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Tokenisierte Aktien decken eine erhebliche Lücke bei der Steuerberichterstattung im Krypto-Bereich auf: Robin Singh

Während Plattformen wie Robinhood und Gemini tokenisierte Aktien einführen, wird die Kryptowährungssteuerberichterstattung endlich mit der TradFi Schritt halten? Robin Singh von Koinly sagt, dass ein Tag der Abrechnung bevorsteht.

Von Robin Singh|Bearbeitet von Benjamin Schiller
Aktualisiert 23. Juli 2025, 5:59 p.m. Veröffentlicht 22. Juli 2025, 5:39 p.m. Übersetzt von KI
(Unsplash/Modified by CoinDesk)

Was Sie wissen sollten:

  • Tokenisierte Aktien, die von Plattformen wie Robinhood und Gemini in der EU angeboten werden, könnten die Aufsichtsbehörden dazu drängen, die Kryptosteuerberichterstattung zu verbessern.
  • Die aktuelle Kryptosteuerberichterstattung hinkt traditionellen Börsen hinterher, wobei Länder wie Australien an umfassender Aufsicht fehlen.
  • Das IRS und die OECD werden bis 2026 neue Berichtspflichten für Kryptowährungen einführen, mit dem Ziel, die Steuergestaltung transparenter zu machen.

Die weltweite Krypto-Steuerberichterstattung weist weiterhin erhebliche Lücken auf — und tokenisierte Aktien könnten der Auslöser sein, der das System zum Nachziehen zwingt.

In den letzten Wochen haben Plattformen wie Robinhood und Gemini begonnen Angebot von tokenisierten Aktien für Nutzer in der Europäischen Union. Diese blockchain-basierten Derivate bilden den Preis realer Aktien wie Apple und Tesla nach und ermöglichen es den Nutzern, rund um die Uhr zu handeln, ohne von den traditionellen Handelszeiten eingeschränkt zu sein.

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Das mag wie ein Fortschritt für Zugänglichkeit und Innovation klingen. Doch wenn diese Produkte weiterhin an Bedeutung gewinnen und Unternehmen wie Galaxy Digital davon ausgehen, dass sie Liquidität von traditionellen Börsen abziehen werden, steigt der Druck auf die Regulierungsbehörden, die Meldepflichten zwischen Krypto-Plattformen und traditionellen Brokern zu harmonisieren.

Trotz der Fortschritte, die die Kryptoindustrie im Laufe der Jahre gemacht hat, liegt die Krypto-Steuerberichterstattung in vielen Teilen der Welt im Vergleich zu traditionellen Vermögenswertbörsen noch weit zurück.

Es gibt immer noch eine offensichtliche Lücke. Nehmen Sie Australien. Die Australian Stock Exchange (ASX) stellt dem Finanzamt strukturierte Daten zur Verfügung, einschließlich Verkaufspreisen, Daten und Erlösen, die automatisch in die Steuererklärungen der Nutzer vorausgefüllt werden.

Für Kryptowährungen ist der Ansatz der ATO eher wie ein sanftes Anklopfen an die Schulter ihrer Steuerpflichtigen. Sie stellt eine Benachrichtigung bereit, die die Nutzer daran erinnert, steuerpflichtige Ereignisse zu überprüfen, anstatt einen detaillierten vorausgefüllten Bericht zu liefern. Während die ATO weiß, dass Sie im Kryptobereich aktiv sind, da Kryptobörsen melden, dass Sie ein Konto haben, verfügt sie nicht über die gleiche umfassende Aufsicht wie beim Aktienhandel.

Dieser Ansatz mag in den frühen Tagen der Kryptowährungen gerechtfertigt gewesen sein, als die meisten Aktivitäten mit spekulativen verbunden waren.Token oder NFTs. Doch nun, da Plattformen vermutlich ihre Angebote an tokenisierten Aktien weltweit ausweiten möchten — diese sind in Australien noch nicht verfügbar, aber ich wage zu behaupten, dass dies in Erwägung gezogen wird — wird der Mangel an Steuertransparenz deutlich schwerer zu rechtfertigen.

Regierungen können es sich nicht leisten, potenzielle Steuereinnahmen einfach durchs Raster gehen zu lassen, nur weil sie onchain stattfinden. Ich bin der Überzeugung, dass Regulierungsbehörden in den kommenden Monaten, wenn tokenisierte Aktien zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnen, eifrig daran arbeiten werden, vorbereitet zu sein.

In den USA versucht der IRS bereits, aufzuholen. Seine neuen Meldevorschriften für Kryptowährungen, einschließlich der lang erwartetes Formular 1099-DA, treten im Jahr 2026 in Kraft. Diese werden von Krypto-Brokern verlangen, Benutzertransaktionen ähnlich wie traditionelle Finanzinstitute zu melden.

Inzwischen, Robinhood wird Berichten zufolge bereitet sich darauf vor, tokenisierte Aktien für US-Kunden einzuführen.

Es stellt sich eine zeitgerechte Frage… Wird dieser Rollout mit den neuen Anforderungen des IRS zusammenfallen?

Auf globaler Ebene, die OECD’s Rahmenwerk zur Meldung von Krypto-Vermögenswerten (CARF), das ebenfalls im Jahr 2026 in Kraft tritt, wird die Weitergabe von Transaktionsdaten über Gerichtsbarkeiten hinweg durchsetzen, ähnlich wie Banken die Anforderungen des Common Reporting Standard erfüllen.

Wenn tokenisierte Aktien reale Wertpapiere nachahmen sollen, muss auch die Steuerberichterstattung entsprechend angepasst werden.

Die Tage, in denen Krypto in einer regulatorischen Grauzone existiert, sind gezählt. Ob die Plattformen bereit sind oder nicht, die Ära der vollständigen Steuertransparenz steht bevor, und tokenisierte Aktien könnten der Wendepunkt sein, der sie zur Realität macht.

Ich bin überzeugt, dass dieser Moment innerhalb der nächsten fünf Jahre eintreten wird.

Hinweis: Die in dieser Kolumne geäußerten Ansichten sind die des Autors und spiegeln nicht unbedingt die von CoinDesk, Inc. oder deren Eigentümern und Partnern wider.