheitsverantwortung für Führungskräfte und die Vorbereitung umfassenderer Regelungen im Rahmen einer Verschärfung gegen missbräuchliche Finanzpraktiken.
Südkoreas oberste Finanzaufsichtsbehörde ist Erhöhung der Aufsicht der Kryptomärkte Tage nachdem die lokale Börse Bithumb versehentlich Bitcoins
Die Finanzaufsichtsbehörde teilte am Sonntag mit, dass sie Ermittlungen zu „hochriskanten“ Praktiken aufnehmen wird, die die Marktordnung untergraben, einschließlich groß angelegter Preismanipulationen durch sogenannte Wale, Handelsschemata im Zusammenhang mit ausgesetzten Ein- und Auszahlungen sowie koordinierte Pump-Taktiken, die durch Fehlinformationen in sozialen Medien befeuert werden.
Die Aufsichtsbehörde gab außerdem bekannt, dass sie plant, Tools zu entwickeln, die verdächtige Handelsmuster sekundengenau und minutengenau automatisch erfassen, sowie Textanalysetools mit künstlicher Intelligenz einsetzen, um potenziellen Marktmissbrauch zu erkennen.
Die Ankündigung folgt auf einen in der letzten Woche breit berichteten Fehler bei der Börse, bei dem einigen Nutzern von Bithumb, einer der größten Börsen des Landes, irrtümlich jeweils mindestens 2.000 Bitcoin anstelle kleiner Werbegeschenke gutgeschrieben wurden – ein Fehler, der damals auf etwa 44 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde.
Die Finanzbehörden werden voraussichtlich die vollständigen Details des Vorfalls dem Politischen Ausschuss der Nationalversammlung vorlegen, so lokale Nachrichtendienste.
Die Bitcoin-Preise an der Börse fielen zum Zeitpunkt der Transaktion um 30 % unter den globalen Durchschnitt, da einige Empfänger versuchten, die Vermögenswerte zu verkaufen. Die Börse hatte den Handel und die Auszahlungen für die 695 betroffenen Kunden innerhalb von 35 Minuten nach der fehlerhaften Verteilung am Freitag eingeschränkt.
Bithumb hat seitdem die Transaktionsgebühren für eine Woche erlassen und ein Entschädigungsprogramm gestartet, das den Nutzern, die ihre Vermögenswerte während des Crashs panikbedingt verkauft haben, eine vollständige Rückerstattung zuzüglich 10 % zusätzlich anbietet.
Regulierungsbehörden erklärten, der Vorfall habe die „Verwundbarkeiten und Risiken“ virtueller Vermögenswerte aufgezeigt und signalisiert, dass sie vor Ort Kontrollen an Börsen durchführen könnten, sollten Unregelmäßigkeiten in den internen Kontrollsystemen festgestellt werden.
Die Behörden richten sich gezielt gegen Vermögenswerte, die zwar im Ledger existieren, jedoch nicht durch tatsächliche Reserven gedeckt sind, und stellen fest, dass die versehentliche Verteilung das Gesamthandelsvolumen von Bithumb um den Faktor 10 überstieg.
Über Marktmanipulation hinaus kündigte die FSS an, Strafzahlungen für IT-Vorfälle im Finanzsektor einzuführen und die Sicherheitsverantwortung von Geschäftsführern und Chief Information Security Officers zu erhöhen – eine Veränderung, die direkte Auswirkungen auf Krypto-Handelsplattformen haben könnte.
Die Behörde bestätigte zudem die Einrichtung eines Vorbereitungsteams für das Gesetz über grundlegende digitale Vermögenswerte, das den regulatorischen Rahmen Koreas über die erste Phase der Kryptoregeln hinaus erweitern würde.
Der Durchgreifplan spiegelt eine umfassendere Initiative von Präsident Lee Jae-myung wider, sogenannte „grausame Finanzpraktiken“ auszumerzen. Die FSS skizziert zudem Maßnahmen zur Verstärkung der Strafverfolgung bei Betrugsfällen sowie zur Erweiterung der Instrumente zur Bekämpfung von Voice-Phishing.
AKTUALISIERUNG (9. Feb., 10:03 UTC): Fügt dem Bericht im fünften Absatz Informationen für das Parlament hinzu, im siebten Absatz einen Plan zur Wiedergutmachung.